"Repentless" nur ein Akustik-Aufguss

Neues Album von Slayer: Kompetentes Gebolze

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Trash-Metal-Giganten der ersten Stunde – doch Slayer liefern auch auf ihrer neuen CD „Repentless“ nur einen Akustik-Aufguss.

München - Ein Vierteljahrhundert sind die Thrash-Metal-Mitbegründer Slayer jetzt ohne nennenswerte musikalische Ideen ausgekommen – und das ändert sich auch auf ­Repentless nicht.

Kompetentes Gebolze und Geriffe, ein paar Picking-Versuche, mit denen die Gänsehaut von Klassikern wie South Of Heaven oder Seasons In The Abyss zurückgerufen werden soll, das war’s (mal wieder).

Hand aufs Thrasher-Herz: Seit Divine Intervention von 1994 lassen sich die wirklich erinnerungswürdigen Songs der einstigen Fürsten der Finsternis an einer Hand abzählen. Klar, ein Stück wie Repentless ist zweifellos schmissig und an heutigen Genre-Maßstäben gemessen sogar mehr als respektabel. Im Grunde variiert der nach dem Ableben Jeff Hannemans als alleiniger Songwriter verbliebene Kerry King die Formel von Klassiker-Füllern wie Hardening Of The Arteries, Necrophobic oder Born Of Fire allerdings nur um Nuancen. Und Tom Arayas seit gefühlten Ewigkeiten gleicher Shouting-Rhythmus lässt den Hörer gewohnt sicher in Morpheus’ Arme sinken.

Besonders bitter wird das Ganze, wenn man ein Highlight wie das hardcorelastige Atrocity Vendor mit der Dave-Lombardo-Version auf der B-Seite der World Painted Blood-Single von 2010 vergleicht. Wo ist er hin, der Drive?

Ludwig Krammer

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