„Was für eine große Traurigkeit“

Er sang einen echten Klassiker! Patrick Juvet unter mysteriösen Umständen verstorben

Patrick Juvet ist tot. Das Foto zeigt ihn bei einem Auftritt in Paris 1997.
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Patrick Juvet ist tot. Das Foto zeigt ihn bei einem Auftritt in Paris 1997.

Die Musik-Welt trauert um eine schillernde Legende. Die Leiche des Sängers wurde unter rätselhaften Umständen in einer Wohnung entdeckt.

Barcelona - Die Musik-Welt trauert um eine Disco-Legende: Patrick Juvet ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Die traurige Nachricht bestätigte sein Agent Yann Ydoux am Donnerstag gegenüber der Agentur AFP.

Disco-Star Patrick Juvet ist tot - Leiche in Barcelona entdeckt

Demnach sei Juvets lebloser Körper in einer Wohnung in Barcelona gefunden worden. Zunächst mit unklarer Todesursache. „Es wird eine Autopsie geben“, wird der Agent zitiert. Seine weitere Aussage macht den Tod noch rätselhafter: „Ich hatte ihn vor drei Tagen noch am Telefon, da ging es ihm gut.“ Der Schweizer Juvet lebte dem Bericht zufolge in Paris, sei aber gelegentlich in die Schweiz oder nach Barcelona gereist.

1973 trat Juvet für die Schweiz erfolglos beim Eurovision Song Contest an. Kurz danach nahm seine Karriere Fahrt auf. Juvets größter Hit war neben „I Love America“ wohl „Où sont les femmes?“. Der Song gilt als Disco-Klassiker. Das Portal Bfmtv.com titelt etwa, die „Disco-Hymne“ habe ihn „seine ganze Karriere verfolgt“.

Disco-Star Patrick Juvet ist tot - Medien erinnern an Beziehung mit Melanie Griffith

Für das passende Album „Paris By Night“ arbeitete er mit Musik-Legende Jean-Michelle Jarre zusammen, einem engen beruflichen wie privaten Wegbegleiter. Der bisexuelle Juvet fühlte sich zu Jarre hingezogen - doch die Liebe blieb unerwidert. Zahlreiche französische Medien erinnern nun anlässlich Juvets Tod auch an seine Beziehung zum späteren Hollywood-Megastar Melanie Griffith.

Jarre nahm bei Twitter Abschied von Patrick Juvet: „Ein Glam-Leben und Rocknächte, mein Freund Patrick Juvet, das Kind mit den weißen Haaren, ist gegangen. Ich denke an ihn und seine Familie.“ Der französische Radio- und TV-Moderator Jean-Luc Reichmann fasst bei Twitter seine Gefühle zum Tod Juvets in drei Worte: „Quelle grande tristesse“ - „Was für eine große Traurigkeit.“ Österreich trauert unterdessen um einen der ersten Stars des Senders ORF. (lin)

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