„Das war immer mein Wunsch“

Deutsches Schauspieltalent verrät, was er sich von seiner Gage gegönnt hat - das kauft niemand in dem Alter

Julius Weckauf ist schon im Alter von 13 Jahren ein gefragter Schauspieler. Jetzt verriet er, was er sich von seinem ersten Gehalt gekauft hat.

München - Julius Weckauf hat sich schon mit 13 Jahren einen Namen in der Filmbranche gemacht. Für seine Rolle in „Der Junge muss an die frische Luft“ von Hape Kerkeling räumte er einige Preise ab, die nächsten Projekte konnten nicht schnell genug kommen. Unter anderem spielte er im Otto-Film „Catweazle“ mit. Jetzt ist er als Synchronsprecher im neuen Wickie-Film „Das magische Schwert“ zu hören. Für einen Teenager könnte es also kaum besser laufen. Natürlich legt man sich da nicht das komplette Gehalt auf die hohe Kante, es muss sich auch was gegönnt werden.

Bei einem 13-Jährigen denkt man da natürlich zwangsläufig an Playstations, neue Smartphones oder teure Marken-Klamotten. Weckauf scheint allerdings etwas anders zu ticken. Gegenüber Express verriet er, dass sein Hobby im Gemüseanbau liegt. Ja, sie haben richtig gelesen. „Ich wollte mir unbedingt ein Gewächshaus kaufen“, erzählt er. „Das war immer mein Wunsch. Und man, da bin ich richtig stolz drauf! Ich habe immer meine eigenen Kohlrabi, meine Gurken, meine Tomaten - da bin ich richtig stolz“.

Julius Weckauf: Im Gewächshaus kann man sogar übernachten

Gemeinsam mit seinen Freunden würde er in SEIN Gewächshaus gehen und die Kohlrabi essen. „Das finde ich ganz toll“. Zum Geburtstag hätte er noch einen Tisch dafür bekommen, sein Taschengeld würde er gelegentlich „mit Kopfsalat ausbessern“. Auch für Partys mit seinen Freunden würde sich das Gewächshaus eignen. „Im Sommer habe ich einmal mit meinen Freunden darin übernachtet. Das war ganz schön eng.“

Trotzdem weist er durchaus auch für sein Alter typische Verhaltensweisen auf. Bei dem Thema TikTok müsse er sich zügeln und aufpassen, nicht die Zeit zu vergessen. „Dieses TikTok kann man drei Stunden gucken, schwups ist der Tag rum. Man glaubt es nicht, aber so ist es“, schwört er. Durch die kurzen Videos würde er Probleme damit haben, sich beim Konsum anderer Medien länger auf eine Sache zu konzentrieren.

Julius Weckauf: TikTok schadet der Konzentration

Er tue sich entsprechend schwer, einen Film über die gesamte Länge zu schauen: „Einen ganzen Film zu gucken, ist oft richtig anstrengend. Ich bekomme das manchmal nicht hin. Es sei denn der Film ist echt spannend und kann einen so richtig mitziehen“, gibt Weckauf zu. Seine Eltern würden allerdings an dem Problem arbeiten. Der Deal: Für eine Stunde Serien oder Internet müsse er mindestens ein Kapitel lesen. Auf die „Simpsons“ oder „Big Bang Theory“ folgt also immer noch ein bisschen Bildung.

Wie lange es für ihn als Schauspieler noch weitergeht, kann er nicht sagen. Auch eine Lehre oder eine Zukunft als Gemüsehändler sei denkbar. Erst wolle er sein Abitur abschließen und sich alle Optionen offen lassen. „Ich wäre ja doof, wenn ich das nicht mache“, gibt er an. Seine Eltern und Geschwister würden ihn dahingehend erziehen und ihm die reife Einstellung mit auf den Weg geben. Wo es für ihn hingeht, wird die Zukunft also zeigen. (ta)

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