Nächste Auszeichnung für Gottschalk

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Thomas Gottschalk ist "Unterhaltungsjournalist des Jahres".

Berlin - “Wetten, dass...?“-Aussteiger Thomas Gottschalk ist nicht nur Showmaster, sondern auch “Unterhaltungsjournalist des Jahres“.

“Herausragende Kreativität, Spontaneität und geistreicher Witz“: Thomas Gottschalk ist seit Montagabend offiziell nicht nur Showmaster, sondern auch “Unterhaltungsjournalist des Jahres“. Eine mit Journalisten aller Fachrichtungen besetzte Jury des “Medium Magazins“ zeichnete den 61-Jährigen in Berlin mit diesem undotierten Ehrenpreis aus.

Auf der mit gut 100 Teilnehmern eher im kleinen Kreis gehaltenen Feier im Deutschen Historischen Museum in Berlin gab sich Gottschalk selbstironisch. Mit Blick auf die laufende Quoten-Debatte um seine neue ARD-Show “Gottschalk live“ sagte der Moderator: “Ich nehme diesen Preis gerne an und werde ihn morgen in mein Studio hängen. Die gute Nachricht: Meine Sendung sieht ja eh keiner.“ Neben einem Händedruck von einem seiner Kritiker bekam Gottschalk einen Füller, aber kein Geld.

Thomas Gottschalk -Seine Karrierestationen in Bildern

Ab 1971: Freier Mitarbeiter des Jugendfunks beim Bayerischen Rundfunk ( BR), ab 1973 Sprecher der “Abendschau“-Nachrichten. © dpa
1976: Gottschalk wird beim BR Festangestellter und heiratet seine Thea. Erfolg mit witzigen Radiomoderationen bei “Pop nach acht“. © dpa
1977: Er moderiert die Sendung “Telespiele“, die zunächst in einigen Dritten Programmen und ab 1980 bundesweit bei der ARD läuft. © dpa
1982: Mit Mike Krüger ist Gottschalk im Kinofilm “Piratensender Powerplay“ zu sehen. Weitere Filmrollen folgen. © dpa
Gottschalk wechselt zum ZDF. Bis 1987 präsentiert er dort “Na sowas“, eine Mischung aus Talk- und Musikshow. © dpa
26. September 1987: Er moderiert erstmals die ZDF-Sendung “Wetten, dass..?“ als Nachfolger von Frank Elstner. © dpa
1990: Gottschalk arbeitet auch für RTL. Von 1992 bis 1995 moderiert er eine Late-Night-Show. 1992/1993 pausiert er bei “Wetten, dass..?“ © dpa
1995 bis 1997: “Gottschalks Hausparty“ bei Sat.1. © dpa
1999: Mit seinem Bruder Christoph gründet er die Vermarktungsfirma dolce media GmbH in München © dpa
2004: “ Thomas Gottschalk. Die Biografie“ von Gert Heidenreich erscheint © dpa
September 2009: Mit Michelle Hunziker hat Gottschalk erstmals eine Co-Moderatorin bei “Wetten, dass..?“. © dpa
4. Dezember 2010: Der Kandidat Samuel Koch verunglückt bei einer Wette schwer und bleibt gelähmt. © dpa
12. Februar 2011: Gottschalk kündigt seinen Rücktritt nach Ablauf der Staffel im Sommer an. © dpa
30. April 2011: Gottschalk moderiert seine letzte reguläre “Wetten, dass..?“-Sendung. © dpa
18. Juni 2011: Gottschalk moderiert die Sommer-Ausgabe von “Wetten, dass..?“ auf Mallorca. © dpa
15. Juli 2011: Die ARD teilt mit, dass Gottschalk ab Januar 2012 viermal die Woche (Montag bis Donnerstag) vor der “Tagesschau“ eine tagesaktuelle halbstündige Live-Show mit Gesprächsgästen moderiert. Später wird bekannt: Die Show heißt “Gottschalk live“ und startet am 23. Januar. © dpa
8. Oktober, 5. November und 3. Dezember 2011: Die Termine der letzten drei “Wetten, dass..?“-Ausgaben mit Gottschalk - es soll sich um “Shows mit Erinnerungscharakter“ handeln. © dpa

“Spiegel“-Medienkritiker Stefan Niggemeier erklärte in seiner Laudatio, der 61-Jährige bringe etwas mit, “was rar geworden ist: Fallhöhe“. Die Auszeichnung an Gottschalk verstehe er zudem “als einen Dank der Journalisten an einen Mann, dem sie nicht nur beste Unterhaltung, sondern auch unendlich viel Stoff für ihre Geschichten zu verdanken haben“. Gottschalk wiederum betonte, was er schon zum Start seiner neuen Sendung erklärt hatte: “Ich bin ja gar kein Journalist.“

Gottschalk hatte Anfang Dezember durch seine 151. und zugleich letzte Sendung der ZDF-Show “Wetten, dass...?“ geführt. Er trat zurück, nachdem sich Anfang 2011 ein Kandidat schwer verletzte. Seit diesem Jahr moderiert die TV-Legende werktags vor der “Tagesschau“ im Ersten seine neue Sendung - ohne Wetten, aber wie gewohnt mit prominenten Gästen.

FAS-Redakteure werden Journalisten des Jahres

Von ihren Kollegen als “Journalisten des Jahres“ ausgezeichnet wurden die Autoren Eckart Lohse und Markus Wehner. Die Jury würdigte die Redakteure der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) für “akribische und unbestechliche Berliner Politikbeobachtung“ Beide hatten eine Biografie über den ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) veröffentlicht. Ihre Recherchen hätten zu einer tiefgründigen, kritischen Analyse von Person und Politik geführt.

Wolfgang Blau von “Zeit Online“ nahm den Preis als “Chefredakteur des Jahres“ entgegen. Als bester Chefredakteur einer Regionalzeitung wurde indes Christian Lindner von der “Rhein Zeitung“ geehrt. Der 90-jährige Autor und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller erhielt wiederum den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Diese ebenso undotierte Auszeichnung wird seit 2004 verliehen - unter anderem an Jürgen Leinemann vom “Spiegel“.

dapd

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