Sie könnte eine tragende Rolle spielen

Maybrit-Illner-Talk im ZDF: Plötzlich fällt ungewöhnlicher Corona-Vorschlag über Helene Fischer

Eine Medizinethikerin hat in der ZDF-Polit-Talkrunde „Maybrit Illner“ eine besondere Idee: Helene Fischer könnte eine Sonderrolle in der Corona-Krise übernehmen.

  • Helene Fischer ist einer der beliebtesten Schlager-Stars in Deutschland.
  • In der Corona-Pandemie könnte ihr nun eine tragende Rolle zugeschrieben werden.
  • Eine Medizin-Expertin äußert in einer Talkrunde ihre verblüffende Idee.

Berlin - Der Impfstoff gegen das Coronavirus wird in Deutschland bald zugänglich sein. Während auf der einen Seite die Zahlen der Infizierten und Todesfälle in die Höhe schnellen, sinkt auf der anderen Seite die Impfbereitschaft innerhalb der Bevölkerung. Um diesem Trend entgegenzuwirken, äußerte Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, am Donnerstag (17. Dezember) in der ZDF-Polit-Talkshow „Maybrit Illner“ eine ausgefallene Idee: Mithilfe von Schlager-Star Helene Fischer sollen die Menschen dazu animiert werden, sich gegen das weiter ausbreitende Virus impfen zu lassen. Doch wie genau soll das funktionieren?

Schlager-Star Helene Fischer könnte bald eine tragende Rolle in der Corona-Pandemie zugeschrieben werden. Zumindest wenn es nach einer Medizinethikerin geht.

Schlager-Star Helene Fischer als Impfbotschafterin? Medizinethikerin macht denkwürdigen Vorschlag

In Woopens Vorstellung könnte der Schlager-Superstar als eine Art Impfbotschafterin fungieren, um Menschen von der Wichtigkeit einer Impfung überzeugen zu können. Bei dieser Idee bediente sich die Medizinethikerin allerdings eines bereits erfolgreich verlaufenen Beispiels. „Menschen suchen Vorbilder“, wirft Moderatorin Maybrit Illner in die Runde und fragt die Medizinethikerin: „Müssen sich jetzt dann tatsächlich auch Politiker möglichst schnell impfen lassen?“, um den Menschen damit zu beweisen, dass sie sich nicht sorgen müssen. Doch Woopen hat eine ganz andere Idee.

„Es gab ja dieses interessante Beispiel mit Angelina Jolie bei dem erblichen Brust- und Eierstockkrebs“, so die Expertin. Aufgrund einer Gen-Mutation bestand bei der Hollywood-Schauspielerin ein sehr hohes Risiko, an dieser Krebsart zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit konnte jedoch durch eine vorbeugende Brust-Amputation verringert werden. Jolie entschied sich vor allem wegen ihrer Kinder zu diesem Schritt und veröffentlichte 2013 einen Beitrag in der New York Times, in dem sie von ihrer Entscheidung berichtete. „Da haben sich tausende von Onkologen jahrelang den Mund fusselig geredet, um die Frauen zu erreichen, die vielleicht in so einer Risiko-Konstellation sind“, weiß die Expertin. Erst als Jolie ihre Geschichte öffentlich machte, konnten sich die Brustkrebs-Zentren vor Vorsorge-Anmeldungen kaum mehr retten.

Die Veröffentlichung bewirkte, dass sich mehr Frauen um ihre Brustkrebs-Vorsorge kümmerten und regelmäßig zur Kontrolle gingen. Wissenschaftler sprechen seitdem sogar vom sogenannten Jolie-Effekt. Genau diesen Effekt könnte man sich nach Meinung von Woopen bezüglich der Impfbereitschaft zunutze machen. Diese Strategie könnte somit auch in der Corona-Pandemie hilfreich sein. „Also wenn wir mal die richtigen Personen finden, die viele Menschen erreichen - das müssen gar keine Politiker und gar keine Wissenschaftler sein. Die kommen aus völlig anderen Branchen“, ist Woopen überzeugt. „Da denken wir an Justin Bieber, Angelina Jolie“, bemerkt Moderatorin Maybrit Illner. „Oder an Helene Fischer“, kommt Woopen hingegen in den Sinn.

Helene Fischer als Impfbotschafterin? Schlager-Star soll zu Corona-Impfung animieren

Für eine ähnliche Kampagne bezüglich des Corona-Impfstoffes brauche es nämlich Menschen aus der Öffentlichkeit, die vor allem eines können: die Bevölkerung mit Emotionen erreichen. Schlager-Königin und Florian Silbereisen-Ex-Freundin Helene Fischer wäre dafür geradezu prädestiniert. Nicht nur mit ihrer Musik, auch mit ihrer sympathischen Art berührt sie schließlich viele ihrer Fans. Ob die Schlager-Sängerin tatsächlich für diese Aufgabe offen wäre, ist nicht bekannt. Ein positiver „Helene-Effekt“ auf die Impfbereitschaft könnte jedoch durchaus realistisch sein. Zeit genug hätte sie jedenfalls, schließlich muss ihre Weihnachtsshow in diesem Jahr Corona-bedingt ausfallen. Selbst wenn bereits für Ersatz gesorgt ist. (jbr)

Rubriklistenbild: © POP-EYE/Christina Kratsch via www.imago-images.de

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