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tz-Interview

Oliver Berben: "Frauen sind spannender!"

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Oliver Berben mit Freundin Katrin Kraus und Mutter Iris Berben.

München - Wie tickt der Mann, der einen erfolgreichen Film nach dem anderen dreht? Die tz traf Oliver Berben in seinem Münchner Büro zu einem Gespräch unter Männern.

Er träumt von einem Flug auf den Mond – im Filmgeschäft steht er aber mit beiden Beinen fest auf dem Boden: Oliver ­Berben (42). Mit der Verfilmung des Bestsellers Verbrechen revolutionierte er den Krimi, jetzt bringt er die Geschichte der Komponisten-Familie Wagner ins Fernsehen. Wie tickt der Mann, der einen erfolgreichen Film nach dem anderen dreht? tz-Redakteur Wolfgang de Ponte traf den Geschäftsführer der Constatin Film Produktion GmbH in seinem Münchner Büro zu einem Gespräch unter Männern.

Berben über Männer, Stammtische, Therapie und Filmstoffe

Herr Berben, wann war Ihr letzter Männerabend?

Oliver Berben (lacht): Vor ein paar Tagen, da traf ich mich mit meinem Vater in der Kneipe.

Wie wichtig sind Ihnen solche Männergespräche? 

Berben: Sehr. Ich tausche mich gern mit Männern aus. Vor allem natürlich mit meinen Freunden. Aber dabei gibt es keine Regelmäßigkeit. Mit einer Ausnahme: Es gibt einen Freund, mit dem telefoniere ich jeden Montag.

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Und was besprechen Sie mit Ihrem Montagsmann? 

Berben: Alles, was sich so ereignet hat. Da gibt’s keine großen Geheimnisse. Das gilt aber für alle meine Freunde.

Wie entstehen bei Ihnen Freundschaften?

Berben: Viele meiner Freunde kenne ich noch aus meiner Zeit im Internat in Stein am Chiemsee ... Mit die schönste Zeit in meinem Leben. Da ist die Verbundenheit so groß, dass du jemanden eineinhalb Jahre nicht siehst, aber nach zwei Minuten hat man das Gefühl, als ob man sich erst gestern getroffen hätte.

Der Bayer liebt ja Stammtische – und Sie?

Berben (lacht): Das ist eine ganz tolle Einrichtung! In Stein gibt’s eine Schänke, das Martini. Es war schon toll für uns Schüler, als wir mit 16 dort unserer erstes Bier trinken durften. Aber das Größte war, als wir uns dort dann auch an den Stammtisch setzen durften.

Zum Schafkopfen?

Berben: Ich kann Skatspielen und Schafkopfen.

Letzteres lieber lang oder kurz?

Berben: Lieber lang, ich ­rechne gerne. Aber ich fürchte, um wirklich gut zu sein, müsste ich mehr spielen.

Freundschaft – geht das aus Ihrer Sicht auch zwischen Mann und Frau?

Berben: Absolut. Ich bin mit einer Frau schon seit langer Zeit sehr gut befreundet …

Und besprechen Sie mit ihr auch alles?

Berben: Wenn ich ehrlich bin, bin ich da egoistisch. Bestimmte Themen bespreche mit den Freunden, von denen ich mir in dieser Sache den besten Rat erhoffe. Freunde können für mich da übrigens auch durchaus mal in die Rolle eines Therapeuten schlüpfen.

Psychotherapeutische Behandlung – das ist in Deutschland ja eher ein Tabuthema …

Berben: Das ist mir völlig unverständlich. In den USA ist das völlig normal. Therapien sind eine klasse Angelegenheit, ich glaube, man fühlt sich besser, wenn man sich öffnet. Ich war übrigens schon mal bei einem Psychotherapeuten. Allerdings nur beruflich – für die Verfilmung von Charlotte Roches Schoß­gebete. Darin geht’s ja auch um eine Therapie – und für das Skript, das ich geschrieben habe, wollte ich wissen, wie so etwas abläuft.

Würden Sie denn gern etwas an sich ändern? 

Berben: Es gibt bestimmte Eigenschaften an mir, mit denen ich nicht zufrieden bin.

Zum Beispiel?

Berben: Meine Ungeduld. Es gibt Situationen, da würde ich gern besonnener reagieren.

Gibt es Filme, die man nur für Frauen produziert?

Berben: Ja klar. Bei der TV-Serie Klimawechsel mit Ulrike Kriener zum Beispiel war ganz klar, dass das Thema wohl eher Frauen interessiert ... Ich schätze, dass sich rund 80 Prozent meiner Filme eher an Frauen richten. Das mag komisch klingen, aber solche Filme zu machen, fällt mir einfach leichter.

Wieso?

Berben: Weil ich Frauen interessanter finde als Männer. Das ist gar nicht negativ gemeint, aber wir Männer sind eher eindimensional, Frauen sind vielschichtiger und damit die besseren Storyteller – also diejenigen, die die besseren Geschichten zu erzählen haben.

Heißt das, dass in Ihren Filmen meist Frauen die Hauptrolle spielen?

Berben: Nicht unbedingt. Im Hotel Adlon sind die Hauptrollen in etwa gleich auf Frauen und Männer verteilt – den roten Faden verkörpert aber mit Josefine Preuß eine Frau. Außerdem kann ein Film, obwohl die Hauptrollen mit Männern besetzt sind, trotzdem eher ein Frauenfilm sein – so war das zum Beispiel bei Elementarteilchen (mit Moritz Bleibtreu, Anm. d. Redaktion).

Sie sind jetzt 42 – also im allerbesten Mannesalter …

Berben: ... und fühle mich noch immer nicht erwachsen.

Wie?

Berben: Man hat ja als Jugendlicher so eine Vorstellung, wie das später mal sein könnte – aber ich bin noch weit davon entfernt, in irgendeiner Form fertig zu sein.

Haben Sie Vorbilder?

Berben: Ja, ich bin tatsächlich ein großer Freund von Vorbildern. Mein Vater ist es bis heute. Aber ich erinnere mich auch an eine Lehrerin, die ganz wichtig für mich war. Unsere Mathe-Lehrerin, Frau Obert, eine ältere, kleine, sehr leise Dame – vor der aber selbst die größten Rabauken einen Riesenrespekt hatten, weil sie eine unglaubliche Kraft und Ausstrahlung verkörperte. Sie hat es tatsächlich geschafft, Mathe zu meinem Lieblingsfach zu machen.

Zum Geschäft – wie gut können Sie abschätzen, ob ein Film erfolgreich wird oder nicht?

Berben: Ehrlich gesagt, in dieser Hinsicht hab’ ich schon alles erlebt. Bei meiner ersten Regiearbeit, Teufelsweib für Sat1, dachte ich, als ich den Rohschnitt sah: Das war’s – und dann war das der erfolgreichste Film in diesem Jahr bei Sat1. Heute weiß ich, dass ein Film nach dem Rohschnitt meist noch schlecht ist. Einen guten Film macht zu 50 Prozent der Schnitt und zu 30 Prozent die Musik aus.

Wie finden Sie die Stoffe für Ihre Filme?

Berben: Das kann sich über Jahre entwickeln – oder relativ spontan geschehen. Bei Schoßgebete war es ein Satz im Buch, der mich fasziniert hat. Ich hab’ ihn gelesen und gewusst, dass ich den Film machen will.

Was für ein Satz?

Berben: „An den Gräbern meiner toten Brüder ist meine Tochter entstanden …“ Eine Frau, die diesen Satz sagt, interessiert mich.

Haben Ihre Filme eine Botschaft?

Berben (amüsiert): Ich mache Filme nicht, um mich zu therapieren, sondern damit sie möglichst viele Menschen sehen.

Und wie wollen Sie gesehen werden?

Berben: Darüber mache ich mir schon lange keine Gedanken mehr.

Was ist Ihnen wichtig?

Berben: Ich möchte, dass die Menschen, die um mich herum sind, glücklich sind. Wenn es denen gut geht, dann geht es mir auch gut.

Ihr Traum?

Berben: Ein Flug zum Mond! Ich hoffe ja, dass das jetzt bald Wirklichkeit wird. Dann wäre ich der Erste, der dabei wäre.

Die erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten

Erfolgreichste Kinofilme
Auf Platz 20 unserer Hitlist der erfolgreichsten Filme aller Zeiten: "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" aus dem Jahr 2010. Weltweit spielte der erste Teil von J.K. Rowlings Fantasy-Finale um Zauberlehrling Harry Potter 946,08 Millionen US-Dollar ein (Stand: November 2013, Quelle: statista.com) © dpa
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Disneys rührende Geschichte von Simba als "König der Löwen" aus dem Jahr 1994 schafft es auf Rang 19. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 951,58 Millionen US-Dollar ist es der bisher erfolgreichste Zeichentrickfilm überhaupt. © Disney / dpa
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Mit der "Fluch der Karibik" landete Walt Disney einen Überraschungs-Erfolg. Gleich drei Teile der Filmreihe schaffen es unter die Top 20 der erfolgreichsten Filme. Mit 958 Millionen landet der dritte Teil, "Fluch der Karibik - Am Ende der Welt" auf Platz 18. (Quelle: statista.de) © Disney Enterprises
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Auch die Filmreihe um J. K. Rowlings Bestseller "Harry Potter" entpuppte sich als wahrer Kassenschlager. Die Zauberlehrlinge Harry Potter (Daniel Radcliffe, l.), Ron Weasley (Rupert Grint) und Hermine Granger (Emma Watson) kämpfen in insgesamt sieben Filmen gegen das Böse. Der Auftakt "Harry Potter und der Stein der Weisen" spielte knapp 969 Millionen Dollar ein. (Quelle: statista.de) © Warner
Erfolgreichste Kinofilme
Mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund einer Milliarde US-Dollar landet die actiongeladene Comicverfilmung "The Dark Knight" auf Rang 16 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Christian Bale kämpft als Batman gegen den "Joker", einen psychophatischen Kriminellen, brillant gespielt von dem 2008 verstorbenen Schauspieler Heath Leadger. © Warner
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Als Vorgängergeschichte der erfolgreichen "Herr der Ringe"-Reihe schafft es auch Peter Jacksons "Der Hobbit" unter die Top 20 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. 1,017 Milliarden Dollar spielte der erste Teil der Trilogie ein. (Quelle: statista.de) © Warner Bros/Todd Eyre/dpa
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Rang 14 belegt der 3-D-Fantasyfilm "Alice im Wunderland" aus dem Jahr 2010. Neben Johnny Depp als verrückter Hutmacher spielen Mia Wasikowska als Alice und Helena Bonham Carterals rote Königin Iracebeth. Das weltweite Einspielergebnis liegt bei 1,023 Milliarden Dollar. (Quelle: statista.de) © dpa
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George Lucas' "Krieg der Sterne" ist eines der erfolgreichsten Filmprojekte aller Zeiten. "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" aus dem Jahr 1999 ist der erste von drei Teilen, in denen die Vorgeschichte der "Star Wars"-Filme erzählt wird. Insgesamt spielte der Film 1,027 Milliarden US-Dollar ein und landet damit auf Platz 13 unserer Rangliste. (Quelle: statista.de) © Lucasfilm/Keith Hamshere/dpa
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Platz 12: "Fluch der Karibik - Fremde Gezeiten" erzielte ein Einspielergebnis von 1,042 Milliarden Dollar. Im vierten Teil der Erfolgsreihe spielt die weibliche Hauptrolle an der Seite von Johnny Depp als Captain Jack Sparrow nicht mehr Keira Knightley, sondern Penélope Cruz. © dpa
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In der komplett computeranimierten Trickfilmreihe "Toy Story" muss Spielzeug-Cowboy Woody zusammen mit seinen Freunden so manches Abenteuer bestehen. 1,063 Milliarden Dollar nahm der dritte Teil der Pixar-Animation an den internationalen Kinokassen ein und schafft es damit auf Platz 11.(Quelle: statista.de) © Walt Disney Studios/dpa
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"Fluch der Karibik 2" spielte 1,066 Milliarden Dollar ein und liegt damit auf Platz 10 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. (Quelle: statista.de) © Disney Enterprises/dpa
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Rang 9: Nach "Batman Begins" und "The Dark Knight" erzielte der dritte und letzte Teil von Christophe Nolans Batman-Trilogie erneut einen Zuschauerrekord. "The Dark Knight Rises" (2012) spielte 1,082 Millarden Dollar ein. (Quelle: statista.de) © Warner Bros./Ron Phillips/TM&DC Comics/dpa
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Auf Platz 8 der erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten landet "James Bond 007: Skyfall", der 23. Film aus der Reihe des britischen Agententhriller. Das weltweite Einspielergebnis für Daniel Craigs dritten Bond-Auftritt liegt bei 1,109 Milliarden Dollar. (Quelle: statista.de) © Sony/dpa
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"Die Rückkehr des Königs", das große Finale von Peter Jacksons "Herr der Ringe"-Trilogie, schafft es mit Kinoeinnahmen in Höhe von 1,12 Milliarden US-Dollar auf Rang 7. Die Verfilmung des dritten Teils von J. R. R. Tolkiens Fantasy-Bestseller um Hobbit Frodo und seine Gefährten, wurde mit elf Oscars ausgezeichnet. © Warner
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Auf Platz sechs hat es erneut das Finale einer Science-Fiction-Trilogie geschafft: 1,124 Milliarden Dollar hat "Transformers 3" weltweit eingespielt. In dem Film mit Shia LaBeouf, Rosie Huntington-Whiteley und Patrick Dempsey in den Hauptrollen geht es um den finalen Kampf zwischen Autobots und Deceptions auf dem Planeten Cybertron. © dpa
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Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) und Tony Stark alias Iron Man (Robert Downey Jr.) in einer Szene von "Iron Man 3". 1,214 Milliarden US-Dollar spielte der Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2013 ein und ist damit auf Rang 5 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. © Concorde/Marvel & Subs./dpa
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Der zweite Teil von Harry Potters Finale "Die Heiligtümer des Todes" brachte an den internationalen Kinokassen 1,328 Milliarden US-Dollar ein und ist damit der viert-erfolgreichste Film aller Zeiten. (Quelle: statista.de) © dpa
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Wir kommen zu den Top 3: Bronze geht an die Comicverfilmung "Marvel’s The Avengers" aus dem Jahr 2012. Iron Man, Captain America, Hulk, Thor und weitere Comicfiguren kämpfen darin als Superheldenteam gegen das Böse  - und das mit Erfolg: Kinoeinnahmen in Höhe von 1,516 Milliarden US-Dollar bringen den Science-Fiction-Streifen auf das Podest der erfolgreichsten Filme allter Zeiten. © dpa
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James Camerons Drama um den Untergang der "Titanic" aus dem Jahr 1997 brachte die Kinokassen ordentlich zum Klingeln. 2,18 Milliarden US-Dollar spielte die tragische Liebesgeschichte mit Kate Winslet und Leonardo Di Caprio in den Hauptrollen ein. © 20th Century Fox
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James Cameron weiß offensichtlich wie es geht: Gemessen am weltweiten Einspielergebnis ist sein Science-Fiction-Streifen "Avatar" mit 2,782 Milliarden US-Dollar der erfolgreichste Film aller Zeiten. (Quelle: statista.de) © dpa

Die Wagner-Saga

Ganz sicher war sich Oliver Berben nicht, ob seine Mutter Iris Berben, die Hauptrolle in Der Wagner-Clan. Eine Familiengeschichte – 23. Februar, 20.15 Uhr ZDF) – übernehmen würde. Aber sie sagte zu. An ihrer Seite sind zu sehen: Heino Ferch, Eva Löbau, Petra Schmidt-Schaller und Lars Eidinger.

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