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Obwohl er mit Schlagersongs reich wurde: Komponist Ralph Siegel musste sein Haus verkaufen

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Ralph Siegel hat als Komponist von erfolgreichen deutschen Schlagerhits viel verdient. Doch es gab eine Phase, in der das Geld nicht so locker saß.

München – Ralph Siegel (78) ist einer der erfolgreichsten Komponisten Deutschlands, doch zuletzt hatte er mit Problemen zu kämpfen. Die Gesundheit machte ihm zu schaffen. Doch inzwischen hat er sich von seiner Rücken-OP erholt, die ihm Höllenqualen beschert hatte. Zum Glück, denn bald steht in München die Premiere seines Musicals an.

Ralph Siegel verkaufte für Musical-Traum das Haus seines Vaters

Aktuell gönnt sich Siegel eine Verschnaufpause von den Strapazen im US-Bundesstaat Florida. Am 9. Mai startet im Deutschen Theater das Musical „Ein bisschen Frieden – Summer of Love“. Es ist bereits das vierte der ESC-Legende, doch der Weg zum Musical-Produzenten war steinig.

Nachdem erste Produktionen mit Partnern nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatten, erfüllte sich Siegel mit seinem ersten eigenen Musical „Johnny Blue“ 2015 einen Lebenstraum. Nach der Uraufführung im tschechischen Brünn war er sichtlich gerührt gewesen. Auch mit dem nächsten Stück „Zeppelin“, das ab Ende Mai wieder im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen aufgeführt wird, begeisterte der Schlager-Komponist das Publikum.

Ralph Siegel musste 2,5 Millionen Euro Verlust ausgleichen

Doch für dieses Stück, das im Oktober 2021 Premiere feierte, ging er ein großes Risiko ein. Wegen der Corona-Pandemie seien damals drei Anläufe nötig gewesen, erzählte Siegel der Zeitschrift Woche der Frau (Ausgabe 24-18). „Um 2,5 Millionen Euro Verlust auszugleichen, musste ich das Haus in Italien verkaufen.“ Das Haus hatte sein Vater vor 50 Jahren erworben. Ralph Siegel, der nur durch Zufall seinen Halbbruder kennenlernte, erbte es später.

Ralph Siegel sitzt in seinem Haus in Grünwald.
Ralph Siegel musste für seinen Musical-Traum das Haus seines Vaters verkaufen. © IMAGO / MiS / Weißfuß / Canva / Montage

Ob sich das Risiko gelohnt habe, sei „sehr schwierig“ zu sagen, gestand er. „Dennoch ist es für mich eine große Erfüllung, zumal auch mein Vater – ebenso wie mein Vorbild George Gershwin – Musicals geschrieben hat.“ Jetzt freue er sich mit seiner Frau Laura auf die Premiere von „Ein bisschen Frieden“ und hoffe, dass die Leute aufstehen und sagen: „Schön war‘s!“ Verwendete Quellen: Woche der Frau (Ausgabe 24-18)

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