Werkzeuge sind niedergelegt

Corona: Ambitionierter Radiosender muss noch vor dem Start aufhören

Der Sender Profi Radio
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Der Sender Profi Radio geht vorerst nicht an den Start

Das bittere Aus für das ambitionierte Heim- und Handwerkerradio. Es hätte der Spartenhit auf „DAB+“ werden sollen, aber noch vor dem Start ist Schluss. 

  • Der Radio-Newcomer „Profi Radio“ sollte auf der digitalen Plattform „DAB+“ voll durchstarten.
  • Noch vor dem Start verkündet die Macher nun bereits das Aus. Grund ist der Absprung wichtiger Geldgeber und Werbepartner.
  • Wem der freigewordene, begehrte Sendeplatz zugeteilt wird, ist noch offen. 

Kiel – Wenn man auf die Internetseite des Radioprogrammes „Profi Radio“ geht, erhält man die Nachricht: „Wir sind auf der Baustelle“. Was so viel bedeuten kann, wie, dass der private Sender zurzeit nicht verfügbar ist und genauso ist es. Eigentlich sollte das „Profi Radio“ im Januar auf der privaten, digitalen Plattform „DAB+“ zu hören sein und konnte in der Auswahl der 16 Programme der digitalen Plattform schnell einen festen Platz ergattern. Nun die bitteren Neuigkeiten von dem Privatsender: Sie mussten aufgeben, bevor es überhaupt losging. Schuld sei die Pandemie, denn wichtige Investoren und Werbepartner seien kurzfristig abgesprungen, erklärte „Profi Radio“. Es wäre eine große Chance für das Programm geworden, denn mit dem Sendeplatz beim zweiten „DAB+“-Bundesmux hätte das Heim- und Handwerkerradio der Sender mit der weltweit größten technischen Reichweite werden können. 

Das Handwerk ist nicht nur der größte Arbeitgeber Deutschlands mit über 5 Millionen Beschäftigten, sondern trifft den Nerv vieler deutscher Heimwerker. Gerade in der pandemischen Lage haben etliche private Haushalte den Spaß am Heimwerken wieder für sich entdeckt. Trotzdem mussten mit dem zweiten Lockdown auch die Baumärkte wieder schließen und auch das Heim- und Handwerken ist in der Corona-Lage nicht das, was es mal war. Sind das die Gründe für den plötzlichen Ausstieg der Investoren für das „Profi Radio“? Scheint so, denn der Werbemarkt sei derzeit nicht bereit für neue, innovative Produkte wie das „Profi Radio“, hieß es von dem Kieler Programmanbieter. 

Bittere Aussichten für den ambitionierten Sender also – sie mussten vorerst aufgeben. An den Erfolg von „DAB+“ glauben die Macher des Heim- und Handwerkerradios dennoch. Gegenüber „RADIOSZENE“ sagten sie, dass sie davon ausgehen, dass den Hörern ein interessantes Programmbouquet geboten werde, wenn auch vorerst ohne „Profi Radio“. Nun kann „National German Radio“ im Auftrag des Betreibers „Antenne Deutschland“ den freigewordenen Sendeplatz wieder neu vergeben. Wer sich über einen begehrten Platz im Digitalradio freuen kann, ist noch offen. 

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