TV-Journalistin

Maria von Welser hat trotz Corona keine Langeweile

Maria von Welser
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Maria von Welser hat gut zu tun.

Maria von Welser hat in der Medienbranche Spuren hinterlassen. Die Journalistin entwickelte das Magazin «ML Mona Lisa», war Reporterin im Ausland, leitete das Londoner ZDF-Studio, war NDR-Direktorin. Nun genießt sie ihr «drittes Leben» - und hilft auch Armen auf Ibiza.

Hamburg (dpa) - Die ehemalige Fernsehjournalistin Maria von Welser («Mona Lisa») hat trotz der Corona-Krise beruflich wie privat kaum Langeweile. Die 74-Jährige Hamburgerin schreibt an einem Buch über ihr Leben und unterrichtet digital an der Universität Paderborn.

Sie unterstützt zudem seit einigen Wochen gemeinsam mit ihren deutschen Freunden die Caritas auf Ibiza bei der Ausgabe sogenannten Essensboxen für Bedürftige. «Beim ersten Mal sind 100 Boxen ausgegeben worden. Es sind aber auch noch viele Boxen auf Halde, die in den nächsten Wochen ausgegeben werden sollen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Das von Rotary und Aldi unterstützte Projekt sei für viele Bedürftige eine große Hilfe. «Das sind dann lange Schlangen von Menschen, die nichts zu essen haben. 80 Prozent der Menschen auf Ibiza sind arbeitslos.» Die gebürtige Bayerin lebt mittlerweile in Hamburg und hat die vergangenen Monate in ihrem Haus auf Ibiza verbracht.

Dort schreibt von Welser im Moment auch an mehreren kleinen Büchern über ihre Vergangenheit. Das erste Büchlein habe ihre Kindheit und Jugend in den Blick genommen, das zweite drehe sich um ihre Karriere. Das beginne mit ihrer Arbeit beim «Miesbacher Merkur» und höre auf mit ihrer Reise nach Japan und dem Abschied beim Norddeutschen Rundfunk. Diese Lektüre ist noch ausschließlich für die Familie und Freunde bestimmt. «Aber mein Agent liest es gerade gegen, und wir überlegen, ob wir es - neu aufbereitet - vielleicht doch veröffentlichen. Wenn wir einen Verlag finden.»

Die gedruckten Erinnerungen über ihre Kindheit werde es dagegen sicher nicht im Buchhandel geben. «Ich habe 40 Stück drucken lassen. Auch, damit die Kinder etwas in der Hand haben, wenn ich mal nicht mehr bin», sagte sie dazu. Von Welser war vor vier Jahren erstmals wegen eines Gehirntumors operiert worden. Etwa zwei Jahre später wurden erneut Tumore in ihrem Kopf gefunden, weshalb sie 2018 sieben Wochen lang bestrahlt wurde. Zudem hatte sie im Herbst 2020 ihre Augen operieren lassen. Ihre «Baustellen» sagt von Welser zu den verschiedenen Krankheiten und Einschränkungen. Weitere Operationen schließt sie zunächst aus: «Es ist jetzt alles gerichtet, geregelt und jetzt ist auch Schluss.» Sie wolle sich viel lieber um andere Dinge wie ihren Mann, ihre Kinder und ihre Enkeltochter kümmern. Von Welser ist in dritter Ehe verheiratet und hat fünf Enkelkinder.

© dpa-infocom, dpa:210315-99-826572/2

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