„Das war die Hölle“

Schonungslos-Offenbarung: Nino de Angelo packt über Exzesse aus - Dieter Bohlen sagte er knallhart ab

Schlagersänger Nino de Angelo nach Aufzeichnung der MDR-Talkshow Riverboat
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Schlagersänger Nino de Angelo hat eine bewegte Vergangenheit.

Erst vor kurzem sorgte Schlagersänger Nino de Angelo mit einem Geständnis für Ärger in der MDR-Show „Riverboat“. Jetzt packt er über seine krasse Drogensucht aus.

Berlin - TV-Moderatorin Kim Fisher hatte nur Unverständnis für den 57-jährigen Nino de Angelo übrig, als der in ihrer Talk-Show über seine Lungen-Erkrankung sprach - und von seinem Umgang mit seinem strapazierten Körper. De Angelos Erzählung, er habe nach einer Herz-OP und der dazugehörigen Reha erst einmal reichlich Alkohol zu sich genommen, um zu testen, ob alles wieder richtig „funktioniert“, brachte Fisher komplett auf die Palme, so sehr, dass sie dem Schlagersänger einen Vogel zeigte.

Die Vergangenheit des Sängers, der 1983 mit „Jenseits von Eden“ seinen größten Hit landete, ist turbulent und geprägt von Alkohol, Frauen und Drogen. All diese Exzesse fasst de Angelo in seiner Biographie zusammen, die am 23. März erscheint - einige Vorab-Erzählungen liefert er jetzt schon in einem Interview mit der Online-Ausgabe der BILD. Was der 57-Jährige hinter sich hat, hat es in sich - 30 Jahre Kokssucht, Sexorgien, Anekdoten mit Dieter Bohlen und Florian Silbereisen.

Nino de Angelo: „Für mich gehörte Koks zum Alltag wie Kaffeetrinken.“

Im Jahr vor seinem größten Hit ging es, so de Angelo, mit dem Koksen los - die erste Nase voll habe ihm Sänger und Wegbegleiter Drafi Deutscher spendiert. „Drafi hatte mit seiner Kreditkarte das Koks auf dem Klodeckel kleingehackt. Er drückte mir einen Schein in die Hand: ,Komm, Junge, für dich!‘“ Von da an habe die Droge mehr als 30 Jahre „wie Kaffeetrinken“ zu seinem Alltag gehört, der Schlagersänger gesteht gegenüber der BILD: „Ich war zum Schluss nicht mehr in der Lage, ohne Koks vor die Tür zu gehen. Sobald ich einen Klodeckel sah, juckte es mir sofort in der Nase.“

Nino de Angelo: Orgien und krasser Entzug

De Angelo berichtet weiter von wilden Parties und Orgien, die er jedoch nicht zu bereuen scheint: „Ich muss gestehen, es war geil“. Als er in den 90er-Jahren einen Entzug wagte, kassierte er allerdings die Rechnung für seine Exzesse: „Das war die Hölle.“ Ohne Koks und ohne Alkohol habe sich gezeigt: De Angelo „war körperlich ein Wrack.“

Schock-Diagnose dank Florian Silbereisen: „Am ganzen Körper schwarze Flecken“

Nach einer gemeinsamen Party-Nacht mit Schlager-Star Florian Silbereisen 2008 sei Nino de Angelo nach eigener Aussage aufgewacht und habe „am ganzen Körper schwarze Flecken“ gehabt. Auf Silbereisens Rat hin habe er einen Aids-Test mit Blutbild gemacht- der Test selbst ist negativ, im Blutbild zeigt sich jedoch, dass de Angelo an einer Blutkrankheit leidet. Mittlerweile ist beim ehemaligen „Promi Big Brother“-Teilnehmer ein gefährliche Lungenkrankheit hinzugekommen, die seine Lebenszeit drastisch verkürzen dürfte.

Dieter Bohlen und Nino de Angelo: Wäre der Schlagersänger beinahe Teil von „Modern Talking“ geworden?

Eine spannende Anekdote aus einem ganz anderen Bereich erzählt de Angelo dann auch noch gegenüber der BILD: Nach eigener Aussage hätte ihn Pop-Titan Dieter Bohlen vor der Gründung von „Modern Talking“ gerne als musikalischen Partner gehabt. Nino de Angelo lehnte wohl auf eher uncharmante Weise ab: „Ich hatte eine Kassette von ihm mit neuen Songs und warf sie ungehört aus dem Fenster meines Ferrari.“ Bohlen machte dann also ohne de Angelo weiter: „Ein paar Wochen später erschien Dieter mit Thomas Anders auf der Bühne.“ Nino de Angelo selbst setzte hingegen seinen eigenen turbulenten Weg fort, den er nun in seiner Autobiographie „Gesegnet und verflucht“ festhält. (eu)

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