Er starb vor 30 Jahren

Roy Black: War alles doch anders? Neue Aussagen seines Vertrauten werfen anderes Licht auf Schlager-Star

Roy Black
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Einer der größten Schlager-Stars seiner Zeit: Roy Black.

Um Roy Black ranken sich viele Rätsel. Zu seinem 30. Todestag äußerte sich jetzt sein Manager - und räumt mit einem möglichen Irrtum auf.

Bobingen - Nicht nur seine Lieder bleiben unvergessen. Sondern auch die Person Roy Black. Der Schlager-Star, geboren als Gerhard Höllerich, zählte zu den ganz großen Entertainern seiner Zeit. Jetzt jährte sich sein Todestag zum 30. Mal. Am 9. Oktober 1991 starb er in einer Fischerhütte im oberbayerischen Landkreis Mühldorf, sein Bruder fand ihn dort tot.

Um die Todesursache ranken sich viele Mythen. Mehrfach äußerte sich einer der beteiligten Gerichtsmediziner. Demnach brachte Roy Black sein schwaches Herz den Tod - doch es war in jedem Fall auch eine hohe Menge Alkohol im Spiel.

Roy Black: War er wirklich unglücklich mit Schlager-Rolle?

Was ebenfalls oft erzählt oder spekuliert wird: Roy Black sei mit seiner Rolle als Schlager-Star höchst unglücklich gewesen. Das vertraute er beispielsweise Uschi Glas an - sie erklärte einst der Bild: „Er war innerlich zerrissen und hat mir in Gesprächen ganz früh mitgeteilt, dass er darunter leide, Roy Black zu sein. Er hat es nie verkraftet, ein ,Schlagerfuzzi‘ sein zu müssen. Er wäre lieber Rocker geworden, das war sein Leben.“

Zu seinem 30. Todestag äußerte sich allerdings nun sein Manager laut spot on news. Wolfgang Kaminski stellt es das Thema etwas anders dar - demnach standen Roy Black die Türen raus aus dem Schlager grundsätzlich offen. „Er hätte das ja machen können. Wirtschaftlich hätte er sich immer leisten können, ganz auszusteigen. Bei den Konzerten auf der Bühne hat man ja gesehen, dass er seinen Spaß hatte.“

Kaminski erklärt weiter: „Natürlich kann man ‚Ganz in Weiß‘ nicht zum tausendsten Mal immer noch mit Inbrunst und Gefühl singen. Natürlich ist das dann auch eine Form von Schauspiel. Das gehörte dazu. Aber da gab es nichts, was er nicht gerne gesungen hätte. Wer sollte ihn denn dazu gezwungen haben? Die Plattenfirma nicht und ich auch nicht. Wenn jemand so viel Geld hat, dass er bis an sein Lebensende nicht mehr arbeiten müsste, hat er das nicht nötig.“

Roy Black: Manager erlebte keine zwei getrennte Persönlichkeiten

Die Wahrheit liegt also irgendwo dazwischen. Roy Black spielte die Rolle des Schlager-Sängers, so sein Manager. Und offenbar war er damit nicht immer ganz glücklich. Doch er hätte auch Optionen gehabt, aus dem Korsett auszubrechen. Die große Trennung zwischen Roy Black und Gerhard Höllerich sieht sein Manager nicht. „Dass es zwei voneinander getrennte Persönlichkeiten gibt, habe ich nie erlebt. Ich glaube, in jedem Beruf zweifelt man schon mal an dem, was man tut. Das hat er auch getan.“ Auch seine einstige Duettpartnerin Anita Hegerland äußerte sich kürzlich zu Roy Black. (lin)

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