Er gehört zur Risikogruppe

Dilemma um Tony Marshall: Schlager-Legende ist „total verzweifelt“ - Sogar seine Heimatstadt reagiert

Tony Marshall wartet verzweifelt auf seine Corona-Impfung.
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Tony Marshall wartet verzweifelt auf seine Corona-Impfung.

Der Impfstart in Deutschland verlief alles andere als reibungslos. Auch Tony Marshall hat damit zu kämpfen - jetzt erhebt die Schlager-Legende heftige Vorwürfe.

  • Der Impfstart in Deutschland ist holprig verlaufen, es kommt immer wieder zu Engpässen.
  • Auch Tony Marshall ist davon betroffen. In seinem hohen Alter gehört er zur Risikogruppe.
  • Seit Wochen versucht Marshall einen Impftermin zu bekommen - wird aber immer wieder vertröstet.

Baden-Baden - Die Corona-Impfung soll die heiß ersehnte Lösung im Kampf gegen die Pandemie werden. In Deutschland läuft der Impfstart allerdings alles andere als reibungslos. Engpässe bei der Lieferung sorgen für Chaos. Tausende Termine, auch von Risikopatienten, sind verschoben. Andere Länder sind Deutschland, was das Thema betrifft, weit voraus. Auch Schlager-Star Tony Marshall ist vom Impfstoff-Dilemma betroffen - und steht schon am Rande der Verzweiflung.

Marshall feiert am 3. Februar seinen 83. Geburtstag, ist außerdem Dialyse-Patient. Natürlich fällt der Sänger damit ganz klar in die Risikogruppe. Damit gehört er zu den Menschen in Deutschland, die recht früh mit dem möglicherweise lebensrettenden Vakzin versorgt werden sollen. Aber Beschaffung und Durchführung stocken bisher gewaltig - und deshalb richtet Marshall schwere Vorwürfe in Richtung der Verantwortlichen für das Dilemma.

Tony Marshall im Impf-Dilemma: Vom Impfzentrum wird er immer nur vertröstet

Denn auch Marshall gehört zu denjenigen, die sich verzweifelt um einen Impf-Termin bemühen. Seit Wochen versuche er schon, eine Impfung zu bekommen, erzählt er im Gespräch mit der Bild. Allerdings sei er immer wieder vertröstet worden. „Ich bin schon total verzweifelt“, sagt er und teilt seine Forderung klar mit: „Ich will keinen Promi-Bonus, sondern das, was mir als über 80-jähriger und Risiko-Dialyse-Patient zusteht“.

Er habe bereits versucht, im Impfzentrum anzurufen. Dort hätte man ihm allerdings nur mitgeteilt, er solle es am nächsten Tag erneut probieren. „Ich bin ein treuer Staatsbürger, der sich an alle Corona-Vorgaben hält. Aber es muss auch mal was vom Staat zurückkommen! Ich hänge noch am Leben wie viele andere in meinem Alter auch“, macht Marshall seinem Ärger Luft.

Tony Marshall wartet auf Corona-Impfung: Das sagt die Stadt zur verzweifelten Warterei des Schlager-Stars

Heftige Vorwürfe des Star-Musikers, auf die seine Heimatstadt Baden-Baden mittlerweile reagiert hat. Ein Sprecher der Stadt gab gegenüber t-online.de eine klare Antwort, weshalb Marshall noch keine Impfung erhalten habe - und die ist in der aktuellen Situation wenig überraschend. „Er selbst braucht nur ins Internet oder in die Presse zu schauen, um zu sehen: Der Impfstoff ist zu knapp“.

In Marshalls Heimatstadt stünden rund 5500 Menschen mit einem Alter von über 80 Jahren oben auf der Impf-Liste. Erst am 22. und 23. Januar seien 507 Impfdosen verteilt worden - darunter auch an 110 Altenheim-Bewohner:innen und 79 Klinik-Mitarbeiter:innen. Laut des Sprechers seien zwar mittlerweile neue Dosen in der Stadt eingetroffen, allerdings seien weiterhin mobile Impfteams in den Pflege- und Altenheimen der Stadt unterwegs. Für lokale Impfzentren bliebe da nicht viel Impfstoff übrig.

Und was bedeutet das für Tony Marshall? Dass der Star-Sänger sich wohl weiterhin gedulden muss, bis er seinen Pieks in den Arm bekommt. Und das womöglich sogar noch mehrere Wochen. „Wir drücken Tony Marshall die Daumen, dass er bald seinen Termin bekommt“, so der Stadt-Sprecher. (han)

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