Klage abgewiesen

Led Zeppelin: „Stairway to Heaven“ ist von den jahrelangen Plagiatsvorwürfen befreit

Led Zeppelin in Action
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Das Oberste Gericht der USA hat endgültig entschieden, dass „Stairway to Heaven“ kein Plagiat ist. Zuvor wurde behauptet, dass Led Zeppelin geklaut habe.

  • Seit Jahren wurde Led Zeppelin vorgeworfen, für ihren Mega-Hit „Stairway to Heaven“ bei der kalifornischen Band Spirit abgekupfert zu haben.
  • Die legendäre Gitarrensequenz zu Beginn des Stückes habe der verstorbene Gitarrist Randy Wolfe für das Lied „Taurus“ der Band Spirit komponiert.
  • Das amerikanische Supreme Court hat die Klage nun endgültig abgewiesen und bestätigt damit ein bereits 2016 gefälltes Urteil.

Washington, D.C. – Der Streit um „Stairway to Heaven“ hat für die legendären Rocker von Led Zeppelin nun wohl endgültig ein Ende. Der amerikanische Supreme Court – das Oberste Gericht der USA – hat die Entscheidung eines Berufungsgerichts in San Francisco bestätigt, nach dem die weltbekannte Gitarrensequenz am Anfang des achtminütigen Stücks kein Plagiat sei. Der „Spiegel“ und „Rollingstone.de“ berichteten ebenfalls über das Urteil. Die Treuhänder eines Mitglieds der Sechzigerjahre-Band Spirit hatten zuvor vehement behauptet, dass die Melodie im Intro zu „Stairway to Heaven“ vom verstorbenen Gitarristen Randolph Wolfe alias Randy California, bereits 1967, für das Stück „Taurus“ komponiert worden war. Robert Plant und Jimmy Page von Led Zeppelin argumentierten stattdessen, dass die entsprechende Akkordfolge bereits seit Jahrhunderten in der Musik genutzt wurde. Die Briten hatten „Stairway to Heaven“ erstmals 1971 auf ihrer LP „Led Zeppelin IV“ veröffentlicht, allerdings keine Single-Auskopplung aus dem Lied gemacht. Obwohl der Song heute regelmäßig als eines der besten Musikstücke aller Zeiten bezeichnet wird, war „Stairway to Heaven“ seinerzeit kein großer Hit. Bei „The Masked Singer“ wird der Song jedoch gerne verwendet.

Seit 2014 bezichtigen die Vertreter der Band Spirit ihre Musikerkollegen von Led Zeppelin des Plagiats

Vor einigen Jahren meldeten sich die Treuhänder des 1997 verstorbenen Wolfe erstmals mit den Plagiatsvorwürfen zu Wort. Der Musiker habe die Gitarrensequenz, die „Stairway to Heaven“ weltberühmt machte, bereits 1967 für seinen Track „Taurus“ geschaffen. Led Zeppelin behaupteten dagegen, dass ihnen „Taurus“ beim Komponieren ihres Mega-Hits gar nicht bekannt war. 2014 ging der Rechtsstreit dann vor Gericht. Zwei Jahre später wurde zugunsten der britischen Rockband entschieden: Eine Geschworenenjury sprach Plant und Page von den Vorwürfen des Plagiats frei. Durch unglückliche Verfahrensfehler konnte der Fall jedoch 2018 neu aufgerollt werden. Im März dieses Jahres wurde dann von einem Berufungsgericht in San Francisco erneut zugunsten von Led Zeppelin entschieden. Der Oberste Gerichtshof der USA, bei dem die Nachlassverwalter von Wolfe die letzte Chance auf einen juristischen Sieg hatten, bestätigte dieses Urteil nun: Die Richter wiesen die Klage ab, womit der Fall endgültig geklärt ist.

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