„Keine Lust mehr auf neue Untersuchungen“

TV-Moderatorin hat drei Gehirntumore - und verweigert OP: „Lasse mich in meinem Kopf nicht mehr operieren“

Maria von Welser bei einer Veranstaltung.
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Journalistin Maria von Welser lebt mit drei Gehirntumoren. (Symbolfoto)

TV-Journalistin Maria von Welser lebt mit der Gewissheit, drei Tumore in ihrem Gehirn zu haben. 2017 ließ sie sich operieren. Einen weiteren Eingriff schließt sie aus. 

  • 2016 wurde bei Journalistin Maria von Welser ein Gehirntumor diagnostiziert.
  • Nach einer Operation kehrte der Tumor zurück. Insgesamt hat sie drei Tumore.
  • Einen weitere OP schließt von Welser jedoch aus.

München - Es kommt plötzlich und unerwartet und ist eine Schock-Diagnose: Hirntumor. Das erlebte TV-Journalistin Maria von Welser, bekannt aus dem ZDF-Magazin „Mona Lisa“. „Mein rechter Mundwinkel hing plötzlich leicht herunter“, erzählte sie gegenüber Bild.de .

Hinzu gekommen seien Schmerzen am Hals und Probleme, das rechte Auge zu öffnen. Nach einem MRT des Kopfes wurde schließlich die Diagnose gestellt. Bereits wenige Tage später habe sie sich 2017 einer fünfstündigen OP unterzogen - mit Erfolg. Doch nicht lange Zeit später, im Jahr 2018 kam der Tumor - der nicht bösartig, sondern ein sogenannter Meningeom ist - zurück.

TV-Moderatorin erleidet Rückschlag nach Operation - Gehirntumor kommt zurück

Wie Bilde.de berichtet, wuchs der zurückgekommene Tumor schnell. Und das an einer Stelle des Kopfes, an dem ein Eingriff eine zu große Gefahr darstellen würde. Hinzu kamen zwei weitere Tumore - einer unter der Stirn, ein weiterer unter der Schädeldecke. Die Konsequenz: eine Protonenstrahlen-Therapie im Uniklinikum Heidelberg.

„Das Wachstum der beiden größeren Tumore wurde durch die intensive Bestrahlung 2018 gebremst oder sogar gestoppt. Der Heidelberger Bestrahlungspapst Professor Jürgen Debus meint, dass seiner Erfahrung nach einmal gestoppte Meningeome nicht weiter wachsen. Das glaube ich ihm jetzt erst einmal. Außerdem ist es angenehmer zu glauben, dass die Tumore gestoppt werden können“, sagte sie.

Maria von Welser schließt weitere OP aus: „Ich lasse mich in meinem Kopf nicht mehr operieren“

Einen weiteren Eingriff schließt Maria von Welser, die neben der ersten OP und der Bestrahlung auch zwei Operationen am Auge hinter sich gebracht hat, aus: „Ich habe für mich beschlossen: Ich lass mich in meinem Kopf nicht mehr operieren. Ich hatte das einmal, und es relativ glimpflich ausgegangen, also ohne schlimme Nebenwirkungen.“ Das wolle sie kein zweites Mal riskieren.

Verrückt machen, würde sie sich nicht mehr. Obwohl engmaschige Kontrollen für Tumor-Patienten empfohlen werden, sagte sie gegenüber Bild.de: „Ich habe keine Lust mehr auf ständig neue Untersuchungen, die wiederum neue Schritte nach sich ziehen würden, über die ich entscheiden müsste. [...] Was passiert, das soll passieren. Und dann kann ich immer noch entscheiden, wie sehr ich dagegen ankämpfen möchte.“ 10.000 Schritte am Tag, einmal Yoga und Physiotherapie pro Woche seien das Ziel der 74-Jährigen, die gerne unbeschwert in die Zukunft blicken möchte, statt sich mit ihrem Kopf zu beschäftigen.

„Und es ist doch so“, sagte von Welser, „Alle Menschen haben irgendwo etwas, das kneift - ich hab‘s nun mal im Kopf.“ Auf die Frage, ob die Tumore sie das Leben kosten könnten, antwortet sie: „Vermutlich nicht. Es sei denn, die wachsen so schnell und drücken mein gesamtes Gehirn zusammen.“ Maria von Welser hoffe, dass sich die Tumore „ruhig verhalten.“

Auch der Start einer RTL-Sendung muss mit einer Tumor-Diagnose leben. (mbr)

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