tz-Interview mit der Popkönigin

Rihanna exklusiv: So sieht mein perfekter Tag aus

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Unser Reporter zusammen mit Rihanna beim Interview.

Los Angeles - Rihanna gehört derzeit zu den erfolgreichsten Popkünstlern weltweit. Im Interview mit der tz gibt sie Einblicke in ihr Privatleben und erklärt, wie ein perfekter Tag für sie aussieht.

Unter dem Ärmel lugt ein Tattoo auf der rechten Hand hervor. Aber Hoffnungen, ein Auge auf die anderen 20 Malereien auf Rihannas Körper erhaschen zu können, erfüllen sich nicht. Denn weder ist sie nabelfrei zum Interview erschienen, noch gewährt sie – wie sonst üblich – Einblick in ihre Oberweite. Ja, selbst der Rock fällt ihr bis auf die Knöchel. Wir haben offenbar den Keuschheits-Tag des Pop-Sex-Idols erwischt. Das blütenweiße Kleid ist von In-Designerin Simone Rocha. Was nichts daran ändert, dass Schwester Rihanna darin im Kloster aufgenommen werden könnte. Und dann beichtet sie auch noch. Schockierendes. “Ich bin schüchtern.”

Das entspricht nicht Ihrem Image.

Rihanna: Ich hab zwei Seiten, sowie viele Frauen. Wenn es um meine Karriere geht, dann bin ich stark, furchtlos und kann auch mal provokativ sein. Ich habe mir seit meiner Kindheit ein dickes Fell zugelegt. Doch ich bin auch verletzlich und im tiefsten Inneren ein kleines Girl geblieben.

Wann kommt das heraus?

Rihanna: Im Kreise meiner Familie. Oder wenn ich Ballons sehe...

...die massenweise durch den Disneyfilm „Home – Ein spektakulärer Trip“ schweben. Da leihen Sie einem kleinen Mädchen die Stimme.

Rihanna: Ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Sie ist sehr mutig, sehr furchtlos, sehr resolut und sehr frech. Ich liebe das an ihr. Vor allem dass mit dem frech sein – weil das bin ich auch.

Hatten Sie als Kind eine rebellische Ader?

Rihanna: Nein. Ich war sehr kreativ aber auch brav. Erst als ich mit meiner Familie als Teenager nach Amerika gezogen bin, bin ich der Rebellion beigetreten (lacht). Man könnte sagen, dass das mit dem Erfolg kam. Mit dem stieg auch mein Selbstvertrauen, Stärke zu zeigen.

Sie sind auf Barbados aufgewachsen. Wie sehr hat Sie das karibische Inselleben geprägt?

Rihanna: Völlig. Ohne die kulturellen Einflüsse wäre ich nicht zu der Frau geworden, die ich heute bin. Am allerwichtigsten war natürlich meine Familie. Ich habe das große Glück, eine sehr starke Mutter und eine sehr starke Oma zu haben. Sie in meinem Leben als Vorbilder zu haben ist ein Segen. Ihnen verdanke ich so viel.

Wollten Sie schon immer Sängerin werden?

Rihanna: Es war der ultimative Traum des kleinen Girls von der wirklich kleinen Insel, mal wie Mariah, Celine oder Whitney auf der Bühne zu stehen. Ich wollte Musik machen, die auf der ganzen Welt gespielt wird.

Das hat ja sehr gut geklappt. Sie sind ganz oben gelandet.

Rihanna: Was heißt denn ganz oben? Man ist niemals ganz oben. Wer das denkt, der sabotiert sich selbst. Weil es dann nur noch eine Richtung gibt. Abwärts. Man darf nie zufrieden sein mit dem, was man erreicht hat. Außerdem ist es sehr einsam auf dem Gipfel, wenn man ihn erst einmal erklommen hat.

Hatten Sie eigentlich einen Plan B, wenn es mit der Musikkariere nicht geklappt hätte?

Rihanna: Ehefrau werden.

Dann stellt sich wohl die Frage, wer der ideale Ehemann für Sie ist?

Rihanna: Ich brauche einen Mann, der Manns genug ist um mit meinem Terminkalender umgehen zu können. Er muss tolerieren, dass ich kaum Zeit für ihn hätte. Deshalb würde ich auch grade niemanden da mit reinziehen wollen.

Lassen Sie uns mal jemanden mit reinziehen. Wie klingt Rihanna DiCaprio in Ihren Ohren?

Rihanna: Sie sollten nicht so viele Blogs und Klatschmagazine lesen. Die führen Sie jedes Mal hinters Licht...(lacht).

Sie sind die Queen des Social Media und haben allein auf Twitter 37 Millionen Follower.

Rihanna: Ich posaune halt gerne meine Meinung ungefiltert heraus und poste meine Bilder.

Es gibt in Europa einen weiblichen Fan, der sich Ihr Gesicht riesengroß auf den Körper tätowiert hat. Finden Sie das crazy?

Rihanna: Naja, ich würde so etwas nicht tun. Aber jeder soll machen, was er mag. Ich habe die Frau übrigens schon mal vor einigen Jahren getroffen. Sie hat mich damals gefragt, ob ich ihr ein Autogramm auf den Arm schreiben kann. Sie hat meine Unterschrift dann in ein Tattoo umgewandelt und es auf Instagram gestellt. Offenbar hat sie danach nicht mehr aufgehört.

Sie sind das neue Gesicht von Dior und schreiben damit Geschichte…

Rihanna: …weil ich die erste Promi-Werbeträgerin bin, die nicht weiß ist. Es fühlt sich fantastisch an. Es ist nicht nur für mich sondern auch für unzählige Girls mit dunkler Hautfarbe eine wirklich große Sache. Ich bin sehr stolz.

Sie werben auch für Puma, obwohl Sie keine Leistungssportlerin sind. Wie halten Sie Ihren Koerper so fit?

Rihanna: Durch tonnenweise Makkaroni mit Käse überbacken (lacht). Ich esse das wirklich! Aber dafür mache ich auch viel Fitnesstraining und versuche ich letzter Zeit auch, gesünder zu essen. Das fällt mir allerdings echt schwer. Ich hasse Gemüse. Ich muss mich wirklich zwingen, es zum Bestandteil meiner Ernährung zu machen. Aber ich weiß halt, dass es gut ist.

Was ist ein perfekter Tag für Sie?

Rihanna: Auf der Couch herumzulümmeln und Fernsehen gucken. Ich muss gestehen, dass ich total auf Reality-Shows stehe. Aber ich liebe auch Dokumentationen. Und vorm Schlafen gehen schalt ich auf Zeichentrickfilme um. Sonst würde ich schlecht träumen.

Sie haben mit ihren 26 Jahren schon unheimlich viel erreicht. Was ist das größte Ziel, dass Sie im Leben haben?

Rihanna: Glücklich zu sein.

Interview: Dierk Sindermann

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