Megastar im Shitstorm

Madonna bezeichnet Song-Klau als Terrorismus

Madonna
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Madonna hat sich über den Song-Klau mächtig aufgeregt.

New York - Super-GAU bei Madonna: Songs von ihr landeten vor ihrer offiziellen Veröffentlichung im Internet. Der Megastar verurteilte die Tat mit scharfen Worten - und wurde dafür heftig kritisiert.

Es ist der Albtraum jedes Musikers, wenn Lieder geklaut und ins Internet gestellt werden, bevor sie veröffentlicht werden konnten. Jüngstes Opfer des Song-Diebstahls ist Madonna. Elf Lieder fanden durch dunkle Kanäle ihren Weg ins World Wide Web. Die 56-Jährige machte das so sauer, dass sie sich zu einer wahren Schimpftirade hinreißen ließ.

In einem Post auf Instagram hackte sie wütend in die Tasten: "Das sind unfertige Demos, von denen die eine Hälfte es gar nicht auf das neue Album geschafft hätten, und die andere Hälfte wurden überarbeitet und hören sich jetzt völlig anders an. Warum wollen manche Menschen meinen künstlerischen Prozess zerstören und mir nicht die Möglichkeit geben, etwas zu beenden und Euch mein Allerbestes zu geben?" Damit nicht genug: "Das ist künstlerische Vergewaltigung und eine Form von Terrorismus!", so die 56-Jährige.

Das kam bei allem Verständnis für den Zorn auf die Tat bei vielen ihrer Fans gar nicht gut an: "Wie kannst Du in dem Zusammenhang von Terrorismus reden, wenn kurz zuvor 132 Kinder von Terroristen massakriert wurden?", schrieb einer auf Twitter in Anspielung auf die

Pakistan will nach Schulmassaker Terroristen wieder hinrichten

Trauerfeier in Peshawar. Foto: Arshad Arbab
Trauerfeier in Peshawar. Foto: Arshad Arbab © Arshad Arbab
Schülerinnen beten in Karachi für die Opfer der Terrorattacke. Foto: Shahzaib Akber
Schülerinnen beten in Karachi für die Opfer der Terrorattacke. Foto: Shahzaib Akber © Shahzaib Akber
Ein Opfer des Anschlags liegt in einem Krankenhaus in Peshawar. Foto: Bilawal Arbab
Ein Opfer des Anschlags liegt in einem Krankenhaus in Peshawar. Foto: Bilawal Arbab © Bilawal Arbab
Sicherheitskräfte bewachen die Schule in Peshawar am Tag nach dem Angriff. Foto: Bilawal Arbab
Sicherheitskräfte bewachen die Schule in Peshawar am Tag nach dem Angriff. Foto: Bilawal Arbab © Bilawal Arbab
Auch in Bangalore im verfeindeten Indien demonstrierten Menschen gegen den Terrorangriff in Peshawar. Foto: Jagadeesh NV
Auch in Bangalore im verfeindeten Indien demonstrierten Menschen gegen den Terrorangriff in Peshawar. Foto: Jagadeesh NV © Jagadeesh Nv
"Wir wollen Frieden": Plakat bei einer Demonstration in Dera Ismail Khan, Pakistan. Foto: Saood Rehman
«Wir wollen Frieden»: Plakat bei einer Demonstration in Dera Ismail Khan, Pakistan. Foto: Saood Rehman © Saood Rehman
Protest im pakistanischen in Dera Ismail Khan. Foto: Saood Rehman
Protest im pakistanischen in Dera Ismail Khan. Foto: Saood Rehman © Saood Rehman
Ein überlebendes Schulkind wird im Krankenhaus von Peschawar behandelt. Foto: Arshad Arbab
Ein überlebendes Schulkind wird im Krankenhaus von Peschawar behandelt. Foto: Arshad Arbab © Arshad Arbab
Er hat das Massaker überlebt: Ein verletzter Junge im Krankenhaus. Foto: Arshad Arbab
Er hat das Massaker überlebt: Ein verletzter Junge im Krankenhaus. Foto: Arshad Arbab © Arshad Arbab
Einsatz gegen die Taliban: Pakistanische Sicherheitskräfte vor der überfallenen Schule. Foto: Bilawal Arbab
Einsatz gegen die Taliban: Pakistanische Sicherheitskräfte vor der überfallenen Schule. Foto: Bilawal Arbab © Bilawal Arbab
Viele Menschen konnten nach dem Taliban-Massaker nur noch tot geborgen werden. Foto: Arshad Arbab
Viele Menschen konnten nach dem Taliban-Massaker nur noch tot geborgen werden. Foto: Arshad Arbab © Arshad Arbab
Gebet für die Opfer des Taliban-Angriffs, bei dem weit mehr als 100 Menschen starben. Foto: Nadeem Khawer
Gebet für die Opfer des Taliban-Angriffs, bei dem weit mehr als 100 Menschen starben. Foto: Nadeem Khawer © Nadeem Khawer
Identifizierung der Todesopfer nach dem Taliban-Überfall. Foto: Arshad Arbab
Identifizierung der Todesopfer nach dem Taliban-Überfall. Foto: Arshad Arbab © Arshad Arbab
Opfer des Anschlags werden in Peshawar zu Grabe getragen. Foto: Arshad Arbab
Opfer des Anschlags werden in Peshawar zu Grabe getragen. Foto: Arshad Arbab © Arshad Arbab

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"Ihre Hysterie und Ignoranz kennen keine Grenzen", pflichtete ein anderer bei.

Viele Mitglieder der Online-Community kritisierten den Megastar auf ähnliche Weise.

Das "Material Girl", von dem erst kürzlich private Fotos ohne ihre Erlaubnis online aufgetaucht waren, löschte schließlich ihre Wut-Nachricht wieder und schrieb stattdessen ihren Fans: "Danke, das Ihr Euch die gestohlenen Songs nicht angehört habt! Danke dafür, dass Ihr auf die fertigen Songs wartet. Danke für Eure Loyalität!"

Das neue Album, das im kommenden Jahr erscheinen wird, soll "Unapologetic Bitch" heißen - auf deutsch etwa: "Die Schlampe, die sich für nichts entschuldigt." Entschuldigt hat sich Madonna für ihren verbale Ausrutscher ebenfalls bisher nicht.

hn

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