"Wer früher stirbt ist länger tot"-Fortsetzung?

Kult-Regisseur Rosenmüller verrät im tz-Interview seine Film-Pläne

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Marcus H. Rosenmüller plant ein Nachfolgeprojekt von "Wer früher stirbt ist länger tot".

München - Im Interview mit der tz spricht Kult-Regisseur Marcus H. Rosenmüller über seinen Erfolg mit "Wer früher stirbt ist länger tot" und verrät seine neuen Film-Pläne.

Mei, was war das für ein Knaller! Bereits wenige Tage, nachdem Wer früher stirbt ist länger tot 2006 in den Kinos anlief, sprach halb Oberbayern davon. Jeder, wirklich jeder Bayer hat ihn seitdem gesehen, 1,8 Millionen allein im Kino und das auch außerhalb des Weißwurstäquators. Zwei Wochen nach dem Filmstart bestellte sogar Berlin noch Vorführrollen nach! Regisseur Marcus H. Rosenmüller (42) katapultierte der Streifen in die erste Liga der Regisseure. Grund genug, das zehnjährige Jubiläum zu feiern – auf der Seebühne im Westpark trafen sich am Mittwochabend Fans und Darsteller zum nostalgischen Rück- und Ausblick ...

Haben Sie erwartet, dass „Wer früher stirbt ist länger tot“ Sie auf einen Schlag bekannt macht? 

Marcus H. Rosenmüller: Nein, es war ein Überraschungserfolg, damit hat niemand gerechnet. Kollegen hatten mit Filmen wie Die Scheinheiligen und Grenzverkehr dem Publikum damals zuvor schon Lust auf bayerische Filme gemacht. Wir hatten nur ein kleines Budget von 1,8 Millionen Euro. Dank der umsichtigen Produktion und unserer Sturheit wurde der Film trotzdem so, wie wir ihn wollten. Obwohl es anfangs nicht klar war, ob wir nicht doch Abstriche machen müssen. Ob für die Hubschrauberszene genug Geld da ist, stellte sich erst zum Schluss der Dreharbeiten heraus. Wir haben sie am allerletzten Tag gedreht.

Was hat der Film mit Ihrer Kindheit in Hausham zu tun? 

Rosenmüller: Ich liebe es, zu beobachten und mich in die großen Fragen zu vertiefen. Wenn es in dem Film um Sünde und Schuld geht, heißt das nicht, dass ich selbst in die Kirche gezwungen worden bin. Die Idee von dem Film war, den Moment zu zeigen, in dem Kindern klar wird, auch die Erwachsenen haben keine Antwort.

Sie haben das Drehbuch zu dem Film gemeinsam mit Christian Lerch geschrieben. Wie kamen Sie auf diese wilde und skurrile Geschichte? 

Rosenmüller: Anfangs war die Geschichte, ein Jugendlicher will unsterblich werden. Dann gingen wir mit dem Alter herunter und überlegten, warum jemand unsterblich werden will. Aus Angst vor dem Tod, weil er glaubt, schuldig zu sein. Was fühlt ein Kind, das glaubt, schuldig auf die Welt gekommen zu sein, etwa weil seine Mutter bei seiner Geburt starb? Diese Frage faszinierte uns.

Gibt es eine Fortsetzung? 

Rosenmüller: Wir arbeiten seit zehn Jahren an einem Nachfolgeprojekt unter dem Titel Bitte Leben liebe mich oder ich erschieße dich. Wir wollen wieder diese Art des Humors, das Wilde und das gleiche Team. Ich bin guter Hoffnung, dass der Film in ein, zwei oder drei Jahren herauskommt.

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