„Inakzeptable Kommentare“

Rücktritt wegen Rassismus-Skandal am Buckingham Palace: Prinz Williams‘ Patin im Mittelpunkt

Der aktuelle USA-Trip von Prinz William und Kate wird von einem rassistischen Vorfall im Buckingham Palace überschattet. Im Mittelpunkt steht Williams Patin, eine ehemalige Hofdame der Queen.

London – Eigentlich sollen Prinz William (40) und Kate Middleton (40) bei ihrer USA-Reise den angeknacksten Ruf der britischen Monarchie aufpolieren. Im brisanten Interview, das Prinz Harry (38) und Meghan Markle (41) im vergangenen Jahr US-Talkerin Oprah Winfrey (68) gegeben hatten, hatten beide dem britischen Königshaus rassistische Tendenzen vorgeworfen. Doch kaum waren Kate und William in Boston gelandet, gab es neue Hiobsbotschaften.

Rassismus-Eklat am Buckingham Palace: Ngozi Fulani macht Entgleisung öffentlich

Doch was war genau passiert? Am 29. November hatte Queen Consort Camilla, die Ehefrau von König Charles III., im Buckingham Palace zu einer Veranstaltung geladen, um auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Eingeladen war auch Ngozi Fulani (57), Gründerin der Charity-Organisation Sistah Space, die sich um Opfer häuslicher Gewalt kümmert. Nach dem Empfang im Buckingham Palace twitterte die schwarze Aktivistin über ihre „gemischten Gefühle“.

Prinz Williams Taufpatin Susan Hussey (rechts) ist nach rassistischen Äußerungen gegenüber der Aktivistin Ngozi Fulani (Mitte) als Hofdame zurückgetreten (Montage).

Ngozi Fulani berichtet bei Twitter, „Lady SH“, Lady Susan Hussey (83), sei zehn Minuten nach ihrer Ankunft im Buckingham Palace auf sie zugekommen und habe ihr Haar zur Seite geschoben, um ihr Namensschild lesen zu können. Dann sei es zu einer verstörenden Konversation gekommen.

Wiederholt habe Hussey sie gefragt, woher sie komme, woraufhin Fulani entgegnete, sie sei britische Staatsangehörige. Dann habe Lady Hussey, die die Taufpatin von Prinz William ist, sie gefragt, woher „ihre Leute“ kämen. Erst als sie herausbekommen habe, dass Ngozi karibischer Abstammung sei, gab sich die Hofdame der verstorbenen Queen zufrieden.

Palast reagiert auf rassistischen Vorfall: „inakzeptable und zutiefst bedauerliche Kommentare“

Der Palast reagierte umgehend auf die Vorwürfe. „Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst und haben unverzüglich Nachforschungen angestellt, um alle Einzelheiten zu ermitteln. In diesem Fall wurden inakzeptable und zutiefst bedauerliche Kommentare abgegeben“, so ein Sprecher in einer offiziellen Mitteilung. „Die betroffene Person möchte sich aufrichtig für den verursachten Schmerz entschuldigen und ist mit sofortiger Wirkung von ihrem Ehrenamt zurückgetreten.“

Wer ist Lady Susan Hussey?

Susan Hussey wurde am 1. Mai 1939 als Lady Susan Katharine Waldegrave, Tochter von Earl Geoffrey Waldegrave, geboren. Im Alter von 20 Jahren heiratete sie Baron Marmaduke Hussey, mit dem sie einen Sohn und eine Tochter hat. 1960 wurde Susan Hussey zur Hofdame von Queen Elizabeth II., 1984 erhob man sie in den Adelsstand. Lady Hussey ist Taufpatin von Prinz William. Ihre Tochter Katherine zählt seit Herbst 2022 zu den Hofdamen von Queen Consort Camilla. Nach den gegen sie erhobenen Rassismusvorwürfen trat Lady Susan Hussey am 30. November 2022 als Hofdame zurück.

Auch der Sprecher von William und Kate äußerte sich zu dem rassistischen Vorfall. „Rassismus hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.“

Diese Kommentare waren inakzeptabel und es ist richtig, dass die betroffene Person mit sofortiger Wirkung zurückgetreten ist.“ Prinz William soll den Rücktritt befürworten. Besonders prekär für die Royals: Am 6. Dezember werden Meghan und Harry mit dem „Ripple of Hope“-Award ausgezeichnet – für ihren Mut, rassistische Tendenzen im Königshaus offen angesprochen zu haben.

In Norwich ging ein Stück jahrzehntealter Hochzeitstorte von Kate Middleton und Prinz William in die Versteigerung. Geht es um royale Souvenirs, werden in Auktionen oftmals skurril hohe Preise erzielt. Natürlich wurde das gute Kuchenstück in Originalverpackung angeboten.

Verwendete Quellen: Twitter, people.com

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