„Let it be“?

„A Lidl help from its friends?“: Beatles-Fans wegen Aktion von Discounter entsetzt

Die Beatles und der Discounter Lidl
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Der Lidl und die Beatles - ein Streit in Liverpool.

Die Beatles gibt es seit 50 Jahre nicht mehr - trotzdem gibt es noch eine unfassbar große Fanbase. Wegen Lidl gehen die Anhänger nun auf die Barrikaden.

  • In Liverpool geht ein Streit zwischen „Beatles-Fans" und Lidl viral.
  • Der Discounter will ein beliebtes Kino eventuell abreißen.
  • Dagegen gibt es nun eine Petition.

Liverpool - Die Stadt Liverpool im Nordwesten Englands gilt als Stadt der Beatles. Die weltbekannte Band wird auf ewig damit verbunden bleiben. Das freut auch Fans und Touristen, die gerne an Beatles-Orte pilgern, um auf den Spuren ihrer Idole zu wandeln. So auch im Stadtteil Wavertree, wo ein bekanntes Kino steht, in dem John Lennon und George Harrison ein und aus gegangen sein sollen.

Beatles-Fans gehen auf die Barrikaden wegen Lidl

Dieser Ort bedeutete den beiden sogar so viel, dass er im Hit „In my life“ eine Rolle spielen soll. Neben den ganzen Ohrwürmern ist „In my life“ für Beatles-Verhältnisse ein eher unbekannterer Song, für Fans aber durchaus ein Begriff. Am Anfang des Songs heißt es „There are places I‘ll remember“ - „Es gibt Orte, an die ich mich erinnere". Wie der britische Guardian schreibt, soll John Lennon dabei auch das Kino in Wavertree meinen und sogar in der ursprünglichen Version untergebracht haben.

50 Jahre später sind die Fans nun wegen genau dieses Kinos stinksauer. Der Discounter Lidl hat sich das Objekt unter den Nagel gerissen. Denkmalschützer und Fans gehen nun auf die Barrikaden, um das Gebäude so zu erhalten, wie es gerade ist. Billig-Produkte statt Musik-Nostalgie? Nicht, wenn es nach den Fans geht.

Beatles-Fans und Lidl: Gibt es einen Kompromiss?

1979, kurz vor dem Tod Lennons, soll das Kino geschlossen worden sein. Nun befürchten die Beatles-Enthusiasten, dass Lidl das Haus abreißt. Dagegen soll es sogar eine Petition geben. Das Gebäude soll erhalten und die oberen Stockwerke für Kunstausstellungen genutzt werden, so die Forderung.

Der Discounter, dem mehrere Optionen vorschweben, ist für Gespräche bereit. „Wir werden Gespräche mit der Gemeinschaft und den Interessengruppen während der umfangreichen Planung führen“. Um im Jargon der Beatles-Fans zu bleiben: „A Lidl help from its friends“ - oder der Discounter soll es sein lassen: „Let it be“. (ank)

Für Entsetzen bei Musik-Fans sorgte auch der neue Look Ozzy Osbourne oder der Name der neugeborenen Tochter von Ed Sheeran.

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