Knallharte Aussage

Scooter-Sänger H.P. Baxxter über Gendern: „Ist für mich Idiotensprache“

Der Scooter-Sänger H.P. Baxxter ist bei einem Konzert auf einer Bühne zu sehen und singt in ein Mikrofon
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Hält nichts vom Gendern: Scooter-Frontmann H.P. Baxxter

In einem Radio-Interview macht der Scooter-Sänger H.P. Baxxter knallhart seine Meinung zu geschlechtergerechter Sprache deutlich: Vom Gendern hält er überhaupt nichts.

Hamburg - Dass Gendern - also geschlechtergerechte Sprache - nach wie vor eine sehr sensible Thematik ist, sollte jedem bewusst sein. Umso überraschender war es deshalb, als H.P. Baxxter, Frontmann der deutschen Techno-Band Scooter, in einem Interview mit Radio Hamburg ziemlich deutlich machte, dass er davon nicht viel hält.

Scooter-Frontman H.P. Baxxter: Gendern ist „zum Kotzen“

Obwohl es im eigentlichen Interview wenig um Gendern und viel mehr um das neue Scooter-Album ging, gab man dem Sänger in einer anschließenden Fragerunde folgenden Satz zum vervollständigen: „Gendern finde ich...“. Anstatt einem einfachen „gut“ oder „schlecht“ kamen von H.P. Baxxter, der mit bürgerlichem Namen Hans Peter Geerdes heißt, dann ein paar knallharte Aussagen. „Gendern finde ich zum Kotzen!“ - für ihn wäre es „Idiotensprache“. Mit geschlechtergerechten Formulierungen kann er wenig anfangen: „Immer dieses -innen, -dschinnen, -minnen, also, furchtbar“.

H.P. Baxxter über Gendern: „Die Sprache wird ruiniert“

Gendern bezeichnet er selbst als „Verunglimpfung der Sprache“ - diese würde für ihn dadurch sogar ruiniert. „Es ist völlig irre“, sagt er. „Das hat ja nichts damit zu tun, dass man Frauen akzeptiert“. Es würde nichts weiter aussagen, erklärt er. Obwohl ihm der Moderator zustimmt, lässt Baxxter auch verlauten, ihm wäre bewusst, dass die meisten mit gendergerechten Formulierungen kein Problem haben: „Scheinbar die meisten mögen‘s ja“. Anfangen könne er damit aber nichts und verstehen würde er es auch nicht.

H.P. Baxxter über Gendern: Ähnliche Meinung bei anderen Promis

Alleine ist H.P. Baxxter mit seiner Meinung keineswegs. Auch andere Promis, wie zum Beispiel BAP-Sänger Wolfgang Niedecken, machten selbst bereits ihr Unverständnis gegenüber der neuen Konventionen deutlich. „Gendersternchen nerven mich. Ich würde niemals ein Gendersternchen irgendwo schreiben. Käme mir albern vor“, gestand dieser im Gespräch mit der Rheinischen Post.

H.P. Baxxter und Scooter: Top-Seller trotz harten Aussagen

Die knallharten Aussagen mal beiseite gelassen: Für H.P. Baxxter und Scooter gibt es zurzeit allen Grund zur Freude. Denn Am 16. April erschien das mittlerweile 20. (!) Studioalbum der Techno-Giganten. Über 30 Millionen Platten hat die Hamburger Band bisher verkauft und man kann sich sicher sein, dass da noch einiges dazu kommen wird. „God Save the Rave“ heißt der neue Longplayer und wie erwartet ist der Name Programm - zumindest sobald es endlich mal wieder einen Rave gibt, auf den man gehen kann. (le)

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