Ergrauter Sonnyboy

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Robbie bei seinem Auftritt im Londoner Roundhouse.

London - Fast drei Jahre mussten Fans von Robbie Williams warten - nun meldete sich der Popstar mit einem umjubelten Comeback-Konzert in London zurück.

Robbie Williams hat es bei seinem Comeback richtig krachen lassen: Mit neuem Album, grauen Haaren und einer Take-That-Tätowierung kehrte der Popstar nach langer Pause auf die Bühne zurück. „Wie geht es euch?“, rief der englische Sänger den 3000 Zuschauern im Londoner Roundhouse zu, während die ersten Takte seiner neue Single „Bodies“ bereits liefen. Weil sich Williams wegen einer Medikamentensucht therapieren ließ, hatten seine Fans drei Jahre auf diesen Moment warten müssen.

Robbie Williams: Karriere - Absturz - Comeback - Papa

Karriere von Popstar Robbie Williams
1990 entdeckte die Mutter von Robbie Williams eine Anzeige, in der Mitglieder für eine Boygroup gesucht wurden. So schaffte Robbie den Einstieg bei der britischen Boygroup Take That. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Frontsänger der Band war Gary Barlow. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Robbie war mehr der Spaßvogel innerhalb der Gruppe. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Im Jahr 1995 dann der Schock für die Fans: Robbie Williams verlässt Take That. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Ein halbes Jahr später trennte sich dann auch die restliche Gruppe. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Robbie Williams machte nach seinem Ausstieg aus der Boyband solo weiter, ist aber anfangs wenig erfolgreich. Die Singles seines Albums „Life Thru a Lens“ floppten. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Robbie widmete sich mehr und mehr seinen Drogen- und Alkoholexszessen und musste in eine Entzugsklinik eingeliefert werden. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Seine Solokarriere schien bereits zu Ende, doch seine Single „Angel“ aus dem Jahr 1997 wurde ein großer Erfolg. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Seither wurde Robbie Williams jährlich mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Unter anderem bekam er zahlreiche Brit Awards (hier verliehen von Spicegirl Geri Halliwell), MTV Europe Music Awards und den Echo. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Für eine Kampagne zur Aufklärung über Brustkrebs, stellte sich Robbie mit Brüsten vor die Kamera. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Das zweite Album „I‘ve Been Expecting You“, landete sofort auf Platz eins der britischen Charts. Auch in Europa war es erfolgreich. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
„Sing When You‘re Winning“ aus dem Jahr 2000 wurde sein Erfolgsalbum und machte ihn endgültig zum internationalen Superstar.  © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Auch andere bekannte Künstler waren mit auf dem Album. Beispielsweise Kylie Minogue beim Duett „Kids“. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Robbie wird in die Reihe von Madame Tussaud‘s Wachsfiguren in London aufgenommen. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Im Jahr 2001 sang er für den Film „Bridget Jones“ eine Neuauflage von Frank Sinatras „Have You Met Miss Jones?“. Inspiriert von dieser Swing-Nummer nahm Robbie ein komplettes Album mit Swing-Klassikern auf. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Die Single „Somethin‘ Stupid“ mit Nicole Kidman und das gesamte Album  „Swing When You‘re Winning“ werden wieder ein großer Erfolg. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Mit seinem Swing-Album schaffte Robbie Williams endgültig den Imagewechsel vom Boygroup-Mitglied zum international anerkannten Sänger. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Williams Konzerte in den größten Konzertstadien Europas waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Mit spektakulären Auftritten bei seinen Tourneen begeisterte er die Fans (hier im Münchner Olympiastadion im Jahr 2003). © dpa
Unterdessen feiert Take That im Jahr 2005, nach fast 10 Jahren Trennung, ihr Comeback - ohne Robbie Williams. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Er bleibt weiter auf Solopfaden. Sein Dance/Electro-Album „Rudebox“ aus dem Jahr 2006 verkauft sich allerdings schlechter als die Platten davor. Das neue Album seiner alten Band Take That übertrifft seine Verkaufszahlen bei weitem. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Danach wird es ruhiger um den Star (hier mit seiner Rottweilerdame Missy). © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
2007 kommt er wegen Tablettensucht erneut in eine Entzugsklinik. © dpa
Nach zwei Jahren Pause hat sich Robbie im Jahr 2009 wieder gefangen. © dpa
2010 dann der Paukenschlag: Robbie stieg wieder bei Take That (Archivfoto) ein. © dpa
Nach mehr als 15 Jahren feiert die Boygroup ihr Comeback in Originalbesetzung. © dpa
Im gleichen Jahr heiratet er die türkisch-US-amerikanische Schauspielerin Ayda Field © dpa
Im September 2012 kommt Töchterchen Theodora „Teddy“ Rose zur Welt. © dpa
Im November 2012 erscheint sein neues Solo-Album "Take the Crown" © dpa

Als der 35-Jährige die Showtreppe hinab und auf die begeisterte Menge zu stolzierte, funkelten seine Augen vor Freude und Glück. In der ehemaligen Dampflokwerkstatt spielten schon Jimi Hendrix, The Doors und Led Zeppelin. Das binnen weniger Minuten ausverkaufte Konzert wurde um eine Stunde verzögert im Internet, im Radio und in mehr als 250 Kinos in Europa übertragen. 38 Musiker begleiteten sein Comeback.

Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert

Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert
Fast drei Jahre mussten Fans von Robbie Williams warten - am Dienstagabend meldete sich der Popstar bei seinem Konzert in London mit alten und neuen Hits zurück. © ap
Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert
Der englische Sänger (“Rock DJ“) spielte alte Hits sowie Lieder von seinem neuen Album “Reality Killed The Video Star“, das am 6. November erscheint. © ap
Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert
Begleitet wurde er von Streichern, Bläsern und seiner Band. © ap
Robbie Williams Comeback Konzert
Williams' Single “Bodies“ ist bereits auf dem Markt. © ap
Robbie Williams Comeback Konzert
So lieben ihn seine Fans. © ap
Robbie Williams Comeback Konzert
Mit mehr als 55 Millionen Plattenverkäufen ist er einer der derzeit erfolgreichsten Sänger. © ap
Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert
Doch nur 3000 Fans durften ihren Robbie im Londoner Roundhouse live erleben... © ap
Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert
...der Rest musste sich mit Plätzen in Kinosälen oder vor dem Radio begnügen. © dpa
Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert
Das Comeback wurde auch im Internet, in mehr als 200 Kinos und im Radio übertragen. Die Vorstellungen in 37 deutschen Kinos waren ausverkauft - so auch in diesem Berliner Kino. © dpa
Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert
Für einen Sitzplatz zahlten Kinobesucher knapp 20 Euro, ein Ticket für das Konzert gab es bereits ab fünf Euro. © dpa
Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert
Diese Fans zählten zu den glücklichen: Sie warten vor dem Londoner Roundhouse. © dpa
Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert
Dort rockte Robbie vor einem kleinen Publikum. © dpa
Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert
Eine Kinokarte für eine ausverkaufte Robbie-Konzert-Übertragung in Berlin. © dpa
Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert
Auch in diesem Kino in Düsseldorf kämpften die Fans um Karten. © dpa
Robbie Williams Comeback Konzert
Doch wegen eines technischen Defekts musste die Übertragung abgesagt werden - was dieser Verantwortliche auf dem Bild gerade tut. © dpa
Robbie Williams Comeback Konzert
1700 enttäuschte Fans mussten unverrichteter Dinge heimgehen. © dpa
Robbie Williams Comeback Konzert
Diese beiden Mädels sind tapfer. © dpa

Zu den Klängen seines neuen Hits „Bodies“ – eine Hommage an Michael Jackson – schreitet er lässig an Streichern, Bläsern, Harfe, Band und Chorsextett vorbei, presst die Lippen zusammen, nickt, fasst sich ins Gesicht: Er kann die Begeisterung nicht fassen. Einmal noch blickt er in die Loge, wo Mutter Jan und Freundin Ayda Field sitzen. „Ich dachte, es geht um Michael Jackson, aber es geht um mich mal wieder“, sagt Williams ironisch. Der Aufenthalt in einer Entzugsklinik hat ihn nach eigenen Angaben vor dem Tod bewahrt. Das Publikum lauscht inzwischen andächtig der Ballade „Morning Sun“.

Das ZDF zeigt am 7. November ab Mitternacht einen 60-minütigen Zusammenschnitt des Konzerts.

Der Sonnyboy schafft es, die ekstatischen Fans zu besänftigen. Eine Frau reiste aus Sibirien an, um ihn zu sehen. Sie hat eine Karte im Internet ersteigert - für 375 US-Dollar. Acht Stunden vor Beginn des Konzerts stellte sie sich in die Schlange. Robbie sei vorbeigekommen und habe mit den Fans eine geraucht und geplaudert, erzählt sie. Die Fans lieben seine Grimassen, sein Flirten und seine mitreißenden Tanzbewegungen, etwa bei der neuen Groove-Nummer „Starstruck“. „Ich bekomme graue Haare, könnt Ihr das sehen?“, ruft Williams. „Wir werden alt.“ Er beweist, dass es ihm wieder gut geht, zum Beispiel mit Rap-Einlagen wie „Can I kick It?“, worauf die Zuschauer „Yes you can“ antworten. Es ist auch der Abend der Klassiker wie „Millennium“ und „Feel“. Zum Finale gibt er mit Hornbrille auf der Nase die 30 Jahre alte Pophymne „Video Killed The Radio Star“ zum Besten. Sie stammt von Trevor Horns Band The Buggles.

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