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Peter Schilling: Völlig losgelöst

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Von: Uli Heichele

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Peter Schilling
Peter Schilling.

Stuttgart - Er zündet die nächste Brennstufe, könnte man sagen. Musiker Peter Schilling, der Mann mit dem Raumfahrer-Lied Völlig losgelöst, feiert am Mittwoch seinen 60. Geburtstag.

Ein Alter, in dem man über den (Vor-)Ruhestand nachdenken könnte. Könnte! Schilling schüttelt aber bloß den Kopf und grinst: „Rente? Um Gottes willen – dieses Wort kenn ich gar nicht! Ich bin voller Schaffenskraft.“ Er gibt Konzerte (ja, sogar eins direkt zum Reinfeiern in den Geburtstag …), er schreibt Musik.

Tatsächlich war sein bisher letztes Album DNA aus dem Jahr 2014 viel mehr als nur das Nachtröpfeln eines Stars, dessen kreative Quelle längst versiegt ist. Nein, sie sprudelt nach wie vor, Schillings Quelle. Und zwar hier bei uns in München. Denn der Musiker, ein gebürtiger Stuttgarter, hat München längst zu seiner Wahlheimat gemacht und ein Haus in Harlaching gebaut.

Klingt alles nach Sonnenseite, aber Schilling kennt auch den Schatten. Anfang 1990 schickte ihn ein Burnout durch die Qualen der Seele. Eine Gesprächstherapie und ein neu sortiertes Leben brachten Schilling den inneren Frieden zurück. Jenen Frieden, aus dem heraus er sagen kann: „Ich wünsche mir ein tolles drittes Drittel meines Lebens. Gerade öffnen sich viele Türen – und da möchte ich durchgehen. Ich habe mehr erreicht als ich mir je erträumt habe, aber auch weniger als faktisch möglich war. Daran arbeite ich jetzt.“

Übrigens: Ein eigener, echter Flug ins Weltall wird dazu eher nicht gehören. Schilling sagt über das Raumschiff: „Wenn es flugzeugähnlich wäre: ja. Aber in einer kleinen Kapsel in einem Raumanzug? Auf keinen Fall!“ Dann schon lieber: sich hinträumen und darüber singen. Völlig losgelöst. 

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