Rock-Ikone im tz-Interview

Maffay gibt wieder Gas

Peter Maffay (64) röhrt auf seiner neuen CD ordentlich los.

München - Peter Maffay (64) hat nach sechs Jahren wieder ein Studioalbum aufgenommen: Wenn das so ist. Und gestern Abend spielte er im Zenith. In der tz spricht der nimmermüde Star über die neue CD.

E r wird mit „Hosenflattern auf die Bühne gehen“, sagt er – und das trotz 40 Jahren Erfahrung. Peter Maffay (64) hat nach sechs Jahren wieder ein Studioalbum aufgenommen: Wenn das so ist. Und gestern Abend spielte er im Zenith. In der tz spricht der nimmermüde Star über die neue CD.

Herr Maffay, einige Songs des neuen Albums haben Sie ja schon gespielt. Ungewöhnlich – wie kam’s dazu?

Peter Maffay: Ja, wir hatten auf unserer Extra-Tour im vergangenen Sommer schon mal drei Songs einstudiert und ausprobiert. Das war ein Sprung ins kalte Wasser. Aber die Reaktionen der Fans waren teils noch besser als bei unseren alten Schinken. Danach sind wir ins Studio und haben die Stücke nachbearbeitet. Diese Vorgehensweise haben wir uns gegönnt, sie ist ja der Wunsch vieler Musiker. Normalerweise stellt man sein neues Album live vor, und man kann nur hoffen, dass die Lieder gut ankommen.

Wie kam’s eigentlich zu der Extra-Tour nach der riesigen Tabaluga-Konzertreihe?

Maffay: Die war nicht wirklich geplant, wir wollten nach Tabaluga erst mal Ruhe geben. Aber wir wollten uns andererseits auch wieder austoben. Aus zehn wurden 18 Konzerte – man kriegt ja den Hals nicht voll, wenn der Zuspruch der Fans so lebendig ist. Wir haben – mit kleinerer Band – uns aufeinander eingeschossen, das war wichtig fürs Album.

Was erwartet die Fans auf der CD?

Maffay: Keine Tricks, kein Chichi. Es ist ein kantiges Rock-Album geworden, sechs Jahre nach Ewig. Natürlich sind auch Balladen drauf, das liegt speziell in meiner Natur, aber es gibt auch heftige Gitarrenwände. Ich wollte zurück zu den Ursprüngen, den Sound der 60er und den mit den Einflüssen der vergangenen 40 Jahre unserer Entwicklung mischen. Überhaupt haben wir gemerkt während der Aufnahmen: Je länger wir dabei sind, desto größer ist der Wunsch, Sound und musikalisches Material zu vereinfachen.

Sie singen angeblich gerne nachts Ihre Songs ein …

Maffay: Ja, das kommt schon vor, dass ich abends ins Studio gehe und bis um drei Uhr nachts singe. Singen, wohlgemerkt, nicht spielen. Es gibt mir ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass die anderen dann Ruhe geben und ich nicht unterbrochen werde. Zudem hat das auch mit dem Bühnenrhythmus zu tun – wir spielen ja auch nicht um neun Uhr morgens.

Sie haben wie immer erstklassige Musiker um sich versammelt. Motiviert das zusätzlich?

Maffay: Ja, eindeutig. Ich bin der schwächste Spieler im Gefüge, da gibt es sehr viel Bessere. Die Jungs nehmen mich mit und haben mir die ganzen Jahre über sehr viel gegeben. Ich habe es dadurch geschafft, meine Handwerklichkeit zu verbessern.

CD-Kritik:

Da hat Peter Maffay nicht zu viel versprochen: Wenn das so ist (Sony) ist ein für den Star sehr rockiges, erdiges und vor allem auch abwechslungsreiches Album. Schwarze Linien startet in bester Gitarren-Manier und steigert sich bis zum Ende, der Opener Niemals war es besser geht mit seiner energetischen Chromatik in Richtung Indie, und bei Sie bleibt wird’s funky inklusive Saxofon. Vielleicht der hitverdächtigste unter den zwölf starken Songs: Gelobtes Land mit Schmelz und Saft. Passt, Peter!

M. Bieber

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Vanessa Blumhagen im schwarzen Outfit: Fans zeigen sich begeistert - „einfach nur wow“
Vanessa Blumhagen im schwarzen Outfit: Fans zeigen sich begeistert - „einfach nur wow“
Motsi Mabuse gewährt mit Mega-Dekolletee tiefe Einblicke - und schießt gegen Heidi Klum
Motsi Mabuse gewährt mit Mega-Dekolletee tiefe Einblicke - und schießt gegen Heidi Klum
Victoria‘s-Secret-Engel sündhaft schön - Hände verbergen Detail 
Victoria‘s-Secret-Engel sündhaft schön - Hände verbergen Detail 
Hollywood-Star wurde vermisst: Fund von Leichenteilen - Tiere hatten schon daran geknabbert
Hollywood-Star wurde vermisst: Fund von Leichenteilen - Tiere hatten schon daran geknabbert

Kommentare