Kontroverses Filmprojekt

„Oscarwürdige Performance“: Royals-Experte zerreißt Trailer zur Netflix-Doku von Harry und Meghan

Prinz Harry und Meghan Markle machen mit Netflix gemeinsame Sache. Ihre Doku „Harry & Meghan“ erweist sich aber jetzt schon als sehr kontrovers. Ein Royals-Experte übt scharfe Kritik an dem Projekt.

Montecito – Prinz Harry (38) und Meghan Markle (41) scheinen seit ihrem Ausstieg aus dem britischen Königshaus leider nicht den Weg der Versöhnung gewählt zu haben. Nach einem enthüllenden Interview mit der legendären Fernseh-Moderatorin Oprah Winfrey (68), in dem das Paar schwere Vorwürfe gegenüber den Vollzeit-Royals erhob, verließen sie England und nisteten sich in einer luxuriösen Bleibe im US-Bundesstaat Kalifornien ein. Stehen Harry und Meghan seit jenem Fernsehauftritt auf dem Kriegsfuß mit der Familie des Prinzen um König Charles II. (74), dürften ihre bevorstehende Netflix-Dokumentation und Harrys Autobiografie „Spare“ die Situation nur noch gravierend verschlechtern.

„Alles, was wir befürchtet haben“: Royals-Experte über Netflix-Doku von Harry und Meghan

Unter dem prägnanten Titel „Harry & Meghan“ wollen der Herzog und die Herzogin von Sussex in sechs enthüllenden Folgen ihre Geschichte erzählen. Das Projekt, das während dem vergangenen Jahr gefilmt wurde, ist die erste Veröffentlichung in einem millionenschweren Deal mit dem Streaming-Giganten Netflix. Schon vor Sendestart zeigte der Film- und Serienanbieter erste Ausschnitte – die mit vielen schwarz-weiß Aufnahmen und kalten Gesichtsauszügen von Meghans Schwägerin Kate Middleton (40) eine sehr klare Botschaft zu vermitteln scheinen.

„Ich war entsetzt, als ich den Trailer angeschaut habe“, erklärt der Journalist Richard Eden gegenüber der Daily Mail, „Es ist alles, was wir befürchtet haben.“ Freunde von Prinz William und Kate seien laut dem Royals-Experten von dem kurzen Videoclip „angewidert“ und schockiert, dass darin ein solch starker Kontrast zwischen einer weinenden Meghan und einer streng wirkenden Kate erzeugt wird. „Meghan soll die Schauspielerei aufgegeben haben, doch sie scheint für diese Reality-Show oder Dokumentation wieder Schau zu spielen“, äußert sich Eden im Gespräch mit der Zeitung, „Das könnte eine oscarwürdige Performance sein.“

Harry und Meghan wollten ihre Netflix-Doku ändern

Neben ihrem Buch-Deal mit dem globalen Verleger Random House, der im Januar 2023 Harrys Autobiografie „Spare“ auf den Markt bringt, ist die Zusammenarbeit mit Netflix das zweite Großprojekt von Harry und Meghan. Obwohl die Dreharbeiten bereits vor über einem Jahr starteten, soll das Paar Zweifel am Endprodukt haben. Wie Page Six berichtet, haben sie seit dem Tod von Queen Elizabeth II. (†96) versucht, Inhalte der Sendung zu ändern – während der Streaming-Anbieter darauf beharre, das Format zum geplanten Zeitpunkt und unverändert auszustrahlen. „Harry und Meghan haben Bedenken wegen ihrer eigenen Geschichte, wegen ihres eigenen Projekts“, verriet ein Netflix-Insider der Zeitung Anfang Oktober.

„Nervosität in den Palästen“: Harry und Meghans Netflix-Trailer soll laut Royals-Experte William und Kate die Show stehlen

Vor allem der Veröffentlichungszeitpunkt des Trailers sieht Richard Eden als kritisch. Denn er erschien fast taktgesteuert mit William und Kates Reise in die USA, wo sie am 3. Dezember in Boston den Earthshot Prize präsentierten – der erste Trip des zukünftigen Königspaares in die Vereinigten Staaten seit acht Jahren. „Es ist ein gewollter Versuch, (William und Kate) die Show zu stehlen und dass sie (in dem Trailer) zu sehen sind, unterstreicht das nur“, erläutert Eden im Gespräch mit der Daily Mail. „Es geht darum, ‚hinter verschlossene Türen zu blicken‘, das betonen sie in diesem Trailer. Ich denke, heute Abend wird in den Palästen viel Nervosität herrschen.“

Meghan Markle: Ihre Verwandlung vom Serien-Star zur Herzogin von Sussex

Meghan Markle 2015 und 2022 beim Dankesgottesdienst vor der St. Paul’s Cathedral in London.
Eine starke Entwicklung hat Meghan Markle an der Seite von Prinz Harry durchgemacht. Aus dem Seriensternchen wurde die Herzogin von Sussex mit einem Standing als Fashion-Vorbild. Doch auch bei ihr ging auf dem Weg einiges zuerst daneben (Fotomontage). © Dennis Van Tine/Doug Peters/Imago
Meghan (damals 25, re.) im Jahr 2006 in Gesellschaft von US-Schauspielkollegin Mandy Moore („This Is Us“, 3. von re.) beim Ausgehen in Southampton.
Meghan mit 25 Jahren (re.) in Gesellschaft von US-Schauspielkollegin Mandy Moore (damals 22 Jahre, „This Is Us“, 3. von re.) beim Ausgehen in Southampton. Die heutige Herzogin von Sussex sieht zu der Zeit noch aus wie ein Backfisch. © Rob Rich/Imago
Meghan Markle (mit 27 Jahren) besucht die „60th Annual Primetime Emmy Awards“ in der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles. Stolz posiert sie im freizügigen „kleinen Schwarzen“.
Meghan Markle (mit 27 Jahren) besucht die „60th Annual Primetime Emmy Awards“ in der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles. Stolz posiert sie im freizügigen „kleinen Schwarzen“. © Zuma Wire/Imago
Ab 2011 spielt Meghan sieben Jahre lang in der Erfolgsserie „Suits“ die New Yorker Anwaltsgehilfin Rachel Zane. Den toughen Business-Style hat sie danach im Schlaf drauf.
Ab 2011 spielt Meghan sieben Jahre lang in der Erfolgsserie „Suits“ die New Yorker Anwaltsgehilfin Rachel Zane. Den toughen Business-Style hat sie danach im Schlaf drauf.  © USA Network/Imago
Doch Meghan ist wandelbar. Das Bild zeigt sie ebenfalls 2010. Seit sie als Jungschauspielerin ihr Fernsehdebüt in einer Episode der Seifenoper „General Hospital“ gegeben hat, sind schon acht Jahre vergangen.
Doch Meghan ist wandelbar. Das Bild zeigt sie ebenfalls 2010. Seit sie als Jungschauspielerin ihr Fernsehdebüt in einer Episode der Seifenoper „General Hospital“ gegeben hat, sind schon acht Jahre vergangen. Doch Meghan sieht in Jeans, Pulli und Teenager-Pose mühelos so aus, als wäre sie eben dem Mickey Mouse Club entsprungen.  © Liane Hentscher/Imago
Meghan Markle bei der Verleihung der 12 CFDA Vogue Fashion Fund Awards in den Spring Studios New Y
Bei der Verleihung der Vogue Fashion Fund Awards in den Spring Studios in New York gibt Meghan 2015 mit inzwischen 34 Jahren mit ihrem offenherzigen Ausschnitt im silbernen Glitzeroutfit und kohlschwarz umrandeten Augen den Vamp.  © Dennis Van Tine/Imago
Meghan Markle bei den „Women In Television Celebration presented by Hearts on Fire Diamonds and Olay“ im Sunset Tower Hotel in Los Angeles
Auch ein Jahr später sieht Meghan Markle im Januar mit tiefrot geschminkten Lippen aus wie in den Farbtopf gefallen. Dass sie im Herbst ihren Traumprinzen kennenlernt und später Herzogin wird, kann sie sich bei den „Women In Television Celebration presented by Hearts on Fire Diamonds and Olay“ im Sunset Tower Hotel in Los Angeles sicher selbst noch nicht vorstellen.  © Admedia/Imago
Meghan Markle und Prinz Harry zeigen sich gemeinsam bei den Invictus Games im September in Toronto.
Doch es passiert: Meghan Markle und Prinz Harry (damals 32 Jahre) zeigen sich gemeinsam bei den Invictus Games im September in Toronto. Beim Wheelchair Tennis am Nathan Phillips Square plaudern die beiden äußerst angeregt und finden sich offenkundig auch in legeren Jeans und Hemd sehr anziehend.  © Rick Madonik/Imago
Prinz Harry und Meghan Markle sind auf Royal Tour durch Australien an Tag sieben.
Ein halbes Jahr später touren der Prinz und die Schauspielerin durch Australien. Meghan verzichtet auf viel Make-up, sieht aber neben Prinz Harry im Spaghettikleid mit freier Sicht aufs Bein, Wuscheldutt und XL-Sonnenbrille mehr aus, als wäre sie eine zufällig ins Bild gelaufene Touristin. © Doug Peters/Imago
Prinz Harry und Meghan Markle verkünden im Garten des Kensington Palastes ihre Verlobung.
Bei der Bekanntgabe der Verlobung am 27. November 2017 sieht Meghan superstylisch aus. Der weiße, taillierte Mantel mit Gürtel aus dem kanadischen Modehaus „Line The Label“ wurde binnen Stunden zum Klick-Hit, obwohl der Fokus sicher auf ihrem Diamant-Verlobungsring lag, der auch Schmucksteine von Harrys Mutter Prinzessin Diana (36, † 1997) enthält. © i-Images / Pool
Prinz Harry nimmt Meghan nach ihrer Verlobung mit nach Wales.
Prinz Harry nimmt Meghan mit nach Wales. Erste Kritik wird am Style der künftigen Herzogin laut. Ob sie sich keinen anständigen Dutt machen könne, warum ihr ständig Haarsträhnen ins Gesicht hängen würden? Und warum sie andauernd die Kamera mit ihrem Blick suche, sind die Punkte, die die Briten offenbar fragwürdig an Harrys Verlobter finden.  © Anwar Hussein/Imago
Prinz Harry und Meghan Markle auf dem Weg zu den Endeavour Fund Awards in der Goldsmith Hall in London.
Auch bei Events, zu denen Prinz Harry seine Angebetete mitnimmt, sieht Meghan gelegentlich mehr aus wie seine Anwältin, nicht wie seine Verlobte. Hier sind die beiden auf dem Weg zu den Endeavour Fund Awards in der Goldsmith Hall in London.  © Pete Maclaine/Imago
Prinz Harry und Meghan Markle besuchen Social Bite in Edinburgh, Schottland.
Der „Mädchen von nebenan“-Style lässt sich offenbar nicht so schnell ablegen. In Edinburgh in Schottland besuchen Harry und Meghan eine Obdachlosen-Hilfsorganisation. Meghan winkt schüchtern in die Menge und sieht aus, als würde sie sich gerne hinter ihren Haaren verstecken. Vom Auftritt einer gestandenen Herzogin ist sie meilenweit entfernt.  © Trevor Adams/Imago
Zu Prinz Harrys Welt gehört auch die gesamte royal Family, die hier beim Commonwealth Service in der Westminster Abbey zusammenkommt.
Zu Prinz Harrys Welt gehört auch die ehrenwerte royale Family, wie sie im Rahmen des Commonwealth Service in der Westminster Abbey zusammenkommt. Meghan wirkt selbst im Kostüm verschüchtert und sieht sogar fast verkleidet aus. Kate und William haben ein viel raumgreifenderes Auftreten.  © Starface/Imago
Beim Dawn Service in London zum Anzac Day im April 2018 sieht Meghan perfekt aus.
Beim Dawn Service in London zum Anzac Day, dem Gedenktag Australiens, Neuseelands und Tongas, schaut Meghan im April 2018 schon etwas resigniert aus. Ihr Look dagegen ist perfekt. Auch wenn es kein Tag zum Lachen ist, das Verhalten ist angemessen, der Style tadellos.  © i-Images/Imago
Meghan und Harry sind am 19. Mai 2018 in Windsor ein strahlendes Hochzeitspaar
Jeder Kummer ist vergessen: Meghan und Harry sind am 19. Mai 2018 in Windsor ein strahlendes Hochzeitspaar. In zahllosen Vergleichen des Hochzeitskleides mit ihrer nunmehr Schwägerin Kate Middleton wird Meghans Styling immer als zwar weniger klassisch, dafür als moderner und origineller beschrieben.  © i Images/Imago
Mit Stars wie Venus Williams und Vogue-Ikone Anna Wintour sitzt Meghan Markle in der Loge beim Tennisturnier in New York
Ein Jahr später im September 2019 hat Meghan schon ein ganz anderes Standing. Sohn Archie ist auf der Welt, mit Stars wie Venus Williams (damals 39 Jahre) und Vogue-Ikone Anna Wintour (damals 68) sitzt sie nun in der gleichen Loge. Beim Tennisturnier in New York macht die gebürtige Amerikanerin eine gute Figur.  © John Palmer/Imago
Prinz Harry und Meghan Markle besuchen die Endeavour Fund Awards im Mansion House in London.
Jetzt passt alles zum gesellschaftlichen Ansehen: Der Style, die Haare, die Haltung, die Laune – Wieder besucht das Herzogspaar die Endeavour Fund Awards diesmal im Mansion House. Meghan scheint sich und ihren eigenen Stil zunehmend zu finden. Doch hinter den Kulissen brodelte es. Etwa ein Jahr nach dieser Aufnahme wurden die beiden am 1. April endgültig zu Privatpersonen.  © Doug Peters/Imago
Prinz Harry und Meghan Markle im Jahr 2022: Die Herzogin glänzt von Kopf bis Fuß in Weiß gekleidet am Rande der Invictus Games in Den Haag.
Prinz Harry und Meghan Markle im Jahr 2022: Die Herzogin glänzt von Kopf bis Fuß in Weiß gekleidet. Ihr Style wird vielfach kopiert, ihre Haare sind längst zu ihrem Markenzeichen geworden.  © Sem van der Wal/Imago
Meghan Markle steht nach dem Dankgottesdienst zum 70. Thronjubiläum von Queen Elizabeth vor der St. Paul’s Cathedral.
Zum 70. Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. nahmen Prinz Harry und seine Frau Meghan am Dankgottesdienst mit der Royal Family teil. Neben Zara Tindall (41) und Harrys weitläufiger Verwandtschaft lieferte die Herzogin nun einen makellosen Auftritt ab. Das Verhältnis ist zwar noch angespannt, aber zumindest mit dem Classy Chic hat Meghan längst kein Problem mehr. Aus der ehemaligen Seriendarstellerin ist nun endgültig die Herzogin von Sussex geworden.  © Doug Peters/Imago

Sowohl die Netflix-Dokuserie als auch Harrys Autobiografie dürften den Herzog und die Herzogin von Sussex in eine heikle Position bringen. Sie sind auf die Einnahmen aus den Verträgen angewiesen, doch die umstrittenen Projekte könnten ihre Beziehung zu Harry Familie irreparabel schädigen. Die Stimmung zwischen den einstigen „Fab Four“ ist ohnehin schon angespannt: Als William und Kate nach Boston reisten, entschied sich Kate bewusst gegen ein Treffen mit Harry und Meghan. Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, pagesix.com

Rubriklistenbild: © dpa/PA Wire/Emilio Morenatti; dpa/PA Wire/Yui Mok (Fotomontage)

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