Turn-Star über Kindererziehung

Magdalena Brzeska ist "Mama und Papa zugleich"

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Magdalena Brzeska liebt es, Mutter zu sein.

Turn-Star Magdalena Brzeska ist durch den Sport daran gewöhnt, diszipliniert zu sein. Auch zuhause ist sie als alleinerziehende Mutter gefordert.

Turn-Star Magdalena Brzeska (36) ist eine vielbeschäftigte Frau. Oft bleibt der alleinerziehenden Mutter von zwei Töchtern (Caprice 14, Noemi 12) nicht genügend Zeit, sich intensiv um ihre Liebsten zu kümmern. Zumal ihre Sprösslinge ebenfalls sportlich unterwegs sind und den Großteil ihrer Freizeit auf Wettkämpfen verbringen. spot on news sprach mit der 26-fachen Deutschen Meisterin in der Rhythmischen Sportgymnastik kurz nach ihrem Familienurlaub auf Mauritius.

Wie war der Urlaub?

Magdalena Brzeska: Es war sehr sportlich, denn das Angebot in der Hotelanlage war zu verlockend um zu faulenzen. Wir waren Klettern, Bootfahren, Volleyballspielen, Tennisspielen und sind natürlich viel geschwommen. Es war der erste gemeinsame Urlaub seit langem, denn unsere drei Terminkalender sind nicht leicht unter einen Hut zu bringen. Ich arbeite seit letzten September als Cheftrainerin für die Rhythmische Sportgymnastik beim TSG Söflingen und bin ständig mit meinen Schülerinnen bei Wettkämpfen. Caprice spielt oft Tennisturniere und Noemi trainiert im Gymnastik-Olympiastützpunkt TSV Schmieden bei Stuttgart, wo sie auch das Sport-Internat besucht. Da bleibt nicht viel gemeinsame Zeit.

Sehen Sie auf MyVideo, wie sich Magdalena Brzeska in der TV-Show "Fort Boyard" geschlagen hat

Scheint, als hätten Sie Ihre sportlichen Gene gut weitergegeben.

Brzeska: Das kann man so sagen. Obwohl ihr Vater, der Ex-Fußballprofi Peter Peschel, gerne behauptet, das hätten sie ausschließlich von ihm. Er ist sehr stolz auf seine beiden Mädels. Genau wie ich. Ich denke, das haben wir trotz Trennung sehr gut hinbekommen. Wir verstehen uns so gut, dass wir sogar ab und zu alle zusammen mit Peters neuer Familie, als Patchwork-Familie verreisen.

Was ist anders, wenn Sie mit Ihren Töchtern alleine sind?

Brzeska: Wir machen natürlich viel mehr Mädels-Kram. Ich bin sehr froh, dass sie noch immer gerne Zeit mit mir verbringen und fürchte mich ein wenig vor dem Tag, an dem sie sich von mir lösen. Denn ich bin gerne Mami und habe Angst vor der Lücke, wenn diese Aufgabe einmal wegfällt. Für mich ist Muttersein mein Lebensinhalt.

Was eint Sie?

Brzeska: Wir sind alle drei ziemlich ehrgeizig, mögen die gleiche Musik, gehen gerne ins Kino und lesen sogar die gleichen Bücher. Das einzige, was ich ihnen nicht vererbt habe, ist mein Putz-Gen. Leider haben meine Töchter keinen Sinn für Ordnung und Sauberkeit. Das ist neben zu viel Handy-Nutzung der einzige Streitpunkt in unserer Familie. In der Schule sind sie beide spitze.

Was für eine Mami sind Sie?

Brzeska: Ich versuche eine möglichst coole Mami zu sein. Ich höre zu, versuche nicht zu viel zu schimpfen und bin bemüht gleichzeitig eine Freundin zu sein. Das ist nicht immer einfach als alleinerziehende Mutter, denn du musst Papa und Mama zugleich sein. Ihr Vater ist zwar auch immer für sie da, aber wegen der räumlichen Distanz meistens nur per Telefon. Deswegen läuft das bei mir nach dem Prinzip "Zuckerbrot und Peitsche".

Glauben Sie, Ihre Töchter finden sie cool?

Brzeska: Ich denke schon. Zumindest stellen sie mich noch ihren Freunden vor und schämen sich nicht für mich. Sie wissen ganz genau, wie sie mich um den Finger wickeln. Wenn sie was von mir wollen, dann nennen sie mich "Mamus", das ist der polnische Kosename für Mami. Damit kriegen sie mich immer rum.

Was waren Sie für ein Mädchen?

Brzeska: Ich bin nicht so wohlbehütet aufgewachsen. Wir haben sehr bescheiden gelebt und ich habe meine ganze Kindheit dem Sport untergeordnet. Ich habe hart trainiert und viel Entbehrungen erlebt, um das zu erreichen, was ich heute habe.

Wie hat Sie das geprägt?

Brzeska: Ich bin niemand, den man in Watte packen muss. Obwohl ich mir manchmal wünsche, dass das mal jemand tut. Es wäre schön ein bisschen Verantwortung und Disziplin abzulegen und einfach nur Frau zu sein.

Keine Bewerber?

Brzeska: Niemand, der mich interessiert. Ich bin glücklicher Single und vermutlich wird sich daran auch nicht so schnell etwas ändern, da ich privat kaum aus dem Haus gehe. Mich kann man eigentlich nur im Supermarkt oder beim Elternabend kennenlernen. Und da wirke ich wahrscheinlich, ungeschminkt mit Pferdeschwanz und im Jogginganzug, nicht sehr anziehend.

Sie mögen es gerne lässig?

Brzeska: Das entspricht meinem Lebensgefühl. Ich mag mich nicht verstellen. Ich brauche kein Schickimicki-Theater und keine Schampus-Partys um glücklich zu sein. Ich bin eine ganz normale Frau. Und ich wünschte, da käme mal ein Mann, der mich so nimmt, wie ich mich wohlfühle. Leider habe ich mich in der Vergangenheit von Männern immer wieder verbiegen lassen.

Wie kommt's?

Brzeska: Das hängt wahrscheinlich mit meiner Vergangenheit als Profisportlerin zusammen, in der ich es gewohnt war, stets nach Trainingsplan zu funktionieren. Dabei steht das total im Widerspruch zu meinem sonst so selbständigen Leben. Ich koche, putze, streiche Wände, baue Schränke zusammen und bin finanziell total unabhängig. Eigentlich brauche ich gar keinen Kerl. Aber schön wär's schon.

Spoton

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