TV-Gespräch hatte es in sich

Meghan und Harry: Brisante Enthüllungen im Oprah-Interview werden noch lange Gesprächsthema sein

Schon im Vorfeld des Interviews von Prinz Harry und seiner Frau Meghan startete eine royale Schlammschlacht. Doch auch das Interview hatte es noch einmal in sich.

Los Angeles/London - Auch wenn die Queen nach Aussage des Köngishauses das mit Spannung erwartete Oprah-Interview am vergangenen Abend nicht live mit verfolgte, dürfte sie mittlerweile doch von den laut Sunday Express extra abgestellten Beobachtern über die Inhalte informiert worden sein, die da über die Fernsehbildschirme zahlreicher Zuschauer geflimmert waren. Trotz der Bemühungen der Royal Family, das Interview wegen der angegriffenen Gesundheit von Prinzgemahl Philip* zu verschieben*, wurde das Gespräch wie geplant auf dem US-Sender CBS ausgestrahlt. Und das, was Harry und seine Frau Meghan* mit Moderatorin Oprah Winfrey besprachen, dürfte dafür sorgen, dass die Queen weiterhin „not amused“ ist - dem Königshaus wird unter anderem rassistisches Verhalten vorgeworfen.

Harry und Meghan im Interview: Rassismus-Vorwürfe im Oprah-Interview

Herzogin Meghan* war von Anfang an nicht das, was sich der konservative Palast wohl als Schwiegertochter erhofft hatte: Eine geschiedene, amerikanische Schauspielerin*, deren Mutter Afro-Amerikanerin ist. Dass die Hautfarbe der Herzogin jedoch auch während der Schwangerschaft mit Sohnemann Archie ein belastendes Thema zu sein schien, erzählt das Paar jetzt im Interview: In Gesprächen und Beratungen sei es darum gegangen „wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird“, so die Herzogin.

Wer konkret diese drängenden Gespräche mit der werdenden Mutter initiierte, wollen die Eltern von Archie nicht weiter ausführen, es wird jedoch deutlich: Nicht nur Prinzgemahl Philip fällt häufiger durch rassistische Sprüche auf, sondern möglicherweise auch für andere Palastmitglieder wäre ein dunkelhäutiger Prinz Grund zur Sorge gewesen. Laut Harry und Meghan habe es zu dieser Zeit außerdem Überlegungen gegeben, dem jungen Prinz seinen Titel zu verwehren - was bedeutet hätte, dass Archie auch keinen Personenschutz erhalten hätte.

Oprah-Interview von Harry und Meghan: Keine Hilfe bei Suizidgedanken

Meghan, die nach eigener Aussage zu unbedarft an das Leben im Königshaus herangetreten war, sei durch den Rassismus innerhalb des Königshauses und auch von Seiten der Presse stark psychisch belastet gewesen. Als sie während ihrer Schwangerschaft aus einer Depression heraus Suizidgedanken entwickelte, wollte sich die Herzogin professionelle Hilfe holen - das wurde ihr jedoch verwehrt.

„Ich wollte einfach nicht mehr am Leben bleiben. Das war ein sehr klarer und realer und beängstigender Gedanke“ erzählt Meghan im Interview, sie habe sich zu dieser Zeit kaum mehr getraut, mit ihren gefährlichen Gedanken alleine zu sein. Insgesamt seien fehlende Unterstützung und Verständnis vonseiten der royalen Institution einer der Hauptgründe für den Umzug des Paares* und den Rückzug aus dem Königshaus* gewesen.

Prinz Harry im Interview: Vorwürfe an seinen Vater

Parallelen zur Geschichte von Harrys Mutter, die verfolgt von Paparazzis bei einem Autounfall ums Leben kam, werden im Interview deutlich. Harry habe sich bei den Negativ-Schlagzeilen gegen Meghan von seinem Vater wenig unterstützt gefühlt, obwohl der doch aus Erfahrung wissen müsse „was Schmerz ist“. Eine Aussöhnung mit Prinz Charles, der eine Zeit lang die Anrufe seines Sohnes nicht mehr entgegengenommen habe, dürfte schwierig werden: „Ich werde ihn immer lieben, aber es gab sehr viele Kränkungen.“ Das Verhältnis zu Bruder William und seiner Frau Kate scheinen Harry und Meghan jedoch aktiv verbessern zu wollen: Meghan lobt Kate im Interview als „gute Person“, Harry sagt bezüglich William: „Zeit heilt alle Wunden, hoffentlich“.

Harry und Meghan bei Oprah Winfrey: Heimliche Hochzeit und ihr zweites Kind

Neben den schockierenden Anschuldigungen gegen den Palast teilte das Paar im Interview auch einige private Details - so verriet die Herzogin beispielsweise, dass sie sich bereits drei Tage vor der eigentlichen Hochzeit 2018 heimlich und im engsten Kreis hatten trauen lassen. Außerdem gaben die beiden bekannt, welches Geschlecht ihr zweites Kind hat, mit dem Meghan momentan schwanger ist*: Prinz Archie* darf sich über eine kleine Schwester freuen. Damit sei die Familienplanung vorläufig abgeschlossen. Ob nach den Aussagen des Paares allerdings zur Geburt ihrer Tochter noch Glückwünsche aus dem Palast kommen werden, bleibt abzuwarten. (eu)

Im deutschen Free-TV wird das Interview am Montag (8. März 2021) in voller Länge ausgestrahlt werden. Hier finden Sie alle wichtigen Infos zu Sender und Sendeterminen.*

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Generell berichten wir nicht über Themen, die mit Selbsttötung in Verbindung stehen könnten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

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