tz-Interview zum Konzert in der Oly

Die Revolverhelden schießen jetzt leiser

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Die Revolverhelden spielen ihre Stücke jetzt gerne auch mal ohne laute E-Gitarren: „Wichtig ist nur, dass man die Melodie erkennt“.

München - Die Hamburger Band "Revolverheld" hat es in den erlesenen Kreis der MTV-Unplugged-Künstler geschafft. Vor dem Konzert am Dienstagabend in der Olympiahalle sprachen wir mit dem Gitarristen Niels Grötsch.

MTV Unplugged in drei Akten Live – der Titel der aktuellen Tour von Revolverheld ist pompös. Die Hamburger Band ist aber auch mächtig stolz darauf, zum exklusiven Kreis der MTV-Unplugged-Künstler zu gehören. Seit Oktober 2015 ist das entsprechende Album erhältlich. Das Quartett arbeitete hart, um Hits wie Ich lass für dich das Licht an jetzt auch live im neuen Licht erscheinen zu lassen. Als sie dann endlich los­touren konnten, bekam Sänger Johannes Strate eine Grippe. Inzwischen ist er wieder wohlauf, und am Dienstagabend treten Revolverheld in der Olympiahalle auf. Wir sprachen mit dem Gitarristen Niels Grötsch.

Wie läuft die Unplugged-Tour?

Niels Grötsch: Wahnsinn. Das ist schon toll, aber ein großer logistischer Aufwand. Anders als bei der Fernsehaufzeichnung für MTV-Unplugged hat man auf der Bühne beim Live-Konzert nicht ewig Zeit für Umbaupausen. Das muss flüssig vonstatten gehen. Es macht aber trotzdem viel Spaß. Wir sind ja hauptsächlich mit der Musik beschäftigt. Es ist eine tolle Crew, die sich um die Logistik kümmert, natürlich immer in Absprache mit uns.

Wie fühlt es sich an, zum MTV-Unplugged-Kreis zu gehören?

Grötsch: Das ist eine ganz besondere Ehre. Wir sind ja damit groß geworden. Es waren immer unsere Vorbilder, die diese Aufnahmen machen durften. Es war jetzt schon recht unwirklich für uns.

Ihr habt gerade einen guten Lauf. Erst vor Kurzem bekamt ihr einen Echo-Preis überreicht …

Grötsch: Ja, die letzten zwei Jahre waren schon unglaublich. Es lief schon vorher ganz gut, aber zuletzt war es der Wahnsinn. Man kann so etwas ja nicht planen. Vor 15 Jahren haben wir uns nichts mehr gewünscht, als den Club Logo zu füllen (etwa 300 Gäste).

Auf was habt ihr besonders geachtet bei der Unplugged-Umsetzung?

Grötsch: Das wollten wir natürlich auf keinen Fall in den Sand setzen. Wir haben jeden Song bearbeitet. Das Arrangieren hat drei Monate in Anspruch genommen. Das war viel Arbeit, hat aber viel Spaß gemacht, zum Beispiel auch, alte Songs neu zu interpretieren. Wir hatten keine Angst vor Bläsern und Streichern. So wurden aus einigen schnellen Stücken zum Beispiel Balladen. Es gab eigentlich keine Tabus bei der Bearbeitung. Wichtig war nur, dass man die Melodien noch erkennt.

Seid ihr mit dem Kopf bereits beim nächsten Album?

Grötsch: Ach, da wissen wir noch gar nicht, wann das kommt. Vielleicht wird das dann auch wieder ein wenig anders als die Vorgänger. Ich bin selbst gespannt. Wir wollen uns natürlich treu bleiben, aber Stillstand ist langweilig.

Nach so viel Erfolg, was ist das nächste große Ziel?

Grötsch: Wenn wir in zehn Jahren noch Musik machen dürfen und davon leben können, ist das schon groß genug.

Ihr habt zur Europameisterschaft den Fußballsong „Helden 2008“ geschrieben. Kommt da heuer wieder was?

Grötsch: In diesen einen Song haben wir alles reingebracht, was wir von Fußball verstehen. Das war es dann auch. Aber es ist eine sehr schöne Erinnerung.

Interview: Antonio Seidemann

Übrigens: Für das Konzert von Revolverheld in der Olympiahalle am Dienstagabend gibt es noch Restkarten zu 49 bis 55 Euro.

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