Schauspielerin im tz-Interview

Promi-Magnet München: TV-Star ist in die Stadt gezogen - „Ich fahr‘ voll auf München ab!“

Aglaia Szyszkowitz
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Aglaia Szyszkowitz ist München-Fan.

TV-Star Aglaia Szyszkowitz ist nach München gezogen. Im tz-Interview erklärt die österreichische Schauspielerin, was sie an der Landeshauptstadt liebt.

München - Eigentlich kommt sie aus Österreich, seit vielen Jahren lebt Schauspielerin Aglaia Szyszkowitz (53, Zimmer mit Stall, ARD*) mit ihrem Mann Marcus Müller und den Söhnen Frederic und Samuel aber in einem Vorort südlich von München*. Nun hat die Familie ihr schickes Eigenheim gegen eine schöne Stadtwohnung eingetauscht. Warum sie das gemacht haben, verriet der TV-Star, der gerade in der neuen „Joyn Plus“-Serie Katakomben zu sehen ist, tz-Reporter Armin Lissfeld. 

In Ihrem neuen Film Katakomben mischen Sie als Stadtbaurätin im Münchner Rathaus mit und durften zur Rollenvorbereitung dort sogar wirklich ein paar Wochen eintauchen...
Aglaia Szyszkowitz: Die Stadtbaurätin Elisabeth Merk hat mir ein paar spannende Einblicke in ihren Alltag gewährt. Die machen einen guten Job, wie ich finde. Sie sind sich dessen bewusst, dass München unbedingt mehr bezahlbaren Wohnraum benötigt – aber es ziehen viele unterschiedliche Kräfte an so einer Stadtbaurätin und ihrem Team. Was mir in München immer wieder sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass die Kluft zwischen Arm und Reich eigentlich täglich größer wird. Es gibt immer mehr Menschen, die in Geld schwimmen und andere, die sich überhaupt keine Wohnung in dieser Stadt mehr leisten können. 
Sie selbst sind gerade erst aus einem Vorort bei München in die Stadt gezogen...
Szyszkowitz: Ich hatte die Nase voll vom beschaulichen Vorort-Eigenheim, wollte lieber ins Zentrum des Geschehens. Wir wohnen jetzt in direkter Nachbarschaft vom Münchner Prinzregententheater, und ich genieße es, den Schauspielschülern von der August-Everding-Akademie zu lauschen, wenn sie im benachbarten Park proben. Es ist ein neues, herrliches Lebensgefühl.
Was halten Ihre Söhne von der neuen Umgebung?
Szyszkowitz: Frederic (23) ist aus dem Haus und studiert Medizin in Brandenburg. Und Samuel, der mit seinen 17 Jahren gerade seine Sturm-und-Drang-Phase erlebt, findet es natürlich großartig. Er unternimmt gerade erste Gehversuche als Schauspieler. Er probt aktuell ein Stück am Residenztheater und wartet darauf, endlich Premiere feiern zu dürfen.
Apropos Sturm-und Drang-Phase. Wie wild war die junge Aglaia?
Szyszkowitz: Ich bin die älteste von vier Töchtern und war ein Spätzünder. Ich habe mich als Teenager weder geschminkt noch geraucht noch Alkohol getrunken. Ich bin erst wild geworden, als ich ans Theater kam. Meinen ersten Freund hatte ich mit 22 Jahren. Und meinen ersten Joint habe ich mit 23 geraucht, als ich mit Straßenmusikern durch Amsterdam tingelte. Hat bei mir aber kein Feuer entfacht. Drogen waren nie mein Ding.
Nach Ihrer Matura in Graz wollten Sie eigentlich Ärztin werden...
Szyszkowitz: Ja. Aber nach einem Jahr Medizinstudium ergab sich plötzlich alles ganz anders. Ich fing mir beim Sezieren eine Hepatitis-Infektion ein und lag ein paar Wochen flach. In dieser Phase fing ich an, Theaterstücke zu lesen und mein Interesse an der Schauspielerei flackerte wieder auf. Die erste Schauspielschule, das renommierte Reinhard-Seminar in Wien, empfahl mir dann zwar, ich solle doch besser weiterhin Medizin studieren, aber ich blieb am Ball. Ich habe das nie bereut, ich bin genau im richtigen Beruf gelandet.  
Wie hat Corona* Ihr Leben verändert?
Szyszkowitz: Ich habe nach zwanzig Jahren endlich wieder intensiv mit dem Musizieren begonnen. Ich spiele wieder Geige und singe. Zusammen mit Michael Roll und ein paar anderen Freunden haben wir eine kleine Combo ins Leben gerufen, und wir werden immer besser!

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