Weißwurst-Party in Kitzbühel

Nach Eklat bei Kitzbühel-Party legt Sido nach: „Bezüge zum Dritten Reich...“

Sido
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Rapper Sido hat bei einem Auftritt bei der „Weißwurst-Party“ beim Stanglwirt in Kitzbühel für einen Eklat gesorgt. Jetzt äußert sich Ehefrau Charlotte zu den Vorwürfen.

  • Beim 80. „Hahnenkamm-Rennen“ in Kitzbühel wird auch 2020 kräftig gefeiert.
  • Beim „Stanglwirt“ stand Rap-Größe Sido auf der Bühne.
  • Allerdings sorgte er mit einem Hitler-Spruch und weiteren Provokationen für Unmut.

Update, 26. Januar, 14.20 Uhr: Jetzt äußerte sich auch Maria Hauser, Juniorchefin des „Stanglwirts“, zu dem Vorfall. Der „Stanglwirt“ distanziere sich von sämtlichen getätigten Aussagen. „Wir wollten unsere Gäste mit Sido und seinen beliebten Chart-Hits eigentlich positiv überraschen und unser Haus auch für neue Musik-Genres öffnen“, erklärte sie den Auftritt des Rappers. Die Aussagen, die Sido auf der Bühne machte, seien schockierend - „auch wenn sie vielleicht ironisch gemeint waren.“ Das Vertrauen, dass der „Stanglwirt“ Sido entgegenbrachte, sei enttäuscht worden, so die Juniorchefin weiter. 

Nach Skandal-Performance im Stanglwirt: Sido legt nach: „Bezüge zum dritten Reich...“

Update, 26. Januar, 11.45 Uhr: Nach seiner Ehefrau meldete sich nun auch Sido selbst nach seinem Skandal-Auftritt im Stanglwirt in Kitzbühel zu Wort. Doch wer mit einer Entschuldigung rechnete, wurde enttäuscht - der Rapper legte sogar noch einmal nach. Dabei ließ er sich außerdem über die Bild-Zeitung aus, die über den Vorfall berichtet hatte.

„Liebe Bild, dass ich bei Auftritten in Österreich ab und an Bezüge zum Dritten Reich herstelle, ist mittlerweile gute Tradition“, postete Sido auf seinem Instagram-Account. Damit spielt der Rapper auf einen Skandal im Jahr 2011 an - auch damals schockierte Sido in Österreich mit einem Hitler-Witz bei einem Auftritt bei der österreichischen Fernsehsendung „ORF Medienhahn“. „Ihr Österreicher habt uns da mal einen rübergeschickt, der uns Ordnung beigebracht hat“, so Sido 2011 laut der Bild.

In einer Instagram-Story äußerte sich Rapper Sido zu dem Eklat in Kitzbühel.

„Ihr könnt also wieder in Ruhe gegen Minderheiten hetzen und die Gesellschaft spalten!!! Gute Nacht!!!“, geht Sidos Instagram-Posting weiter. Mehr hatte der Rapper zu dem Eklat dann auch nicht mehr zu sagen. 

Nach Sidos Skandal-Performance: Ehefrau Charlotte wird deutlich - „“

Update 26. Januar, 07.09 Uhr: Nach dem Eklat von Rapper Sido am Freitagabend (24. Januar 2020) bei der Weißwurst-Party im Stanglwirt in Kitzbühel hat sich nun seine Ehefrau, Moderatorin Charlotte Würdig (41), ehemals Engelhardt, zu den Geschehnissen in dem österreichischen Nobel-Skiort geäußert. Einen Grund, ihren Gatten, mit dem sie seit bald acht Jahren verheiratet ist, in Schutz zu nehmen, sah sie allerdings nicht.

Hitler-Skandal um Rapper Sido: Das sagt Ehefrau Charlotte zu den Vorwürfen

Der Bild am Sonntag sagte Würdig: „Ich kann das nicht mehr hören! Es ist unfassbar. Ich war da. Und viele andere auch. Und wer Ironie nicht versteht, versteht sie halt nicht. Ich habe nicht einen getroffen, der das anders verstanden hat.“

Ironie hin oder her, Buh-Rufe hagelte es trotzdem für den Skandal-Rapper. Dennoch ließ der sich nicht beirren und zog seinen Auftritt bis zum Ende durch. Von den Verantwortlichen griff niemand ein, der Auftritt musste nicht abgebrochen werden.

Skandal-Auftritt vom Sido im Stanglwirt: Provokation gehört zum Beruf

Tatsächlich sollte man Sido nicht unbedingt böse Absicht unterstellen, schließlich gehört es, als ehemaliges Bad-Kid der Deutsch-Rap-Szene, auch ein bisschen zur Berufs-Ehre, zu provozieren und anzuecken. Ob man das allerdings mit Hitler-Witzen und auf Kosten von anwesenden Musiker-Kollegen machen muss - die Frage sollte Sido sich vielleicht noch einmal stellen, bevor er das nächste Mal auftritt. Ob der Stanglwirt den Rapper zur nächsten Weißwurst-Party nochmal einlädt, scheint nach diesem missglückten Auftritt mehr als fraglich.

Sido mit Skandal-Auftritt: Hitler-Spruch und Breitseite gegen Andreas Gabalier

Kitzbühel - Beim traditionellen „Hahnenkamm-Rennen“ im österreichischen Kitzbühel geht es nicht immer nur um den Sport. Neben dem Ski-Rennen an sich hat sich das Event zu einem echten Party-Marathon entwickelt. In den einschlägigen Lokals des Ski-Ortes wird kräftig gefeiert und zwar nicht nur von Hinz und Kunz, sondern eben mit den Stars und Sternchen. Ein Party-Event, das bei den „Hahnenkamm-Rennen“-Profis zu den absoluten Muss-Veranstaltungen gehört, ist die Weißwurst-Party beim Luxus-Hotel „Stanglwirt“. 

Und dieser hatte für seine Party zum runden, 80. Geburtstag des Ski-Rennens einen hochkarätigen Künstler für die Bühne gewinnen können: Deutsch-Rap-Star und „The Voice“-Jury-Mitglied Sido beehrte die Nobel-Party in Kitzbühel. Allerdings sorgte der Rapper nicht nur für Begeisterungsstürme bei den anwesenden Gästen.

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Die Weißwurstbande !!!

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Sido schockt Kitzbüheler Publikum mit Hitler-Spruch

Nach einem Bericht der Bild waren knapp 2500 Gäste zu der Feier und dem Auftritt von Sido gekommen. Doch schon nach den ersten Minuten auf der Bühne soll der Künstler angefangen haben das Publikum unschön anzugehen. Der Rapper schoss dem Bericht nach deutlich gegen die als „Kitzeria“ bekannte Versammlung von Nobel-Feierwütigen.

Klar, dass die Ansagen von der Bühne bei den Zuschauern eher nicht so gut ankamen. Deutliche Buhrufe waren während des Auftritts und vor allem den Ansagen des Musikers aus dem Saal zu hören. Doch Sido kam offenbar gerade erst in Fahrt. „Wir brauchen hier jetzt ein bisschen deutsche Gründlichkeit, die uns ein Österreicher mal beigebracht hat“, meinte Sido in einer seiner Ansagen, die das Publikum dazu bewegen sollte „Prost, Sido“ zu erwidern, wenn der Musiker den Zuschauern zuprostete. Der Hitler-Witz kam eher mäßig an.

Sido legt in Kitzbühel nach und schießt auch gegen Andreas Gabalier

Doch Sido hatte offenbar immer noch nicht genug und schoss noch weiter gegen Zuschauer. Dabei bekam dann auch Alpen-Elvis Andreas Gabalier sein Fett weg: „Ihr seid jetzt nicht so die klassischen Hip-Hop-Fans“, sagte er in einer anderen Lied-Pause zu seinem Publikum und meinte weiter: „Ihr wollt lieber Andreas Gabalier hören oder?“

Dann sprach Sido einen einzelnen Zuschauer an und fragte ihr direkt: „Du willst das, oder? Andreas Gabalier oben ohne wäre gut“. Als der Zuschauer offenbar verneinte, meinte Sido: „Weil er zu dick geworden ist - oder was ist los?“

Das Konzert musste trotz der Provokationen und Buh-Rufen nicht abgebrochen werden. Seinen Auftritt beendete Sido dem Bericht nach wie geplant.

Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass Sido verbal um sich schlägt. Auch bei „The Voice“ brach Sido erst kürzlich wütend die Regeln.

Hahnenkamm-Rennen - die besten Fotos aus Kitzbühel 2020

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Das Bier in Kitzbühel scheint Fan Markus F. zu schmecken. © privat
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Der Schweizer Beat Feuz. © truf
Andreas Sander wurde beim Super-G am Freitag bester Deutscher. © truf
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ORF-Moderator Rainer Pariasek. © mw
ARD-Ski-Experte Felix Neureuther fuhr die Strecke mit der Kamera ab. © mw
Felix Neureuther © mw
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Marco Odermatt aus der Schweiz © mw
Der Schweizer Marco Odermatt gibt Interviews. © mw
Der Österreicher Christian Walder. © mw
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Josef Ferstl und Felix Neureuther. © mw
Der Franzose Johan Clarey. © mw

Felix Neureuther traf beim „Hahnenkamm-Rennen“ in Kitzbühel einen amerikanischen Mega-Star. Der US-Promi musste auch ein Interview beim ORF geben - und viele Zuschauer sind deswegen ausgeflippt. 

Bei der 62. Grammy-Show räumte die erst 18-jährige Billie Eilish richtig ab. Unter den Siegern waren auch Deutsche. Der Tod von Kobe Bryant überschattete der Verleihung.

Rapper Sido empörte jüngst mit kontroversen Aussagen. Er liebäugelt mit Verschwörungstheorien. Nun ging er auf zwei Journalisten los.

Sido wird in der kommenden „The Voice of Germany“-Staffel nicht mehr in der Jury sitzen, berichtet tz.de*.

rjs

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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