Im RBB-Fernsehen

Münchener Freiheit: Auftritt bei der Schlagernacht - "Leben die auch noch?"

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Stefan Zauner (Mitte) und die Münchener Freiheit – jetzt hat sich der Sänger nach über 30 Jahren von der Band getrennt

München - Wechsel bei der Münchener Freiheit: Nach 30 Jahren ist Stefan Zauner bei der Band ausgestiegen. Nun gab es ein Wiedersehen mit der Band bei der RBB-Schlagernacht. 

Update 28.6.2019: Großes Wiedersehen mit der "Münchener Freiheit"! Der RBB zeigte am Freitagabend "Die Schlagernacht 2019 in der Berliner Waldbühne". Neben Ben Zucker, VoXXclub, Howard Carpendale und Beatrice Egli war auch die Münchner Freiheit dabei. 

Manche Fans waren über das Wiedersehen verwundert. "Die Münchener Freiheit. Leben die auch noch?", schrieb eine Twitter-Userin. Woraufhin ein anderer antwortete "Die alten Songs sind schon deutsches Kulturgut." Ein anderer bedauert, dass Stephan Zauner nicht mehr singt. Ohne ihn sei die Band "nur noch die Hälfte wert." 

Ein weiterer Twitter-User gesteht: "Bin gerade bei der Schlagernacht 2019 im TV hängen geblieben und höre gerade Münchner Freiheit. Es geht zu Ende mit mir." Woraufhin ein anderer antwortet: "Keine Angst. Du bist nicht allein."

Münchener Freiheit: Sänger weg - Nachfolger gefunden

Meldung vom 15.11.2011 - Tausendmal Du ist nicht mehr – nach 30 Jahren gemeinsamer Band-Karriere hat sich Frontmann und Gründungsmitglied Stefan Zauner von seiner Münchener Freiheit getrennt. Stefan sucht seine neue Freiheit. Im Streit habe man sich nicht getrennt, alles lief einvernehmlich – und war übrigens von langer Hand vorbereitet.

„Ich wollte das 30-jährige Jubiläum miterleben, das war mein Fernziel, und auch die Tournee mitmachen“, sagte Zauner der tz. „Aber intern stand meine Entscheidung schon länger fest.“

Sprich: Schon seit rund einem halben Jahr, und daher hat die Band bereits einen Nachfolger präsentiert (siehe unten). Ohne Dich schlaf’ ich heut’ Nacht nicht ein war einmal, Zauner ist entspannt und hat keine Albträume.

Die Gründe für seinen Rückzug? „Erstens: Wenn man die Hoch-Zeiten in den 80ern alle erlebt hat, dann ist es gut, das jetzt zu beenden in Zeiten, wo es noch okay ist. Zweitens möchte ich kreativ bleiben, und das wurde mir ein bisschen genommen: Alle Konzertbesucher warteten immer nur auf die 80er-Titel. Das ist okay und geht mir etwa bei Genesis auch so, aber solo kann ich mich besser verwirklichen. Ich will mal schauen, wo es mich hintreibt – und hoffe, dass mir meine Fans treu bleiben.“ Und drittens? „Die Zeit vergeht rasend schnell durch die immergleiche Wiederholung des Lebens-Ablaufes. Neulich war ich in einer Halle und sagte: ‚Da war ich doch letztes Jahr!’ Doch in Wahrheit waren es bereits fünf Jahre!“

Auch als Producer will sich der 59-Jährige stärker etablieren. „Die Leute saßen ja nicht rum und haben auf mich gewartet, daher brauche ich etwas Geduld“, so der Musiker.

Den neuen Sänger Stephan Thielen hat Zauner noch nicht gehört, „aber ich fahre nächste Woche mal in die Stadt und werde vorbeischauen. Das interessiert mich. Wir haben uns ja zum Glück nicht im Schlechten getrennt.“

Die Münchener Freiheitlebt also weiter. Manager Jürgen Thürnau verweist darauf, dass das übrige Quartett „die Formation ja mitgestaltet haben“. Zudem seien „alle so um die 55, da kann man keine neue Formation mehr aufbauen. Sie leben von diesem Beruf“.

Seit Ende September letzten Jahres hatte das Management keine neuen Aufträge mehr angenommen – im Wissen um Zauners Freiheit-Freiheitsdrang. Einen CD-Schnellschuss soll es nicht geben: „Wir lassen uns Zeit, haben schon einige Songs, aber viel zu wenig für ein Album. Im Herbst 2012 kann man mit einer neuen CD rechnen“, sagt Thürnau. Mal sehen, ob die neue Freiheit vielleicht sogar jedem guttut.

Matthias Bieber

tz-Stichwort Münchener Freiheit

Stefan Zauner, Aron Strobel, Freddie Erdmann und Günter Stolz gründeten 1980 die Münchener Freiheit. Von den vier „Dinos“ ist nach Zauners Rücktritt nur noch Gitarrist Strobel übrig. Die Münchner Band zählte in den 80ern zu den erfolgreichsten deutschen Pop-Acts. Mit ihrer Schmuse-Retro-Nummer „Oh Baby“ schaffte es die Band 1984 erstmals in die Charts. Der große Hit kam mit „Ohne dich (schlaf’ ich heut’ Nacht nicht ein)“ zwei Jahre später. Weitere eindrucksvolle Erfolge: „Tausendmal Du“ und „So lang’ man Träume noch leben kann“.

Der Neue heißt Stephan statt Stefan

Der zweite von rechts ist der Neue: Er heißt Stephan Thielen, ist 45 Jahre alt und hat die gleiche Tenor-Stimmlage wie Vorgänger Zauner. Vor einer Woche ist er nach München gezogen. Von seiner neuen Band hat er bereits 14 Nummern drauf, sagt das Management. In ein paar Monaten soll es auf die erste gemeinsame Tournee gehen, in einem Jahr soll ein neues Album erscheinen.
Von den Gründungsmitgliedern ist nach Zauners Ausstieg nur noch Aron Strobel dabei (Mitte). Die weiteren Musiker (von links): Rennie Hatzke, Alex Grünwald und Michael Kunzi.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Musikwirkung auf den Körper
Elektropop (z.B. Lady Gaga, Alejandro):  Bei einem Tempo über 72 bmp haben Musikstücke insbesondere auf Frauen aufputschende Wirkung. Frequenz: 80 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Rock/Pop (z. B. U2 – Beautiful Day): Gut für Männer, da sie häufig zu höheren Blutdruck als Frauen neigen. Ihre Leistung wird durch hohe motorische Erregung beeinträchtigt. Aus diesem Grund führen bei Männern tendenziell ruhigere, fließende Klänge zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit. Frequenz: unter 72 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Akustik/Folk/Blues (z. B. Jack Johnson – Wasting Time): Ruft stärkste Reaktion des Körpers hervor, da das Tempo einem verlangsamten Herzrhythmus ähnlich dem Schlafzustand entspricht. Dabei kommt es beim Zuhörer zur größten Entspannung, zur Beruhigung der Atmung und zur Entkrampfung der Muskulatur. Frequenz: 60 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Klassik (z. B. Wolfgang Amadeus Mozart – „Lacrimosa“ aus dem Requiem):  Die klassischen Klänge im langsamen Tempo helfen bei Schlafstörungen und lösen körperliche Verspannungen. Daher wird heute häufig in Zahnarztpraxen oder OP-Sälen klassische Musik zur präoperativen Angstreduktion der Patienten abgespielt. Frequenz: 65 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Oper (z. B. Guiseppe Verdi – „Triumphmarsch“ aus der Aida): Kann die Konzentrationsfähigkeit fördern und sich positiv auf den Blutdruck auswirken. So führte Verdis emotional mitreißende Opernmusik aus Aida in wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer Blutdrucksenkung um durchschnittlich 5 mmHg bei den Zuhörern. Frequenz: 100 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Heavy Metal (z. B. Metallica – Enter Sandman): Das Lied beschleunigt die Herz-Kreislauf-Aktivität, da das Tempo dem Herzschlag während höherer Belastungen entspricht. Daher kommt es zu einer aufputschenden Wirkung. Frequenz: über 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Hard Rock (z. B. AC/DC – Highway To Hell): Hard Rock-Musik im schnellen Tempo wie dieser Klassiker kann zum Abbau von Aggressionen beitragen und helfen, Ängste und Frustrationen zu überwinden. Frequenz: im Mittel bei ca. 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Latino-Pop (z. B. Shakira – Waka Waka): Der beschwingte, lateinamerikanische Rhythmus im schnellen Tempo bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und kann helfen, melancholische Augenblicke zu überbrücken. Frequenz: ca. 125 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Chanson (z. B. Beispiel: Udo Jürgens – Aber bitte mit Sahne): Hat einen anregenden Effekt, hilft gegen Müdigkeit. Hat eine Stimmung-aufhellende Wirkung und verbessert die Leistungsfähigkeit. Frequenz: 120 Hz. © dpa
Musikwirkung auf den Körper
Schlager (z. B. Jürgen Drews – Ein Bett im Kornfeld): Das mittlere Tempo erzeugt Ausgeglichenheit und hilft gegen Stress-Symptome. Kann darüber auch motivationssteigernd wirken. Frequenz: 110 Hz. © dpa

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