Richard Lugners Tod: Bekommt seine letzte Ehefrau nun das gesamte Erbe?
Mit dem Tod von Richard Lugner stellt sich die Frage nach den Erbberechtigten. Der Bauunternehmer hat noch vor seinem Ableben für Klarheit gesorgt.
Wien – Schock-Nachricht in Österreich am Montag (12. August): Der Unternehmer und Society-Löwe Richard „Mörtel“ Lugner (91) ist tot. Mehreren Medien zufolge starb er in seiner Villa im Wiener Bezirk Döbling. Lugner, der für seine schillernden Auftritte bekannt war, machte sich als Bauunternehmer einen Namen. Doch wer erbt nun?
Wer erbt das Vermögen des verstorbenen Bauunternehmers Richard Lugner?
Lugner, der einmal im Jahr mit seiner illustren Begleitung beim Wiener Opernball ins Rampenlicht tritt, baute sich im Laufe seines Lebens ein stattliches Firmenimperium auf. Er renovierte in Wien Altbauten, was andere verschmähten. Er baute Tankstellen und Wiens größte Moschee bei der Neuen Donau in Floridsdorf. 1990 eröffnete Lugner das Einkaufszentrum „Lugner City“. Ab 1997 zog sich „Mörtel“ nach und nach aus dem operativen Baugeschäft zurück und übergab die Leitung seines Unternehmens an seine Söhne.
Klingt sehr beeindruckend, doch ob die Erben Freude daran haben, darf bezweifelt werden. Bereits 2003 schrammte Lugners Firma haarscharf an der Insolvenz vorbei. Sie konnte nur gerettet werden, weil der damalige Finanzminister Karl Heinz Grasser Lugner 1,8 Millionen Steuerschulden erließ, wie puls24.at berichtete. Auch in der Folge lief es offenbar nicht gut, was Zweifel an seinem Vermögen lassen.
Richard Lugner hatte 40 Millionen Euro Schulden
Im Februar 2024 offenbarte Lugner, dass ihn ein beträchtlicher Schuldenberg drückt. „Es stimmt, dass wir 40 Millionen Euro Schulden haben“, hatte er Forbes gesagt. Gleichzeitig bezifferte das Wirtschaftsmagazin dessen Vermögen auf 80 Millionen Euro. Es dürfte also noch einiges an Geld da sein. Und das wird auf fünf Personen aufgeteilt. „Ich habe vier Kinder und eine Frau, die meine Erben sind“, sagte Lugner, der sich im Juli einer Herz-Operation unterziehen musste, oe24.at.

Vor seinem Tod hatte Lugner entsprechende Vorkehrungen getroffen. Seine neue Frau, Ex-Freundin Simone „Bienchen“ Reiländer (42), die Lugner im Juni heiratete, übergab er die Leitung von „Lugner City“ und bedachte sie in seinem Testament. Tochter Jacqueline (30) sollte die Leitung seines Bauunternehmens übernehmen. Noch im Alter von 90 Jahren saß Lugner täglich neun Stunden im Büro, verriet er der österreichischen Zeitung Heute. Er wollte nicht, dass seine Erben an den Schulden ersticken. (mt) Verwendete Quellen: Heute; oe24.at; puls24.at