Scharfe Kritik an Prinz Harrys Rambo-Rhetorik

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Prinz Harry in seinem Apache

London - Prinz Harry, der zugegeben hat, bei seinem Afghanistan-Einsatz Menschen getötet zu haben, brüstet sich, wegen seiner Liebe zu PC-Spielen ein guter Schütze zu sein. Es hagelt Kritik.

Er sei vor allem deshalb ein guter Schütze, weil er gerne Computerspiele spiele, meinte der 28-Jährige in einem Interview des Senders BBC, das in Afghanistan aufgezeichnet wurde. „Ich glaube, meine Daumen können ganz nützlich sein“, sagte er. Harry hatte sich in Interviews mit britischen Medien allzu flapsig über seine teils tödlichen Einsätze am Hindukusch geäußert. Harry hat dort als Schütze in einem Kampfhubschrauber des Typs Apache Dienst getan und zugegeben, auch tödliche Schüsse abgegeben zu haben.

Die britische Friedensorganisation Stop-the-War-Coalition bezeichnete die Kommentare des Prinzen als „krass“. Er könne überhaupt nicht wissen, ob er nicht auch unschuldige Zivilisten getötet hat. Harry selbst hatte gesagt: „Wenn da Leute sind, die unseren Jungs etwas Böses wollen, dann ziehen wir sie aus dem Verkehr.“

Prinz Harry wird 30: Ein Leben zwischen Party und Charity

Prinz Harry
Prinz Harry - ein fescher Soldat, der sich manchmal im Ton vergreift. Nach knapp fünf Monaten Einsatz in Afghanistan sorgt Harry Anfang 2013 mit flapsigen Sprüchen für Empörung. Er habe das Zielen schon bei Computerspielen geübt, sagt er dem Sender BBC. „Ich glaube, meine Daumen können ganz nützlich sein.“ Als Schütze in einem Kampfhubschrauber hatte er auch tödliche Schüsse abgegeben. © dpa
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...ein Frauenschwarm. Im April 2006 feiert Harry den Abschluss seiner Offiziersausbildung ausgerechnet in einem Nackttanz-Lokal. Wie Boulevardmedien berichten, legt er vor den Augen anderer Absolventen der Militärakademie seinen Kopf zwischen die Brüste einer Stripperin. © dpa
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...ein gut getarnter Dschungelkämpfer, der hin und wieder aneckt. Beim Militär soll er 2009 einen Kameraden „Paki“ genannt haben - ein Wort, das in Großbritannien abwertend für Pakistaner gebraucht wird. Der Prinz entschuldigt sich öffentlich. „Paki“ sei als Spitzname gemeint gewesen. © dpa
Prinz Harry
... als peinlicher Nazi-Prinz. Ein Auftritt im Nazi-Kostüm löst internationale Empörung aus. Harry war Anfang 2005 mit einer roten Hakenkreuzbinde zu einer Kostümparty gekommen. © picture-alliance/ dpa/dpaweb
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...in schicker Uniform. Prinz Harry nimmt seine Aufgaben als Thronfolger ernst und repräsentiert das britische Königshaus. © dpa
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...als engagierter Polo-Nationalspieler. Auf dem Rasen zeigt er immer vollen Einsatz. © picture alliance / dpa
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...als Tierfreund mit einem australischen Schnabeligel in der Hand... © dpa
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...als ansehnlicher Rugby-Talent in der staubigen Steppe Afrikas. Der Prinz verbringt gern Zeit mit Kindern. © picture-alliance / dpa/dpaweb
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...als Helikopter-Versteher. Der Prinz schloss seine Ausbildung zum Piloten im Mai 2010 ab. © dpa
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...als Nordpol-Tourist. Für den guten Zweck wanderte er vier Tage lang gemeinsam mit britischen Kriegsversehrten durch die eiskalte Arktis. © dpa
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...ein volksnaher Prinz zum Spielen für arme Kinder in Südafrika. Wie seine Mutter Prinzessin Diana kümmert er sich rührend um die Armen. © dpa
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...Schampus-Prinz mit nur 17 Jahren, der auch heute gern über die Stränge schlägt. Er hatte im August 2012 an einer freizügigen Party in Las Vegas teilgenommen, ein Gast lichtete ihn dabei ab. © dpa
Prinz Harry
...am traurigsten Tag seines Lebens: Prinz William, der Bruder Dianas, Graf Spencer, Prinz Harry und Prinz Charles (l-r) folgen am 6.9.1997 dem Sarg Prinzessin Dianas zur Trauerfeier in die Londoner Westminster Abtei... © dpa
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...als kleiner Bruder: Prinzessin Diana (l-r), ihre Kinder Harry und William und Prinz Charles während einer Gedenkfeier in London im Jahr 1995... © dpa
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...als geliebter Sohn: Prinzessin Diana hält liebevoll die Hand ihres jüngsten Sohnes Harry... © dpa
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...als Weltenbummler mit seinem Vater Prinz Charles unter Dorfbewohnern in Südafrika. © dpa

Der Enkel von Queen Elizabeth II. landete am Mittwoch nach knapp fünf Monaten Einsatz in Afghanistan auf einem Luftwaffenstützpunkt in England, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in London. Die nächsten rund vier Wochen hat er Urlaub.

dpa

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