Doku-Drama

Film soll Doppelleben von Schlager-Ikone Rex Gildo zeigen - Autorin ruft zum Boykott auf

Rex Gildo Schlager Sänger
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Das Leben von Sänger Rex Gildo wird verfilmt.

Das tragische Leben von Schlager-Star Rex Gildo wird verfilmt. Dies trifft allerdings nicht nur auf Begeisterung.

Berlin - „Hossa Hossa“ – Er war bekannt mit seinen tiefschwarzen Haaren und dem Hit „Fiesta Mexicana“: Rex Gildo, ein Schlager-Star, der im Jahr 1999 verstarb. Nun dreht Regisseur Rosa von Praunheim ein Doku-Drama über den Sänger Rex Gildo.

Der Film soll Gildos tragische Geschichte in den Nachkriegsjahrzehnten erzählen. Denn Rex Gildo führte ein Doppelleben. Zum einem war der Sänger der Sunnyboy der mit seiner Frau verheiratet war. Zum anderen aber liebte Gildo im privaten Männer. Seine Homosexualität verheimlichte Gildo zeitlebens. Rex Gildo war 1999 im Alter von 63 Jahren aus dem Fenster seiner Münchner Wohnung in den Tod gesprungen. Er wäre heute 85 Jahre alt.

Doku-Drama über Schlager-Star Rex Gildo: Premiere 2022

Den jungen Gildo spielt Kilian Berger, Kai Schumann den älteren Rex Gildo. Ben Becker soll die Rolle des Managers übernehmen. Das 90-minütige ARD-Dokudrama „Der letzte Tanz - Die Rex-Gildo-Story“ soll im Herbst 2022 im Fernsehen ausgestrahlt werden. Zuvor soll der Film auch im Kino laufen, das teilte der RBB mit.

Ben Becker, Rosa von Praunheim, Kilian Berger und Kai Schumann.

Neben dramatisierten Szenen aus Gildos Leben kommen außerdem Weggefährten des Musikers zu Wort: So kommen unter anderem Gitte, Bernhard Brink und Cindy Berger in Einspielern zu Wort.

Film über Rex Gildo: Kritik an Regisseur Rosa von Praunheim

Rosa von Praunheim befasst sich in seinen Werken oft mit Schwulen und männlichen Abgründen. Auch in „Der letzte Tanz — Die Rex-Gildo-Story“ will der Filmemacher sich auf die Sexualität des Musikers konzentrieren. Gildo verheimlichte seine Homosexualität zeitlebens — lange Zeit lebte er außerdem in Angst vor Kriminalisierung, war gleichgeschlechtliche Liebe doch bis 1994 offiziell verboten.

Nicht alle Fans des Schlager-Stars unterstützen von Praunheims Projekt: Nessa Notedigo, die Autorin von Rex Gildos Biografie „Rex Gildo - Ein Leben zwischen Heimlichkeit und Applaus“ rief sogar zum Boykott des Films auf. Sie findet, dass „Der Sommer ist vorbei“-Interpret nicht auf seine Sexualität reduziert werden solle. Auch Jürgen Drews lebte eine Lüge. Seine Flunkerei legte der Schlagerstar jetzt in seinem eigenen Podcast offen. (jsch)

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