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Todesdrama bei PUR: Hartmut Engler und seine Bandkollegen trauern um treue Unterstützerin

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Von: Jonas Erbas

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Pop- und Schlagersänger Hartmut Engler der Band PUR neben einer Traueranzeige (Fotomontage)
Hartmut Engler und seine Band PUR trauern um eine treue Unterstützerin – und gedenken ihr mit einem emotionalen Instagram-Post (Fotomontage) © HMB-Media/Photopress Müller/Imago & Screenshot/Instagram/Pur

Hartmut Engler und seine Band PUR trauern um eine treue Weggefährtin und Unterstützerin. Mit emotionalen Worten gedenken sie der Bietigheimer Kirchenkantorin Gertrud Maier – und danken ihr für „eine tolle Zeit“.

Bietigheim - Seit Mitte der 1970er steht Hartmut Engler (59) mit PUR, die damals noch Crusade und später Opus hießen, auf der Bühne. Aus der einstigen Schülerband wurde mit den Jahren eine namhafte Institution, die in den späten 1990ern die Charts stürmte und etliche Nummer-eins-Alben veröffentlichte. Der Mix aus Schlager, Pop und Rock bewährte sich.

Während ihrer frühen Bandphase konnten sich die Freunde besonders auf eine Person verlassen: Gertrud Maier, die von 1978 bis 2008 Kantorin an der Evangelischen Pauluskirche in ihrer baden-württembergischen Heimatstadt Bietigheim war. Nun ist ihre treue Unterstützerin verstorben – und die Gruppe gedenkt mit emotionalen Worten ihrem Schaffen. Extratipp.com von IPPEN.MEDIA berichtet.

Hartmut Engler und Martin Ansel beim Open Air Konzert von PUR in Spandau
Mit mehr als einem halben Dutzend Nummer-eins-Alben zählen PUR zu den erfolgreichsten Bands Deutschlands. Dennoch sind Hartmut Engler (l.) und Co. auf dem Boden geblieben – und gedenken nun mit emotionalen Worten einer langjährigen Weggefährtin © Agentur Baganz/Imago

Schlager: Hartmut Engler und PUR trauern um Kirchenkantorin – „Es war eine tolle Zeit“

Als junge, aufstrebende Band hat man es nicht immer leicht: Bis sich der erste Erfolg einstellt, muss man meist hart arbeiten. Hartmut Engler und PUR hatten in den 1980ern jedoch das große Glück, sich auf eine besonders engagierte Unterstützerin verlassen zu können. Die Kirchenkantorin Gertrud Maier erlaubte den Jungs, in der Pauluskirche zu proben. Darüber hinaus organisierte sie in ihrer Gemeinde etliche Konzerte und kümmerte sich um den Kinderchor.

Zwischen PUR und Gertrud Maier entstand so ein inniges Verhältnis. Die Band half der Kantorin, wo sie nur konnte. Gemeinsam bereite man sonntags etwa den Gottesdienst vor – dafür stand die Verstorbene der Gruppe mit Rat und Tat zur Seite. Wie aus einer Traueranzeige der Evangelischen Pauluskirche Bietigheim hervorgeht, ist die gute Seele der Gemeinde nun verstorben. Auf Instagram zollen die Musiker ihrer langjährigen Weggefährten deshalb Tribut:

Liebe Gertrud, immer, wenn wir sonntagmorgens übermüdet nach einem Clubgig (und das waren viele in den frühen 80er-Jahren) zum Aufbau eines Familiengottesdienstes in der Pauluskirche eintrudelten, standen schon Kaffee und Kekse (manchmal auch Kuchen) bereit, um uns zu stärken, die Jugendkantorei war vorbereitet und wir konnten noch kurz eine kleine Probe machen bevor die Gemeinde zum Gottesdienst eintraf. Das war unser kleiner Beitrag, damit wir in der Pauluskirche üben durften. Es war eine tolle Zeit, zusammen mit dir und dem Kinderchor die Gottesdienste zu gestalten... Gute Reise liebe Gertrud!

PUR via Instagram

Schlager: In Bietigheim reiften Hartmut Engler und PUR zu Stars – auch dank Gertrud Maier

Mit ihrer Unterstützung ebnete Gertrud Maier der Gruppe um Sänger Hartmut Engler den Weg in die Hitparaden des Landes. Sie glaubte allem Anschein nach zu einhundert Prozent an den Erfolg und das Können von PUR. 1995 gelang den Jungs, die sie einst betreute, tatsächlich der große Durchbruch: Ihr Studioalbum „Abenteuerland“ erreichte Platz eins der Charts und zählt zu heute zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Veröffentlichungen in Schlager, Rock und Pop.

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