Sänger im Interview

Roland Kaiser über neues Album: „Sehr modern, elegant, international“

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Roland Kaiser veröffentlicht am Freitag sein neues Studioalbum.

Das wird ein kaiserliches Wochenende! Am Freitag erscheint Roland Kaisers neues Studioalbum „Alles oder Dich“. Im Interview spricht der 66-Jährige über sein Werk.

München - Am Samstag dreht sich dann um 20.15 Uhr im Ersten bei Florian Silbereisen über drei Stunden lang alles um den 66-Jährigen. Unter dem Motto „Alle singen Kaiser“ singen Kollegen wie Andrea Berg, Annett Louisan oder Michelle seine größten Hits, von „Santa Maria“ bis „Joana“. Und um 23.55 Uhr folgt dann noch „Alle lieben Kaiser“, das Premieren-Konzert der neuen Platte aus Berlin. In unserem Interview verrät Roland Kaiser, auf was sich seine Fans freuen können – und warum er 2020 endlich wieder zu einem großen Konzert nach München kommt.

Hallo Herr Kaiser, darf ich Ihnen mein Lieblingslied vom neuen Album verraten?

Kaiser: Sehr gerne. Ich bin gespannt.

Das ist eindeutig „Niemand“, Ihr Duett mit Barbara Schöneberger. Die Musik erinnert an Klassiker von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood wie „Summer Wine“. Und der Text mit „Niemand“ als ständigem Begleiter durchs Leben ist wunderbar verspielt.

Kaiser: Das freut mich. Ich hatte bei der Geschichte sofort den Film „Mein Freund Harvey“ mit dem unsichtbaren weißen Hasen im Kopf. Der Text ist wirklich sehr schräg. Und ich dachte mir, wenn Barbara je mit mir zusammen singt, dann genau dieses Lied. Und sie hat auch sofort zugesagt.

Das Stück „Alles oder Dich“ hat so eine James-Bond-Atmosphäre.

Kaiser: Das war auch die Richtung, in die wir mit dem neuen Album gehen wollten. Sehr modern, elegant, international. Michael Ilbert, der einen Teil der Songs gemischt hat, hat beispielsweise für seine Arbeit mit Adele, Katy Perry oder Taylor Swift mehrere Grammys gewonnen. Als großer Bond-Fan hatte ich ihn gebeten, beispielsweise im Titelsong „Alles oder Dich“ eine Atmosphäre zu schaffen wie in Adeles „Skyfall“. Und das hat er fabelhaft hinbekommen.

Ihr Name ist Kaiser, Roland Kaiser. Auch die PR-Fotos mit geöffneter Fliege haben diese 007-Lässigkeit. Welcher Bond wären Sie denn, wenn Sie die Wahl hätten?

Kaiser: Wenn überhaupt, dann Roger Moore. Er war für mich der typischste Bond, mit seiner leicht versnobten, süffisanten, britischen Art. Wenn ich bei der Arbeit an dem Album einen Bond im Kopf hatte, dann ihn. Wobei ich auch Daniel Craig sehr gerne sehe.

Trotzdem klingt das Album immer noch nach Roland Kaiser, nach sehr gut gemachtem deutschem Schlager. War Ihnen diese Balance wichtig?

Kaiser: Bei der Frage müssen wir erstmal klären, was denn deutscher Schlager ist. Für mich ist ein Schlager ein erfolgreiches Lied. Und wenn die Toten Hosen mit „Tage wie diese“ eine Nummer eins landen, dann haben sie einen Schlager geschrieben. Den Sound, den man heute mit dem deutschen Schlager verbindet, diese 135 Beats pro Minute, haben wir auf dem Album kaum drauf.

Also raus aus der „Schublade“ Schlager?

Kaiser: Ich mache Musik mit deutschen Texten. Punkt. Ob man das dann Schlager nennt, oder Pop, bleibt jedem Zuhörer überlassen. Aber Sie haben schon recht, wir hatten den Anspruch das Album so klingen zu lassen, dass es die Fans nicht verprellt, die mich bisher gehört haben. Dass es international klingt, und gleichzeitig nach Roland Kaiser, das ist die Kunst.

Was passiert denn am Samstag bei Florian Silbereisen?

Kaiser: Um ehrlich zu sein, bin ich selbst gespannt. Die Kollegen haben sich ihre liebsten Kaiser-Titel ausgesucht und interpretieren diese und ich werde in der Sendung ebenfalls singen. Sehr viel mehr weiß ich bisher auch nicht. Ich werde mich genauso überraschen lassen wie die Zuschauer.

Apropos Überraschung: Sie kommen am 7. November 2020 nach München in die Olympiahalle. Bisher war München im Gegensatz zum Norden und Osten Deutschlands ja keine Kaiser-Hochburg, und Sie haben eher in der Philharmonie gesungen. Wieso jetzt doch der ganz große Rahmen?

Kaiser: München war tatsächlich immer ein schwieriges Pflaster für mich. Und die Olympiahalle ist für Sänger aus meinem Genre ohnehin schwierig zu füllen, mit Ausnahme von Helene Fischer natürlich, und früher auch Udo Jürgens. Aber weil wir glauben, dass das neue Album gut laufen wird, wollen wir versuchen, die Olympiahalle soweit mit Zuschauern zu füllen, dass es vernünftig aussieht. Ich freue mich auf die Münchner – und ich hoffe, die Münchner freuen sich auf mich.

Zuvor feiern Sie noch ein Jubiläum. Ihr Duett „Warum hast Du nicht Nein gesagt?“ mit Maite Kelly steht auf YouTube gerade bei 99,5 Millionen Klicks.

Kaiser: Dann schaffen wir die 100 Millionen hoffentlich auch noch. Dieses Lied ist ein absolutes Phänomen. Ich merke ja, wie die Fans bei Konzerten nur darauf warten. Mittlerweile sprechen mich mehr Fans auf das Duett mit Maite an als auf „Santa Maria“. Und nach fast vierzig Jahren ist es schön, ein weiteres Lebenslied zu haben.

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