In himmlischer Mission

Krückl und Ordensfrau gründen soziales eBay

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Wollen mit uns allen die Welt ein bisschen heiler machen: Maximilian Krückl und Schwester Bernadette

München - Wer träumt nicht davon, die Welt wenigstens ein bisserl heiler, besser zu machen? Maximilian Krückl (46) und Bernadette Brommer packen’s jetzt einfach an.

Und nicht nur das: Sie machen uns Mut, dabei mitzumachen! Die Idee ist bestechend einfach: Unter dem Motto ­„Hamstern ist out, Geben ist in!“ haben der TV-Pfarrer (Geistliche spielte er u.a. in Forsthaus Falkenau und im Polizeiruf 110) und die (echte) Ordensfrau eine Internet-Plattform gegründet, die ­„gute Taten“ vermittelt. „Ein soziales eBay“, umschreibt Krückl das Projekt.

Sein Engagement ist der bisher wohl traurigsten Episode seines Lebens geschuldet: der Zeit, in der er seine krebskranke Mutter bis zu ihrem Tod begleitete. „Die längste Nacht meines Lebens“, nennt der Schauspieler diese vier Jahre. Weil er die Erfahrung machen musste, dass es Momente gibt, in denen man dringend Hilfe braucht. „Aber heute hat einfach kaum einer mehr Zeit oder Kapazitäten, anderen beizu­stehen, selbst wenn er das wirklich gern täte.“

Krückl und Schwester Bernadette wollen das ändern. Sie wünschen sich, dass wir nicht mehr nur nebeneinander, sondern wieder mehr mitei­nander leben – und dass wir uns gegenseitig helfen.

Dass das klappen kann, erlebt Krückl schon seit einem Jahr mit seinem Projekt Goodact (www.goodact.de), einem Verschenk-Aktionsportal: Ein paar Tausend „Goodacter“ gibt es schon, darunter auch Prominente wie Comedian Michael Mittermeier, Musiker Reinhold Hoffmann (von Haindling) und die Bandmitglieder der Münchner Freiheit und der ­Ersten Allgemeinen Verunsicherung.

Doch materielle Hilfe ist nur die eine Seite, seelischer Beistand die andere. Da traf es sich gut, dass Anfang des Jahres eine Produzentin dem Drehbuchautor Krückl ein Treffen mit Schwester ­Bernadette vorschlug. Eigentlich, um sich von der Klosterfrau, die als Seelsorgerin im Krankenhaus Rechts der Isar arbeitet, Anregungen für eine neue TV-Serie um einen Priester zu holen, aber heraus kam schließlich eine himmlische Mission: mysisteract – quasi die Verbindung von Krückls Goodact mit dem Engagement von Schwester Bernadette. Anspruch des Duos dabei: „Für jeden da zu sein, der in Not ist oder Hilfe braucht!“ Das kann der Nachbar sein, der Hilfe beim PC-Anschließen braucht, oder der Jugendliche, der keinen Job findet, die Angehörige, der das Geld fehlt, um zur Beerdigung eines Verwandten zu fahren oder jemand, der Opfer von Gewalt oder Mobbing wurde.

„Wir wissen nicht, ob wir allen helfen können, aber wir hören jedem zu, das können wir versprechen“, so der Schauspieler und die Ordensfrau. Zum Team gehört mit Dr. Alexander Geipel inzwischen auch ein Rechtsanwalt. Fehlt nur noch ein Büro, Lager oder irgendwelche anderen Räumlichkeiten – also eine Art Mysisteract-Haus – „damit uns die Menschen auch wirklich persönlich treffen können.“ Kultusminister ­Ludwig Spaenle will da weiterhelfen. Vielleicht haben ja aber auch Sie, lieber tz-Leser, eine Idee …

Kontakt per E-Mail: office@mysisteract.de oder bernadette@my­sisteract.de; Anschrift: mysisteract.de, Buchhofstr. 33, 82319 Starnberg

WdP

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