Mickie Krause und Peter Wackel

Sie flogen extra nach Namibia: Ballermann-Stars feiern Konzert-Party im Corona-Risikogebiet

Mickie Krause und Peter Wackel flogen für einen Auftritt nach Namibia. Der gute Zweck der Aktion ist eigentlich löblich, trotzdem gab es auch Wirbel.

  • Wegen der Corona-Pandemie müssen die Partyschlager-Stars auf Auftritte am Ballermann verzichten.
  • Mickie Krause und Peter Wackel hatten nun nach etlichen Monaten mal wieder einen Auftritt - in Namibia.
  • Das Konzert sorgte trotz des guten Zwecks aber für Wirbel - denn Namibia zählt zu den Corona-Risikogebieten.

Windhuk - Auch Ballermann-Stars haben es gerade nicht leicht. Die großen Partyschlager-Sänger, die ansonsten die gröhlenden Massen auf Mallorca erfreuen, müssen wegen der Corona-Pandemie aktuell auf ihre Auftritte in Bierkönig, Megapark und Co. verzichten. Auch Mickie Krause, der ab Ende Februar bei „Let‘s Dance“ dabei ist, hat das Auftrittsverbot schwer getroffen.

Seit vergangenem März hatte Krause nur einen einzigen Auftritt. Jetzt kam ein weiterer dazu, der aber für Wirbel sorgte. Denn unter dem Motto „Stars under African skies“ hat der Sänger in Namibia für Stimmung gesorgt. Der Schlagerstar trat gemeinsam mit Sänger Peter Wackel in dem afrikanischen Land auf. Der Erlös soll in den Bau einer Schule für das Volk der Himba fließen - Krause ist Botschafter der Initiative „Fly & Help“ der Reiner-Meutsch-Stiftung. Zwei Schulen hat er in dem Land bereits mitfinanziert.

Ballermann-Stars treten in Corona-Risikogebiet auf: So lief ihr Auftritt ab

Eigentlich natürlich ein löblicher Konzert-Ansatz, allerdings wegen des Coronavirus aktuell natürlich auch nicht ganz ohne Risiko. Denn vom Auswärtigen Amt besteht aufgrund der steigenden Virus-Fallzahlen eine Reisewarnung für Namibia. Unter diesen Umständen eine wilde Schlager-Party zu feiern, klingt schwierig. Bereits vorab war Krause ob der Reise deutlicher Kritik ausgesetzt.

Mickie Krause bei seinem Auftritt in Namibia.

Eigentlich waren für das Konzert ursprünglich sogar mal 600 Besucher:innen geplant. Allerdings herrschen auch in Namibia strikte Corona-Vorschriften, die Versammlungen mit maximal 50 Personen erlauben. Deshalb wurde auch beim Ballermann-Konzert die Teilnehmerzahl reduziert auf drei Konzerte mit je 50 Gästen. „Es lief alles Corona-konform ab. Die 50 Leute saßen an 8 Tischen, pro Tisch höchstens aus zwei Haushalten. Das waren in erster Linie Familien“, erzählt Krause der Bild. Außerdem sei nicht getanzt worden und auch der Mindestabstand wurde laut dem Mallorca-Star eingehalten.

Bei Krauses Fans sorgte die Aktion aber nicht nur positiv für Aufsehen. bereits vor den Konzerten zeigten einige Menschen in den sozialen Netzwerken Unverständnis. Und auch nun kritisierten einige Follower auf Instagram den Ballermann-Star dafür, dass er diese Reise während der Corona-Pandemie antrat. „Das ist eine Spendenreise, kein Urlaub. Wenn ich Urlaub machen würde, dann auf den Malediven. Aber daran habe ich derzeit gar kein Interesse. Selbst in mein Häuschen auf Mallorca fliege ich nicht“, erklärt Krause gegenüber dem Express zu den Vorwürfen.

Mickie Krause und Peter Wackel in Namibia: Bei ihrem Auftritt lief lange nicht alles glatt

Wegen der Restriktionen hatte Mickie Krause eigentlich bis zuletzt mit einer Absage des Auftritts gerechnet. Umso mehr freute es ihn dann aber, dass er endlich wieder singen durfte. „Ich war glücklich, wieder auf der Bühne zu stehen“, erklärte Krause der Deutschen Presse-Agentur. „Für mich und Peter war es wie Balsam für unsere Seele, endlich mal wieder auftreten zu können. Es macht eigentlich kaum einen Unterschied, ob wir vor 50 oder 50.000 Leuten auftreten. Eine gelungene Veranstaltung für den guten Zweck! Von den Eintrittsgeldern werden Schulen gebaut. Das war das Ziel der Reise und das ist erfüllt“, führte er gegenüber der Bild weiter aus.

Ganz glatt lief beim Auftritt dann allerdings doch nicht alles - was aber nicht am Coronavirus lag. Gleich zum Auftakt störte das Wetter den Auftritt. Rund 30 Minuten habe es sturzflutartig geschüttet, zweimal fiel der Strom aus. „Ich hatte Palmenrauschen, aber auch Weltuntergangsstimmung“, meinte der Sänger anschließend. Der Stimmung habe es aber keinen Abbruch getan: „Das hat wirklich gut getan“, erzählte Krause später. (han)

Rubriklistenbild: © Jannik Läkamp

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