Das kommt nicht nur vom Singen

Heino: Schlager-Sänger verriet tatsächlich, wie viel Rente er bezieht - Mehr als viele seiner Promi-Kollegen

Heino bei einem Autokino-Konzert im Mai 2020 in Bonn
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Heino bei einem Autokino-Konzert im Mai 2020 in Bonn.

Wer bekommt wie viel Rente? Natürlich vergleicht man sich auch gern mit anderen. Im Fall von Schlager-Star Heino ziehen die meisten Promis den Kürzeren.

München - Über Geld spricht man nicht. Oder doch? Diverse Promis haben bereits verraten, wie viel Rente sie bekommen. Das ist in manchen Fällen (siehe Liste unten) ziemlich wenig. Und sogar bei einem Top-Promi wie Thomas Gottschalk dreistellig - die Show-Ikone verriet vor einigen Monaten auf den Cent genau die Höhe der eigenen Rente.

Heino: Schlager-Star kassierte schon 2012 mehr Rente als diverse Promis heute

Einer steckt alle aus der Tabelle locker in die Tasche: Heino! Der Schlager-Star verriet vor acht Jahren gegenüber Bunte.de, wie viel er kassiert. Der Betrag stammt wohlgemerkt von 2012. Da sind Rentenerhöhungen also noch gar nicht eingerechnet. Die Rente von Heino (Stand 2012), die inzwischen deutlich höher liegen dürfte: 1635 Euro.

„Ich bekomme 1635 Euro Rente“, zitiert Bunte.de den Schlager-Star 2012. Während die anderen Promis offenbar wenig eingezahlt haben, war Heino hier vorbildlich. Und das kommt nicht allein vom Singen. „Ich habe als Bäcker und Konditor gearbeitet“, erklärte Heino damals. Er war sich 2012 schon bewusst: „Viele meiner Künstlerkollegen können nicht auf eine Rente zurückgreifen. Teilweise lebe ich auch davon.“

Im Video: Alles andere als Rentner - Heino plant eine Tour für 2021

Rente: Schon der Betrag von Heino 2012 lag über dem heutigen Bundesdurchschnitt

Der heute 82-jährige Heino toppt also die meisten seiner Kollegen - und alle der sechs oben genannten - aus der Promi-Branche. Und wie schaut es deutschlandweit aus? Der Betrag von 2012 ist natürlich nur begrenzt vergleichbar mit dem aktuellen Durchschnitt der Rente. Die Bezüge der Rentner in Deutschland unterscheiden sich ohnehin von Bundesland zu Bundesland im Durchschnitt erheblich. Deutlich ist auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, dass die Rentenhöhen in Ostdeutschland im Schnitt geringer sind, wie eine Übersicht der Deutschen Rentenversicherung zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Am höchsten sind die Renten im Schnitt im Saarland mit 1545 Euro brutto im Monat nach 35 Versicherungsjahren. Es folgt Nordrhein-Westfalen mit 1522 Euro. „Hier arbeiteten viele Männer früher in gut bezahlten Jobs im Bergbau und erhalten heute daraus vergleichsweise hohe Renten“, so die Rentenversicherung im Herbst in ihrem Rentenatlas 2020. Am Ende stehen die Rentner in Thüringen mit im Schnitt 1292 Euro, in Sachsen-Anhalt mit 1299, in Mecklenburg-Vorpommern mit 1306 und in Sachsen mit 1309 Euro. 1413 beträgt die durchschnittliche Bruttorente bundesweit.

In allen Ländern kommen die Frauen im Schnitt auf weniger Rente, doch ist der Unterschied im Osten Deutschlands deutlich kleiner. Als wichtigsten Grund nennt die Rentenversicherung: „Frauen im Osten waren weniger teilzeitbeschäftigt.“ Ein Sprecher der Rentenversicherung betonte, dass die durchschnittlichen Altersrenten nach mindestens 35 Versicherungsjahren im Osten in den vergangenen fünf Jahren um rund 19 Prozent auf 1320 Euro gestiegen seien - im Westen um rund 14 Prozent auf 1457 Euro. Stärkere jährliche Rentenerhöhungen wegen der positiven Lohnentwicklung im Osten seien der Hauptgrund. 

So waren in diesem Jahr die Altersbezüge in den westdeutschen Bundesländern um 3,45 Prozent, in Ostdeutschland um 4,20 Prozent nach oben gegangen. In den kommenden Jahren soll die Ost-West-Angleichung bei der Rente nach gesetzlichen Vorgaben weitergehen. Ein anderer Star, der einen Mega-Hit hatte, musste 2020 Grundsicherung beziehen. (lin mit dpa)

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