Einst Spitze der Singlecharts

„Schni Schna Schnappi“-Sängerin Joy Gruttmann ist inzwischen 25 Jahre alt - das macht sie heute

„Schnappi, das kleine Krokodil“ hat sie zum Kinderstar gemacht. Mittlerweile ist Sängerin Joy Gruttmann 25 Jahre alt. Wie ist ihr Leben verlaufen?

Gelsenkirchen/Köln – Ihre Songs haben unzählige Kinder glücklich gemacht. Die Rede ist von Joy Gruttmann, der Sängerin hinter dem kleinen, animierten Krokodil Schnappi. 2005 dominierte die in Gelsenkirchen geborene Gruttmann mit ihrem Song die deutschen Charts.

Das Album „Schnappi und seine Freunde“ landete auf Platz zwei der Albumcharts, der Song „Schnappi, das kleine Krokodil“ erklomm gar die Spitze der Singlecharts. Seitdem sind mehr als 15 Jahre vergangen und aus Joy Gruttmann ist eine junge Frau geworden, die zwar mit der Musik, aber nichts mehr mit ihrem kleinen Freund zu tun hat. Eine Reise in die jüngere Vergangenheit.

Die Stimme hinter Schnappi, dem kleinen Krokodil: Joy Gruttmann wird im Alter von neun Jahren zum Kinderstar

Im zarten Alter von nur neun Jahren avancierte Joy Gruttmann 2005 mit „Schnappi, das kleine Krokodil“ zur Chartstürmerin wider Willen. Der Refrain, in dem es „Schni Schna Schnappi, Schnappi, Schnappi, Schnapp“ heißt, ist Kindern von damals, aber wohl auch ihren Eltern, immer noch im Ohr.

2005 auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs: Kinderstar und Sängerin Joy Gruttmann, die Stimme hinter dem kleinen Krokodil Schnappi. Heutzutage ist Musik für sie nur noch ein Hobby.

Gefühlt wurde die Debüt-Single von Joy Gruttmann millionenfach als Klingelton heruntergeladen. Schnell wurde auch das Fernsehen auf Schnappi aufmerksam, es folgten zahlreiche Live-Auftritte in diversen Fernsehshows. Gänzlich neu war dies für die junge Sängerin aber nicht. Denn schon seit 1999 hatte Joy Gruttmann Lieder für die WDR-Produktion „Sendung mit der Maus“ eingesungen.

Animiertes Krokodil und Sängerin aus Gelsenkirchen stürmen die Charts – doch der Hype nimmt schnell wieder ab

Die musikalische Karriere schien also schon früh vorgezeichnet. Nach dem großen Schnappi-Hype sollte jedoch für längere Zeit kein Output mehr von Joy Gruttmann erfolgen. Dabei wusste die heute 25-Jährige auf ihr Single-Debüt zwei weitere Songs folgen zu lassen, die nicht minder Beachtung fanden.

„Das Lama in Yokohama“ erreichte immerhin Platz sechs der Singlecharts, „Jing! Jingeling! Der Weihnachtsschnappi!“ heiterte die Weihnachtszeit 2005 auf. Doch wo jedem Anfang ein Zauber innewohnt, findet dieser Zauber irgendwann auch ein jähes Ende. Schlicht unter ihrem Vornamen Joy veröffentlichte Gruttmann 2009 den Song „12 Little Stories“ – der Erfolg blieb jedoch aus.

Werkstatt statt Bühne, lackieren statt singen: Schnappi-Star Joy Gruttmann macht Ausbildung zur Tischlerin

Damit war für die Stimme hinter Schnappi klar: die Karriere als Sängerin wird auf Eis gelegt. Stattdessen absolvierte der einstige Kinderstar eine Ausbildung zur Tischlerin. Noch heute arbeitet Joy Gruttmann in einer Ladenbaufirma in Bottrop. Parallel zu diesem Job studiert sie aber noch Innenarchitektur in Köln. Ihr großes Ziel: den Master in Möbeldesign machen.

Eins stellt Ex-Schnappi-Star Joy Gruttmann entschieden klar: ein Plan B stellt dies für sie nicht dar. „Beizen, Ölen, Lackieren – ich mache alles, wenn es um Oberflächen geht. Ich habe da für mich eine Nische gefunden“, sagt sie gegenüber dem Kölner Express. Sowohl Architektur im Allgemeinen als auch Innenarchitektur im Speziellen seien schon immer ihre Leidenschaft gewesen.

Comeback auf Instagram: Joy Gruttmann lebt Hobby Musik auf Social Media aus – und schließt Schnappi-Rückkehr aus

Ganz ohne Musik kann Joy Gruttmann aber auch bis heute nicht leben. Auf ihrem Instagram-Profil teilt sie mit ihren Followern Geschichten aus der Werkstatt, postet Fotos von Urlauben – und hält gelegentlich sogar Videos bereit, in denen sie ihre Gesangskünste unter Beweis stellt.

Eine professionelle Musikkarriere würde Joy Gruttmann aber nicht mehr anstreben. Zwischenzeitlich hätte es zwar immer wieder Comebackangebote für sie gegeben. Doch: „Es wird kein ´Schnappi´ mehr geben, weil das natürlich seine Zeit hatte, es mit neun auch absolut authentisch war. Jetzt ist es nur noch schöne Erinnerung“. Und die wird sie wahrlich nicht vergessen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Schlichter

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