Szene in Trauer

Schauspieler Martin Brauer ist tot - In Kult-Kinofilm  verkörperte er einen Musiker

Martin Brauer, hier in einer Rolle im Deutschen Theater Berlin im Jahr 2005, ist tot.
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Martin Brauer, hier in einer Rolle im Deutschen Theater Berlin im Jahr 2005, ist tot.

Große Trauer um einen bekannten Theater-Star. Schauspieler Martin Brauer ist gestorben. Noch kurz vor seinem Tod probte er für eine Premiere.

Schwerin - Schauspieler Martin Brauer ist tot. Wie das Mecklenburgische Staatstheater am Sonntag mitteilte, starb der Künstler völlig überraschend in der Nacht zu Freitag. Nur kurze Zeit vorher habe er noch mit den Kolleginnen und Kollegen für eine Wiedereröffnungspremiere des Hauses für die Zeit, in der die Corona-Lage wieder Zuschauer zulässt, geprobt. Er wurde nur 50 Jahre alt. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt.

Brauer war besonders auf den deutschen Theater-Bühnen ein gefeierter Star. Der in Rostock geborene Schauspieler wurde unter anderem mit dem Conrad-Ekhof-Preis geehrt. Nach Engagements in Dresden, Berlin, Magdeburg und Leipzig war Brauer erst zur Spielzeit 2016/2017 an das Mecklenburgische Staatstheater gewechselt. Außerdem unterrichtete er als Gastdozent an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und arbeitete als Schlagzeuger mit dem Musik-Kabarettisten Rainald Grebe zusammen.

Martin Brauer ist tot: Mecklenburgisches Staatstheater trauert um Schauspiel-Star

Auch in einigen Film- und Fernsehproduktionen wirkte Brauer mit. Im Kino war er in „Fleisch ist mein Gemüse“, der Romanverfilmung von Heinz Strunk zu sehen. In dem Kult-Film spielte er Band-Mitglied Torsten. Episodenrollen hatte er in den TV-Serien „SOKO Wismar“, „Heldt“ und 2015 zuletzt in „In aller Freundschaft“.

Seine berufliche Heimat trauert in einem Statement auf Facebook um den Darsteller. „Das Mecklenburgische Staatstheater verliert mit Martin Brauer einen der führenden Protagonisten und einen sehr geschätzten Kollegen. Martin war ein Vollblutkünstler und ein Familienmensch. Unser Mitgefühl gilt daher ganz besonders seinen Angehörigen“, wird Generalintendant Lars Tietje in dem Beitrag zitiert.

Die Gesellschaft der Freunde des Theaters zeichnete Brauer 2018 mit dem Ekhof-Preis aus. Mit der Ehrung, die an Conrad Ekhof erinnert, der 1753 in Schwerin die erste deutsche Schauspiel-Akademie gründete, werden jährlich herausragende schauspielerische Leistungen gewürdigt. In Schwerin stand Brauer unter anderem als Josef Tura in „Sein oder Nichtsein“ sowie in Titelrollen der Stücke „Liliom“, „Mephisto“ und „Cyrano de Bergerac“ auf der Bühne.

Bei einem anderen Schauspieler unterlief einem TV-Magazin kürzlich eine morbide Panne - er wurde an seinem 100. Geburtstag fälschlicherweise für tot erklärt.

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