Unfassbar!

Rücksichtslose Helene-Fischer-Fans sorgen für Stadiondurchsage und Polizeieinsatz

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Dieses und weitere Fotos vom Vorfall veröffentlichte die Tierrettung Essen.

Fahrlässiges Verhalten von Fans sorgte am Dienstag in Gelsenkirchen für einen Polizei- und Feuerwehreinsatz beim Helene-Fischer-Konzert. Und eine Durchsage in der Arena.

Gelsenkirchen - Zeugen trauten ihren Augen kaum, als sie am Dienstag über den Arena-Parkplatz P6 auf Schalke spazierten. Dort entdeckten sie nämlich einen Hund auf dem Beifahrersitz eines Audis - von Herrchen oder Frauchen keine Spur. Die vergnügten sich derweil offenbar in der Veltins-Arena beim Helene-Fischer-Konzert, denn im Moment des Fundes war die Schlagerparty bereits im vollen Gange. Das berichtet Der Westen.

Der kleine Hund - bzw. seine Besitzer - sorgte für einen großen Einsatz.

Auch die Tierrettung Essen schreibt über den Vorfall und dokumentiert diesen mit Bildern auf ihrer Facebook-Seite.

Der Tierrettungsverein beklagt sich, dass Feuerwehr und Polizei die Scheibe nicht einschlugen. Ob dies nötig gewesen wäre, dazu gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Laut Der Westen stand der Wagen im Schatten und das Dachfenster einen Spalt offen. Dennoch schreibt die Tierrettung: „Erste Messungen am Pkw stellten eine Innenraumtemperatur des Fahrzeuges von über 32 Grad fest. Die äußerliche Körpertemperatur des Hundes, gemessen mit einer Wärmebildkamera, lag über 37 Grad. Der Hund war bedingt ansprechbar und taumelte. Alle Fenster waren verschlossen, lediglich ein 0,5 cm großer Spalt am Schiebedach war zu sehen. Durch die eng aufeinander liegenden Gummidichtungen war eine Frischluftzufuhr nicht möglich.“ Zudem berichten die Tierretter: „Glücklicherweise hat der Hund das Martyrium lebend überstanden.“

Die Hundebesitzer vergnügten sich beim Helene-Fischer-Konzert.

Die Polizei hingegen stellt die Lage weniger bedrohlich dar. Ein Sprecher sagte der WAZ, Feuerwehr und Polizei hätten übereinstimmend festgestellt, dass der Hund fidel gewesen sei. Eine Temperaturmessung habe keinen Anlass zu Rettungsmaßnahmen gegeben. Sonst wäre nach dem Motto „Gefahr in Verzug“ reagiert worden. Eine Stadiondurchsage habe es dennoch gegeben, um die Besitzer zum Auto zu beordern.

Es habe keine Lebensgefahr bestanden, meint auch Stephan Witte, Vorsitzender des Vereins Tierrettung Essen. Dennoch ist er fassungslos: „Man kann nicht ein Tier im Auto zurücklassen bei dieser Hitze.“

Nicht selten lassen Menschen sogar ihre eigenen Kinder im aufgeheizten Auto zurück. Glücklichweise sind oft Retter zur Stelle, die die Scheibe einschlagen und größeren Schaden verhindern können. Manchmal kommt allerdings jede Hilfe zu spät.

lg/lin

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