Lennons letztes Interview: "Will kein toter Held sein"

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John Lennon wollte kein toter Held sein.

New York - Drei Tage vor seiner Ermordung hat John Lennon in seinem letzten großen Interview eine Rolle als “toter Held“ für sich abgelehnt. Dabei ging es aber nicht um Todesahnungen.

Der Ex-Beatle äußerte vor 30 Jahren in dem erst am Mittwoch ganz veröffentlichten Interview eher Unzufriedenheit. Über seine Fans und die Öffentlichkeit sagte er: “Was sie wollen, sind tote Helden, wie Sid Vicious and James Dean. Ich habe kein Interesse, ein toter Scheißheld zu sein... vergiss es, vergiss es.“ Die Zeit der Beatles sei vorbei. Lennon hatte einem Mitarbeiter des Musikmagazins “Rolling Stone“ nach dessen Angaben am 5. Dezember 1980 ein neunstündiges Interview gegeben - drei Tage vor seiner Ermordung.

Forbes-Liste: Tote Stars als Topverdiener

Tote Stars als Topverdiener
Platz 13: Andy Warhol (links, hier zusammen mit Ex-Bundeskanzler Willy Brandt) starb bereits 1987. Er verdiente im vergangenen Jahr sechs Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 12: Aaron Spelling produzierte Erfolgsserien wie Beverly Hills oder Melrose Place. Er starb im Jahr 2006 im Alter von 83 Jahren. Seine Arbeit brachte seinen Erben in den vergangenen 12 Monaten acht Millionen Dollar ein.  © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 11: Jimi Hendrix starb bereits 1970 an einer Überdosis. Auch lange nach seinem Tod verdient er noch sehr gut. Im vergangen Jahr waren es acht Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 10: Der Bestseller- und Drehbuchautor Michael Crichton verdiente auch nach seinem Tod mit Erfolgsromanen wie Jurassic Park oder Drehbüchern für Emergency Room rund 9 Millionen Dollar. Er erlag im Jahr 2008 einem Krebsleiden. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 9: Albert Einstein, der Begründer der Relativitätstheorie bringt seinen Erben auch über 50 Jahre nach seinem Tod noch zehn Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 8: Die Erfindung der Cartoon-Figur Grinch zählt zu seinen größten Erfolgen. Der amerikanische Kinderbuch-Autor Theodor Seuss Geisel (gennant Dr. Seuss) starb im Jahr 1991. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Geschichten 15 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 7: 1980 wurde das ehemalige Beatles-Mitglied John Lennon ermordet. Zusammen mit Paul McCartney komponierte er zahlreiche Songs. Im vergangenen Jahr brachte ihm seine Arbeit 15 Millionen Dollar in die Kassen. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 6: Charles Schulz, der Erfinder von Charlie Brown und Snoopy verdient mit seinen Comicfiguren heute noch 35 Millionen. Er starb 2000 im Alter von 77 Jahren. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 5: Sein „Herr der Ringe“ ist einer der erfolgreichsten Fantasy-Romane überhaupt: Der britische Schriftsteller J.R.R. Tolkien verdiente im letzten Jahr unglaubliche 50 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 4: Der King of Rock‘n Roll: Die Musik von Elvis Presley ist auch nach seinem Tod im Jahr 1977 noch sehr erfolgreich. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Werke 55 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 3: Michael Jackson ist auf dem besten Weg die Spitze der toten Topverdiener zu erreichen. In nur vier Monaten nach seinem Tod verdiente der King of Pop für seine Erben rund 90 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 2: Die Musical-Autoren Richard Rodgers und Oscar Hammerstein (hier eine Szene aus ihrem Werk „South Pacific“) sind wohl nur Kennern ein Begriff. Trotzdem verdienten die beiden in den vergangenen 12 Monaten 235 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 1: Unglaubliche 350 Millionen Dollar brachten die Geschäfte des im Jahr 2008 verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint Laurent im vergangenen Jahr ein. © dpa

Der Journalist habe damals nur einen kurzen Auszug aus dem Gespräch veröffentlicht und die Bänder erst jetzt wiedergefunden. Lennon war in der ersten Hälfte der 1970er Jahre stets präsent, wurde aber auch von Alkohol- und Rauschgiftsucht und mangelndem Erfolg als Solomusiker geplagt. Nach der Geburt von Sohn Sean 1975 zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück, dachte 1980 aber offenbar an neue Auftritte. “Wir könnten das machen“, sagte er in dem Interview. “Aber da sind dann keine Rauchbomben, kein Lippenstift, keine blickenden Lichter. Es soll einfach gemütlich sein.“

Es war Lennons letztes Zeitungsinterview, dessen Auszug erst nach seinem Tode veröffentlicht wurde. Am 8. Dezember 1980 wurde er von einem verrückten Fan erschossen, als er gerade von einem Radiointerview zurückkam. Dem “Rolling Stone“ hatte er noch gesagt: “Wir werden wiedergeborene Rocker sein und richtig durchstarten. Wir haben ja noch reichlich Zeit, oder? Reichlich Zeit.“

dpa

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