Nach Sylt-Video: „Let’s Dance“-Star Motsi Mabuse lässt Wut freien Lauf – „Erlebe jeden Tag Rassismus“

Nach dem Skandal-Video von Sylt ist „Let’s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse der Kragen geplatzt und sie hat sich zum Thema Rassismus geäußert.
Köln – Nach dem Finale der diesjährigen „Let’s Dance“-Staffel widmete Jurorin Motsi Mabuse (43) ihre Energie einem anderen und weniger positiven Thema. Wie die „Bunte“ berichtet, meldete sich die in Südafrika geborene Mutter einer Tochter in ihrer Instagram-Story zu Wort und ließ dort ihrer Wut freien Lauf. Anlass war das kürzlich öffentlich gewordene Video von jungen Menschen, die in einer Bar auf Sylt rassistische Gesänge anstimmten.
„Wie oft wollt ihr geschockt sein?“: Motsi Mabuse macht ihrer Wut Luft
Laut Aussage in ihrer Instagram-Story habe Mabuse sich eigentlich bisher zusammengerissen, da sie sich auf das „Let’s Dance“-Finale konzentrieren wollte. Doch danach war offenbar Schluss damit und die 43-Jährige fand klare Worte zu ihren Wahrnehmungen vom Umgang von Politikern mit Rassismus in diesem Fall und im Allgemeinen: „Eine Sache geht mir so auf den Keks, und zwar, wenn die Politiker jetzt alle rauskommen und sagen: ‚Wir sind geschockt, oh mein Gott‘.“
Die Menschen würden seit Jahren, Monaten, Wochen, Tagen reden. „Und ihr seid geschockt? Wie oft wollt ihr geschockt sein? Seid ihr seit der Geburt geschockt? Wen veräppelt ihr in Wirklichkeit denn alle?“, redete sich die Tanzjurorin, die mit 18 Jahren alleine nach Deutschland kam, in Rage. Auch sie selbst habe bereits von frühester Kindheit an Erfahrungen mit Rassismus machen müssen.
Motsi Mabuse berichtete schon mehrmals von eigenen rassistischen Erlebnissen
Motsi Mabuse, die inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat, erzählte schon früher von ihren rassistischen Erlebnissen. So berichtete die „Gala“ beispielsweise 2017 über ein Interview in der Polit-Talkshow „Maischberger“, in dem Mabuse Anfeindungen gegen sie in den Sozialen Medien thematisierte und was sie dort für Nachrichten bekommen habe: „Sie werden mich mit einem Baseball-Schläger schlagen und ‚Affe‘ und so.“
Auch die „Bunte“ erinnerte nochmals daran, dass Motsi bereits vor drei Jahren darüber geklagt hätte, dass sie jeden Tag Rassismus erlebe. „Gestern war es glaube ich das erste Mal, dass ich in Deutschland eine Sendung gemacht habe und danach keine ekelhaften, rassistischen Texte bekam. Ich mache das jetzt mittlerweile seit 13 Jahren“, so die „Let’s Dance“-Jurorin damals. Motsi Mabuse wollte ihre „Let‘s Dance“-Karriere auch schon mal beenden. Verwendete Quellen: bunte.de, gala.de