„Ach Mensch, traurig“

Letzte Sendung: Eine der größten Radio-Legenden Deutschlands ist im Ruhestand

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Die Radio-Landschaft wird um eine Legende ärmer.

Die Fans sind traurig und haben sich ein letztes Mal vor dem Radio versammelt: Eine der größten Rundfunk-Legenden Deutschlands hört auf.

Wiesbaden - Es gibt in Deutschland einige Radio-Legenden. Insbesondere für die Bayern gehören Thomas Gottschalk und Fritz Egner dazu. Jazz-Fans und Hörer von HR2 denken aber sicherlich auch an Bill Ramsey. 88 Jahre ist er inzwischen alt. Und er moderierte bisher unaufhaltsam weiter seine beliebte Sendung „Swingtime mit Bill Ramsey“. Seit nunmehr mehr als 30 Jahren.

Jetzt ist damit Schluss: Am 1. März um 22.30 Uhr ging die allerletzte Sendung über den Äther - und Ramsey verabschiedete sich in den wohlverdienten Ruhestand.

Bill Ramsey geht im Alter von 88 Jahren in den Ruhestand.

„Es gibt nichts Schöneres, als einen Macher zu erleben, der Sendung für Sendung authentisch begeistert und überzeugt“, schwärmt hr2-Programmchefin Angelika Bierbaum zum Abschied. 

Bill Ramsey hört auf: „Das Geheimnis liegt in der Musik selbst“

„Das Geheimnis liegt in der Musik selbst“, sagt Bill Ramsey. „Swingende Sounds, zeitlos und mitreißend, waren immer der Treibstoff der hr2-Swingtime.“

Natürlich wäre es seinem Legenden-Status nicht angemessen, die Sendung mit einer neuen Stimme fortzusetzen, deswegen wird das Format komplett beendet. Künftig läuft freitags um 22.30 Uhr die neue Sendung „hr2-Jazz Classics“.

Bill Ramsey hatte in den 60ern diverse Schlager-Hits

Ramsey ist bekannt für seine sympathische Stimme mit US-amerikanischem Akzent. Und das auch weit über die Radio-Landschaft hinaus. 

Ramsey, der heute in Hamburg lebt, kam nach dem Zweiten Weltkrieg als US-Soldat im Jahr 1951 nach Deutschland. Er stand als Jazzsänger in Frankfurter Army-Clubs auf der Bühne.

Am erfolgreichsten war er in den 60er-Jahren mit Schlagern wie „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, „Wumba-Tumba Schokoladeneisverkäufer“ oder „Pigalle“.

Bill Ramsey hört auf - Fans traurig

Seine große Liebe allerdings galt nicht dem Schlager, sondern anderen Stilrichtungen. Dem Jazz und Swing konnte er on air über Jahrzehnte frönen. „Eine Ära geht zu Ende“, schreibt der Hessische Rundfunk bei Facebook. Und die Fans zollen ihm Tribut. „Schade einerseits. Aber herzlichen Dank für das stets unterhaltsam und kompetent moderierte Radiovergnügen! Alles Gute und ‚Keep Swinging!‘“, schreibt einer. 

Außerdem heißt es: „Ich wünsche Bill Ramsey alles Gute und danke ganz herzlich für die 30 Jahre Swingtime“, „Eine Institution. Immer gerne gehört. Sehr schade. Alles Gute, Mr. Ramsey“ und „Wir werden die Sendung sehr vermissen.“ Auch diese Nutzerin spricht wohl vielen aus dem Herzen: „Ach Mensch das war seit Jahren mein Freitags-Highlight, eine versteckte Perle in der Radiolandschaft ... Traurig!“

Thomas Gottschalk muss sich derweil Kritik gefallen lassen - von einem Kollegen.

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