Tochter Ingrid Alexandra mit Corona

Kronprinzessin Mette-Marit seit 2018 unheilbar krank - Sie musste schon einige Termine ausfallen lassen

Haakon Mette Marit Königshaus Norwegen
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Haakon (links), Kronprinz von Norwegen, und Mette-Marit (mittig), Kronprinzessin von Norwegen, nehmen an der Konfirmation ihres 14-jährigen Sohns teil.

Im norwegischen Königshaus ist der 20. Hochzeitstag von Kronprinz Haakon und Mette-Marit ein Thema - doch auch Lungenkrankheiten.

Oslo - Es sollte eine schöne Veranstaltung werden im norwegischen Königshaus. Mette-Marit, die angeheiratete Kronprinzessin wollten mit ihrem Kronprinzen Haakon das 20-jährige Jubiläum ihrer Märchenhochzeit aus dem Jahr 2001 feiern. Doch daraus wurde jetzt nichts - und das liegt nicht an Mette-Marits unheilbarer Krankheit.

Es war eine kurze Schock-Nachricht, die den Schatten über das Königshaus legte: Ingrid Alexandra, die bald 18-jährige Tochter des Traumpaares ist an Corona erkrankt. Ausgerechnet eine Lungenkrankheit verhindert das Fest, denn auch Mette-Marit muss wegen ihrer Lungenkrankheit immer mal wieder „kürzertreten“, wie sie selbst sagt. Nun geht es erstmal um das Wohl der Tochter.

Mette-Marit unheilbar krank - Tocher leidet an Corona

Im August 2001 feierten Haakon und die Bürgerliche Mette-Marit Tjessem Høiby eine Märchenhochzeit. Nicht alles ist seitdem einfach gewesen im Leben des Paares. Eine Erkrankung und die Kinder haben die beiden noch stärker zusammengeschweißt.

Für einen kühlen Skandinavier war diese Liebeserklärung das Höchste der Gefühle. „Liebe Mette-Marit, in deiner Seele lodert es“, sagte Kronprinz Haakon zu seiner zu Tränen gerührten Braut im weißen Hochzeitskleid, die an diesem Tag von der Bürgerlichen zur Kronprinzessin wurde. Empfindsam sei sie, mutig, manchmal auch „ein bisschen unsicher“, temperamentvoll und noch so einiges mehr, wie der Thronfolger liebevoll aufzählte. „Du hast viel Humor und ein warmes, großes Herz. Mit anderen Worten bist du ein ganz fantastisch komplexer Mensch.“ Er sei stolz, sich als ihr Lebenspartner bezeichnen zu dürfen. „Mette-Marit, ich liebe dich!“

Mette-Marit und Haakon: 20 Jahre verheiratet - doch viele Situationen waren schwer

20 Jahre ist dieses rührende Liebesbekenntnis mittlerweile her, dem am 25. August 2001 rund 400 Hochzeitsgäste im Ballsaal des Osloer Schlosses sowie Millionen Zuschauer vor den Fernsehern gelauscht hatten. Norwegen hat damals ein Kronprinzenpaar bekommen, das offener und bürgernäher war als frühere Generationen. Die Königsfamilie ist auch dank Mette-Marit seitdem immer beliebter geworden - und hat den Norwegerinnen und Norwegern bewiesen, dass sie in den schwersten Stunden auf ihren Hof zählen können.

Mette-Marit Tjessem Høiby wurde an diesem Sommertag trotz einer umstrittenen Vergangenheit mit wilden Partys und Drogen wärmstens in der Königsfamilie willkommen geheißen. „Ich habe häufig über dich gelesen, dass du das gewöhnliche Mädchen bist, das heute zu Norwegens Kronprinzessin wird. Das stimmt nicht mit meinem Eindruck überein“, sagte Haakons Vater König Harald V. vor der schmunzelnden Hochzeitsgesellschaft. „Du bist kein gewöhnliches Mädchen. Du bist ein außergewöhnliches Mädchen. Du bist außergewöhnlich offen und ehrlich, außergewöhnlich engagiert, hast eine außergewöhnliche Willensstärke. Du bist außergewöhnlich mutig.“

Außergewöhnlich auch, wie offen Mette-Marit mit ihrer Vergangenheit umging. „Du schlägst jetzt ein ganz neues Kapitel in deinem Leben auf, dessen Seiten völlig blank sind“, sagte Bischof Gunnar Stalsett dazu während der Trauung im Osloer Dom. Mit Blick auf ihren damals vierjährigen, unehelichen Sohn Marius meinte der Bischof: „Du hast anderen alleinstehenden Müttern einen Weg gezeigt.“

Mette-Marit und Haakon: Anders Breivik sorgte für Terror - Das Land fand halt im Königshaus

Zehn Jahre nach ihrer Hochzeit erreichte der Terror Norwegen. Am 22. Juli 2011 zündete der Rechtsextremist Anders Behring Breivik zunächst im Osloer Regierungsviertel eine Bombe, ehe er auf der Insel Utøya beim Sommerlager der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei ein Massaker anrichtete. 77 Menschen kamen an diesem Tag ums Leben, darunter auch Mette-Marits Stiefbruder.

Norwegen suchte im Anschluss Halt - und fand ihn bei seinen Royals. Harald und Haakon zeigten der Bevölkerung gemeinsam mit dem damaligen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg den Weg auf, um Breiviks Hass nicht mit Rachsucht, sondern mit Liebe und Zusammenhalt zu begegnen.

Vor einem Monat besuchten Haakon und Mette-Marit anlässlich des zehnten Jahrestags der Anschläge Utøya. In ihrer Mitte saß dabei noch jemand anderes: Prinzessin Ingrid Alexandra. Ein gutes halbes Jahr vor ihrem 18. Geburtstag wächst die Nummer zwei der norwegischen Thronfolge allmählich in die Aufgaben einer Königshausvertreterin hinein. Mit ihrem Interesse für den Umweltschutz und ihrer Leidenschaft für den Sport - vom Skifahren über Kickboxen bis zum Surfen - verleiht sie dem Hof frischen Wind wie einst ihre Mutter.

Mette-Marit erhielt 2018 die schlimme Diagnose: Unheilbar krank - Lungenfibrose

Mit Ingrid Alexandra und ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder Sverre Magnus wachsen zwei Königsenkel heran, um die sich die Norweger offenbar keine Sorgen machen müssen. Das täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass das Kronprinzenpaar auch harte Zeiten durchmachen musste. Dazu zählte auch die Diagnose, die Mette-Marit im Herbst 2018 erhielt: Sie habe eine Lungenfibrose, gab sie selbst in den norwegischen Abendnachrichten bekannt. Dabei handelt es sich um eine nicht heilbare Erkrankung, bei der die Lunge durch eine chronische Entzündung des Bindegewebes angegriffen wird.

Auf dem Foto von links nach rechts: Haakon, Kronprinz von Norwegen, Ingrid Alexandra, Prinzessin von Norwegen, Sverre Magnus, Prinz von Norwegen, und Mette-Marit, Kronprinzessin von Norwegen, posieren für das Weihnachtsfoto 2020 im Königlichen Palast-

Seitdem macht man sich in Norwegen regelmäßig Sorgen um Mette-Marit, wenn sie den einen oder anderen Termin gesundheitsbedingt ausfallen lassen muss. Dass sie gelegentlich etwas kürzertreten muss, hatte die Kronprinzessin aber bereits nach der Diagnose angekündigt. Und Haakon versicherte damals: „Wir haben gute Tage vor uns.“

Mette-Marit und Haakon sehen positiv in die Zukunft: „Muss zuallererst Mette sein“

Und diese guten Tage haben sie auch, wie sie jüngst in einem Podcast des Senders NRK beschrieben. Darin zeigte sich Mette-Marit stark und verletztlich zugleich: „In der Zeit meiner Krankheit ist es für mich wichtiger denn je gewesen, einfach nur Mette zu sein“, sagte sie. „Und dass das in Ordnung ist. Dass ich mich nicht als Kronprinzessin definieren muss, sondern das Recht habe, zuallererst Mette zu sein.“ (ank mit dpa)

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