Sie leben in zwei Welten

Rosenheim-Cops-„Stockl“ privat: Marisa Burger spricht über ihre ungewöhnliche Ehe

Rosenheim-Cops-Star Marisa Burger
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Ein Foto aus dem Jahr 2019: Rosenheim-Cops-Star Marisa Burger schreibt Autogramme.

Aus den ZDF-„Rosenheim-Cops“ ist Marisa Burger als Miriam Stockl nicht wegzudenken. Aber wie tickt die Schauspielerin privat? In einem Interview gibt sie erstaunliche Einblicke.

München/Berlin - „Es gabat a Leich!“ Fans der ZDF-„Rosenheim-Cops“ warten förmlich in jeder Folge auf diesen Satz aus dem Mund von Miriam Stockl. Die gute Seele des Rosenheimer Kommissariats, gespielt von der Altöttingerin Marisa Burger, ist ganz wichtiger Bestandteil der Serie. Ohne sie sind die „Rosenheim-Cops“ unvorstellbar. Das zeigte sich auch daran, dass die Macher sich etwas sehr Kreatives einfallen ließen, als Darstellerin Burger mal eine Drehpause brauchte.

Und wie tickt die private Marisa Burger? Darüber spricht die 48-Jährige nur ganz selten - öffentliche Auftritte absolviert sie in der Regel ohne ihren Ehemann. Jetzt äußerte sie sich im Interview mit der Morgenpost zu ihrer ungewöhnlichen Ehe. Ungewöhnlich ist sie deswegen, weil sie und ihr Mann in weiten Teilen des Jahres eine „Fernehe“ führen - er ist Chefrestaurator des Kunstmuseums Basel, dort lebt er auch. Und daran sieht man zudem, dass beide beruflich in anderen Welten zu Hause sind. Er in der Kunst, sie in der Serien-Unterhaltung.

Video: So sah sie früher aus

Rosenheim-Cops-Star Marisa Burger (ZDF) lebt in einer Fernehe

„Wir haben genügend Zeit zum Zusammenleben, vor allem zwischen Dezember und Februar, wenn relativ wenig gedreht wird“, erklärt Burger jetzt der Morgenpost. Sie ist viel im Zug unterwegs, auch wenn sie ihre Anschlusszüge „eigentlich grundsätzlich“ nicht erreiche. Die beiden haben sich und ihre Ehe gut organisiert. „Heute gibt es viele Paare, die in einer Fernbeziehung oder Fernehe leben. Dafür haben wir dann wirklich Zeit füreinander, wenn wir uns sehen. Außerdem sind wir in einem Alter, wo es nicht mehr darum geht, dass man ein Haus baut, ein Kind zeugt und einen Baum pflanzt. Das haben wir schon alles. Wir sind erwachsene Leute, die mit beiden Beinen im Berufsleben stehen. Man kann sich gut auf sich konzentrieren und freut sich, wenn man wieder etwas gemeinsam macht. Das ist eine Form von Freiheit.“

Die Welt ihres Mannes, die Kunst, findet Burger faszinierend, sagt aber auch: „Selbst bin ich aber völlig unbegabt, was das Malen betrifft, und ich hätte nicht die Geduld wie mein Mann, der akribisch ein Bild restauriert.“

Rosenheim-Cops-Star Marisa Burger (ZDF) spielt „alles gerne, wenn es zu mir passt“

Dass die „Rosenheim-Cops“ als leichte Unterhaltung gelten, sieht Burger gelassen. Und unterstreicht gegenüber der Morgenpost, dass es gar nicht so einfach ist, entsprechende Rollen zu verkörpern. „Wenn du Komödie machst, dann musst du auch eine Schwere in dir haben, sonst kannst du das Leichte nicht gut spielen. Das hat schon Charlie Chaplin gesagt“, so Burger. „Ich spiele alles gerne, wenn es zu mir passt, und dabei unterscheide ich nicht zwischen Komödie oder knallhartem Sozialdrama.“

Dass manche über die „Rosenheim-Cops“ die Nase rümpfen? Geschenkt! „Ich weiß, manche Feuilletonisten mögen solche Serien belächeln. Aber ganz ehrlich, ich gehe auch gerne ins Theater und schaue mir eine schöne Komödie an, bei der ich lachen kann, anstatt etwas, das nur wenige verstehen. Kunst und Kultur sollen für alle da sein. Jeder, der sich mit einem Werk der Kultur beschäftigen möchte, darf und soll das, aber es soll nicht bewertet werden.“ Für alle sind die „Rosenheim-Cops“ tatsächlich da. Der Auftakt der neuen Staffel war auch wieder ein voller Erfolg. Am Dienstag (28.9.) gab es nur eine TV-Sendung, die laut dwdl.de eine höhere Reichweite erzielte. Und das war die „Tagesschau“. Auch ein „Rosenheim-Cops“-Kollege äußerte sich unlängst zu Privatem. Und auch zu unschönen Erlebnissen mit Fans. (lin)

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