Director’s Cut

Party geht auch anders – auf der Praterinsel

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Hannelore Elsner

München - Die Idee ist gut: eine schöne Filmfest-Party auf der Praterinsel, bei der es auch um Inhalte geht – wie beim Director’s Cut.

Dort tauschten sich also die Regisseure wie ­Caroline Link, Vivian Naefe, Gregor Schnitzler und ­Stephan Wagner in einem Talk über ihre Arbeit aus – finanziert von Titelsponsor Audi.

Wenn sich allerdings der Eventveranstalter – Sören Bauer – mit seinem übereifrigen Sicherheitspersonal wichtiger als seine Gäste nimmt, ist der Spaß gleich vorbei. Wer also beispielsweise am Eingang auf Geheiß des Gastgebers nicht vor der Logowand der Sponsoren fotografiert werden und eine Abkürzung nehmen wollte, wurde rüde zum Zwangs­foto zurückgeschickt oder musste schwer diskutieren, was bei einer ­Societylady nicht eben für gute Laune sorgte. Umsonst gibt’s eben nix – auch keinen an sich schönen Branchentreff, bei dem man die Gäste auch ganz schön im Regen stehen ließ, weil die ­Taxen nicht vorfahren durften.

Egal. Hannelore Elsner war da. Und lächelte. Rosenheim-Cop Joseph ­Hannesschläger legte sich sogar seinen Smoking an. Und Bergdoktor Hans Sigl kam englisch vornehm in maßgeschneidertem Karo-Tuch. Die Weltklasse-Schauspielerin Thekla Reuten freute sich derweil über das Kinowetter – drei Filme mit ihr werden dieses Jahr laufen; u.a. die Komödie Da geht noch was mit Florian ­David Fitz. Und auf dem Parkett stellte sich ein neuer ­Michael Graeter vor – das junge Ebenbild der Klatschlegende. Wobei der Sohn mit der Enthüllung pikanter Affären eher nichts zu tun hat, aber es dennoch liebt, Geschichten zu erzählen – als Kameramann und Drehbuchautor. Der 21-Jährige macht gerade seine Ausbildung an der Medienakademie der Bavaria. „Ich weiß, seit ich sechs bin, dass ich Filme machen will.“ Mit zwölf drehte er seine ersten Kurzfilme, baute dafür Kulissen aus Pappe und inszenierte sein Spielzeug vor laufender Kamera – das ist Leidenschaft!

Getroffen u.a. auch: Cosima von Borsody; das Schauspielerpaar ­Simon Licht und Theresa Krentzlin; Maximilian Brückner, der demnächst seinen 250. Brandner Kaspar im Volkstheater spielt; Thure Riefen­stein und Patricia Lueger („Jeder Regisseur ist wie jeder Schauspieler anders – man muss sich nicht sehr mögen, aus der Spannung entsteht oft sogar Positives. Das Wichtigste ist der Respekt!“); Elisabeth Lanz, Siegfried Rauch, Andrea L’Arronge, Christian Wolff und Eva Habermannn.

US

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