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Neuner: Junge oder Mädchen? "Wir lassen uns überraschen"

Magdalena Neuner mit tz-Reporter Matthias Müller.
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Magdalena Neuner mit tz-Reporter Matthias Müller.

München - Magdalena Neuner ist keine Profisportlerin mehr, doch flott unterwegs ist sie immer noch. Vor allem wegen ihrer Tochter. Wir trafen die ehemalige Weltklassebiathletin zum Interview.

Am Donnerstag stattete Magdalena Neuner München einen Besuch ab und gab den Startschuss zum B2Run. Im tz-Interview erzählt die 29-Jährige, wie es läuft mit Tochter Vreni, Ehemann Josef und dem zweiten Nachwuchs, der im November zur Welt kommen soll.

Frau Neuner, Sie haben „nur“ den Startschuss gegeben…

Magdalena Neuner: Meine Schwangerschaft verhinderte mehr Einsatz, aber mir geht es gut und für nächstes Jahr habe ich mir einen Start fest vorgenommen. Sind sie mitgelaufen?

Leider ist niemand auf mich zugekommen. Aber wir können uns gerne hier und jetzt für 2017 verabreden.

Das ist eine Ansage.

Was ist die längste Strecke, die Sie je gelaufen sind?

Wir haben früher einmal die Woche eine zweistündige Laufeinheit gemacht, das waren 20 bis 22 Kilometer. Aber wenn ich ehrlich bin, eine Stunde genügt mir, bei zwei geht man an seine Grenzen, da lernt man, sich durchzubeißen.

Ich greife Ihren kleinen Seitenhieb bzgl. meines Nicht-Starts auf: Ich bin Marathon gelaufen. Für Sie vorstellbar?

Gut, dann sage ich nichts mehr, das kann ich mir nämlich nicht vorstellen. Ich laufe gerne, aber ich bin kein Marathonläufer. Außerdem wäre das mit viel Vorbereitung verbunden, das würde ich im Moment nicht wollen. Ein Halbmarathon wäre vielleicht noch denkbar.

Gefühlt, wie weit läuft Vreni jeden Tag?

Gefühlt 100 Kilometer, sie ist ein lebhaftes Kind, das Bewegung braucht, zum Glück haben wir einen Garten. Wenn wir mit dem Rad unterwegs sind, ruft sie immer: „Schneller, Mama, schneller.“ Aber ich finde das gut, ich war auch so.

Wie schlägt sie sich auf dem Laufrad?

Das kann sie noch nicht. Sie hat eins, aber sie ist mehr der Typ, der Dinge in die Ecke schmeißt und erst mal nicht mehr anschaut, wenn etwas nicht sofort klappt. Aber generell mag sie alles, das mit Fahren, Laufen und Geschwindigkeit zu tun hat. Und ihre neueste Errungenschaft ist eine Turnstange. Ich finde es wichtig, dass Kinder sich mit ihrem Körper befassen und beispielsweise einen Purzelbaum machen oder ein bisschen balancieren. Natürlich muss man noch nicht alles mit zwei Jahren können.

Vreni läuft, Sie laufen. Was ist mit Ihrem Ehemann?

Josef ist mehr Mountainbiker, er fährt mit seinem Kumpel oft nach Feierabend hoch auf die Alm und im Winter spielt er gerne Eishockey.

Wegen mir dürfte er uns kommendes Jahr gerne begleiten…

Da würde er sich riesig freuen, Laufen ist seine absolute Lieblingsbeschäftigung (schmunzelt).

Ab November spielt neben Laufrad auch der Laufstall eine Rolle. Wird es wieder ein Mädchen oder ein Junge? Und ist nach zwei Kindern Schluss?

Wir lassen uns überraschen, wie bei Vreni. Ob wir noch mehr Kinder wollen, haben wir noch nicht entschieden. In der Schwangerschaft muss man sich schonen, im Moment fehlt mir der Sport. Aber mal sehen, wie ich in drei oder vier Jahren darüber denke.

Über Fotos Ihres Kindes haben Sie eine klare Meinung, Sie posten nie ein Bild, auf dem Vrenis Gesicht zu sehen ist.

Mein Privatleben war mir immer heilig, ich habe auch Josef rausgehalten, außer er wollte irgendwo mitkommen. Ein kleines Kind kann nicht entscheiden, ob es in der Zeitung erscheinen will. Wenn sie größer ist, ist das ihre Sache.

Gibt es Paparazzi?

Nein. Es gibt viele Touristen, die am Garten vorbeilaufen und Fotos machen. Aber mei, was soll ich machen? Ich kann mich nicht ständig dazwischenwerfen, man muss versuchen, ein normales Leben zu führen. Ich appelliere an die Anständigkeit der Menschen, aber die meisten gehen respektvoll mit den Fotos um.

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