Friedensnobelpreis

Recht auf Bildung: Malala Yousafzai wird 24

Malala Yousafzai
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Ein Vorbild: Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai wird 24.

Sie ist eine Ikone für die Bildung von Mädchen in aller Welt. Ihr unerschrockener Einsatz hätte sie beinahe das Leben gekostet.

Berlin - Sie hat ein Attentat nur knapp überlebt, und sie wurde mit dem Friedensnobelpreis geehrt - in wenigen Jahren hat diese junge Frau schon mehr erfahren und durchlebt, als sich viele Menschen auch nur vorstellen können. Heute wird Malala Yousafzai 24 Jahre alt.

Die junge Pakistanerin setzt sich seit ihrer Jugend für die Rechte von Frauen und Kindern ein. Sie führte ein Blog-Tagebuch im britischen TV-Sender BBC über die Gewalttaten der Taliban in ihrer Heimat. Diese, in Worte gefassten schrecklichen Erlebnisse, machten sie weltberühmt und zum Gast vieler Talkshows und Interviews.

Doch ihr Aktionismus störte die Taliban: Sie schießen dem damals fünfzehnjährigen Mädchen bei einem Anschlag in die Stirn. Aber Malala kämpfte sich ins Leben zurück. 2014 bekam sie den Friedensnobelpreis verliehen und gilt seither für Frauen weltweit als Symbolfigur für Freiheit und Bildung.

In einer Rede vor den Vereinten Nationen an ihrem 16. Geburtstag sagte sie: „Also lasst uns einen weltweiten Kampf wagen, gegen Analphabetismus, Armut und Terrorismus, lasst uns unsere Bücher und Stifte holen, sie sind unsere stärksten Waffen. Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern. Bildung ist die einzige Lösung. Bildung zuerst.“

Heute lebt Malala Yousafzai in England und hat einen College-Abschluss in der Tasche. Vor allem aber setzt sie sich weiterhin für die Rechte von Frauen und Kindern ein. Gemeinsam mit ihrem Vater gründete sie die Nichtregierungsorganisation „Malala Fund“, um die Bildung von Mädchen zu fördern. dpa

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