Depressionen, Panik, Fehlgeburt

Mirja du Mont packt über Privatangelegenheiten aus: „Meine Eltern haben nur um mich geweint“

Äußerlich hat man es ihr nicht angesehen, doch Mirja du Mont hat in den vergangenen beiden Jahren einen sehr steinigen Weg mit Krankheit und Leid hinter sich gebracht.

München - Lange blonde Mähne, charmantes Lächeln, quirliges Wesen - so haben die meisten Mirja du Mont wohl im Kopf. Doch von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt hat das Model in den vergangenen zwei Jahren viel durchgemacht und musste mitunter schwere Schicksalsschläge verkraften. Jetzt berichtet sie in Bild offen von ihrem langen Weg zurück.

Mirja du Mont hatte sich 2016 nach etwa 16 Jahren Ehe von Sky du Mont getrennt. Die beiden bleiben trotz der Scheidung Freunde, erziehen die beiden Kinder gemeinsam als Team. Sogar eine neue Liebe fand die heute 45-Jährige. Beruflich war sie viel unterwegs und ständig in neuen Projekten, wie sie im Gespräch mit Bild berichtet. Doch trotz Einvernehmlichkeit waren die Trennung und der Stress zu viel für die zweifache Mutter. 2018 erlitt sie einen Hörsturz. „Ich habe enorm viel gearbeitet, bin von einem Job in den nächsten gehetzt. Ich wollte alles perfekt machen. Und dann ist dieser äußerliche Stress irgendwie nach innen gewandert und hat angefangen, mich aufzufressen.“

Mirja du Monts langer Leidensweg: Sie berichtet von Krankheit und großer Angst

Von diesem Moment an schien es für du Mont zunächst bergab zu gehen. Denn zum Tinnitus gesellten sich Depressionen und eine Panikstörung. Doch Mitgefühl erhielt Mirja nicht viel: „Man schaut Menschen immer nur vor den Kopf – wie kaputt und krank es in mir drin ausgesehen hat, das haben nur wenige mitgekriegt. Bei einem gebrochenen Bein bekommt man auf jeden Fall mehr Mitgefühl und Mitleid geschenkt.“

Irgendwann blieb für du Mont nur noch das alles bestimmende Gefühl der Angst. „Ich hatte sogar Angst, alleine zu Hause in meinem Wohnzimmer zu sitzen. Angst, nachts schlafen zu gehen, weil dann das Rauschen in meinem Ohr immer lauter werden würde“, erzählt sie. Schließlich ließ sie sich sechs Wochen lang stationär in einer psychosomatischen Klinik behandeln. Die Behandlung dort sei ihr „Zufluchtsort“ gewesen. Sie habe zwar gefürchtet in der Öffentlichkeit verurteilt zu werden, aber auch keinen anderen Ausweg mehr für ihre Situation gesehen.

Schwerer Schicksalsschlag: 2019 erleidet Mirja du Mont eine Fehlgeburt

„Ich wusste ja gar nicht mehr, wie ich mein Leben auf die Reihe kriegen sollte“, so du Mont. Auch für ihr privates Umfeld war die schwierige Situation natürlich belastend. „Meine Eltern waren so fertig, dass sie auch nur geweint haben. Ich habe zwei Kinder, um die ich mich kümmern musste. Aber ich konnte mich nicht mal mehr um mich selbst kümmern.“ Ihr Ex-Mann Sky habe sich sehr gut um den gemeinsamen Nachwuchs gekümmert. Die relativ frische Beziehung zu ihrem neuen Freund trug in dieser Zeit ebenfalls Spuren davon. Es habe keine „schöne Minute“ mehr gegeben, habe sich ihr Freund beklagt. Dann kam es noch schlimmer.

Denn Mirja du Mont wurde ungeplant noch einmal schwanger, erlitt aber im Juni 2019 eine Fehlgeburt. Sie und ihr Lebensgefährte hätten sich sehr auf das Überraschungskind gefreut, berichtet sie. „Das war schrecklich. Ich und mein Freund hatten dieses Baby nicht geplant, wir haben es einfach als Geschenk gesehen. Die Belohnung für die ganze Scheiße, durch die ich die Monate vorher gehen musste.“ Mittlerweile scheint es Mirja du Mont wieder besser zu gehen. Ihren Weg will sie nun mit anderen teilen. (mam)

Rubriklistenbild: © Instagram/ Mirja du Mont/ Screenshot

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